The Witcher: Geralt von Riva - Der Held wider Willen - Seite 4
Special
In unserem Charakter-Special zum Witcher Geralt von Riva erklären wir, was den Weißen Wolf ausmacht, und warum er so ein fantastischer Protagonist ist.
Geralt mag aufgrund seiner etwas stoischen Art, oftmals teilnahmslos und kalt wirken, doch die wenigen Menschen in seinem Leben, die ihm etwas bedeuten, beeinflussen sein Handeln stark. Er mag beim Kampf gegen Monster, beim Feilschen mit zwielichtigen Händlern oder im Umgang mit Banditen noch so abgeklärt sein - wenn seine Freunde, seine Liebschaften oder seine Ziehtochter ins Spiel kommen, lässt sich Geralt aber auch von seinen Gefühlen leiten. Obwohl der Hexer ein Monster schlachtender Mutant in einer Fantasy-Welt ist, bekommen wir so Zugang zu ihm.
Ein Held, der keiner sein will
Es wäre jedoch vermessen zu sagen, dass Geralt nur im Zusammenhang mit seinen Freunden und Liebschaften die Vernunft außen vor lässt. Obwohl ihm so viel Ablehnung entgegenschlägt, er oftmals eigentlich nur seine Ruhe haben will und er vielen Menschen gegenüber skeptisch ist, steht er dem Geschehen in der Welt nicht gleichgültig gegenüber. Er mag sich mit bestimmten Gepflogenheiten in den Ländereien verschiedener Adliger oder dem Einmarsch Nilfgaards in gewisser Weise arrangieren, weil er weiß, dass er daran ohnehin nichts ändern kann, er verbiegt sich aber auch nicht und äußert seine Meinung.
In diesem Artikel
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Auch im Umgang mit dem normalen Volk kann man gut beobachten, wie der Hexer tickt. Er feilscht abgeklärt um mehr Geld für Hexeraufträge und lässt sich für seinen Job auch schon mal mit Gestalten ein, die ihm unsympathisch sind, aber das betrachtet er als notwendiges Übel. Der Hexervertrag wird erfüllt, die Kohle eingesackt, das war's. Doch trotz anderslautender Gerüchte ist Geralt kein Fiesling, der nur dann einen Finger rührt, wenn er dafür auch bezahlt wird.
Auf seinen Reisen trifft der Hexer oft genug auf Menschen in Not, denen er ohne zu zögern hilft. Selbst wenn es für ihn selbst lebensgefährlich wird. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Person in Not adlig, vermögend oder nur ein armer Bauer ist.
Dieser Charakterzug Geralts wurde schon von Sapkowski in den Büchern beschrieben und sorgte dort dafür, dass der Hexer wieder mit Ciri zusammengeführt wurde.
Quelle: PC Games
Geralt von Riva - Der Held wider Willen - Charakter-Special (3)
Doch er hilft nicht nur Menschen, sondern beweist auch bei anderen Lebewesen Barmherzigkeit. Nicht-Menschen werden in vielen Bereichen der Welt als Anderlinge ausgegrenzt oder sogar verfolgt.
Geralt unterscheidet hingegen zwischen Monstern und vernunftbegabten Wesen. Er bekämpft Bestien, die Menschen angreifen, doch er würde nie grundlos einen Göttling, Elf oder Zwerg angreifen. Auch nicht für Gold. Geralt solidarisiert sich nicht nur oft mit den Außenseitern der Welt, er steht klar gegen Vorurteile und Fremdenhass ein. Auch das macht ihn zu einem Helden.
Obwohl er sich wohl selbst nie als einen bezeichnen würde. Geralt mag stoisch und teilweise sogar griesgrämig sein, doch er steht denen zur Seite, die Hilfe brauchen, würde alles für seine Freunde tun und bewahrt die Welt vor Unheil und Zerstörung. Und das alles, obwohl er weiß, dass er dafür niemals ein Dankeschön zu hören bekommen wird.
