The Witcher 3 im Next-Gen-Check

Special Matthias Dammes
The Witcher 3 im Next-Gen-Check
Quelle: CD Projekt Red

Wir haben uns alle Neuerungen des Next-Gen-Upgrades von The Witcher 3 angeschaut und geben euch einen Überblick über die neuen Inhalte.

Neue Features braucht das Land

Das ist Jammern auf hohem Niveau, es gibt trotzdem unzählige Gelegenheiten, um vom neuen Fotomodus Gebrauch zu machen. Digitale Fotokünstler setzen damit die schönsten Ansichten und Situationen noch besser in Szene. Leider lässt sich das Tool nicht während Zwischensequenzen und Dialogen aktivieren. Auch der Funktionsumfang ist übersichtlich. Es gibt keine Optionen, Charaktere auf bestimmte Weise zu positionieren oder deren Haltung und Ausdruck zu verändern.

Aber der Fotomodus ist nicht das einzige neue Feature, mit dem sich ein völlig neuer Blick auf Geralt und seine Umwelt eröffnet. Mit einem optionalen neuen Kameramodus rückt das Geschehen näher an den Hexer heran. Dabei ist der sichtbare Bereich dichter an Geralt und die Kamera sitzt etwas tiefer. Das kommt der häufig genutzten Perspektive in modernen Third-Person-Spielen wie God of War: Ragnarök näher, ist für Witcher-Kenner aber erst einmal ungewohnt. Zum Glück können wir entscheiden, ob wir die neue Kamera oder die alte bevorzugen. Dabei lässt sich die Kameradistanz sogar individuell für den Kampf, die Erkundung und das Reiten einstellen.

Ein neues Feature, das vor allem Spieler freuen wird, die The Witcher 3 auf mehreren Plattformen besitzen, ist die Cross-Platform-Progression. Dabei wird der aktuelle Spielstand über euren GOG-Account in die Cloud hochgeladen, egal, auf welcher Plattform ihr spielt. Dieser Spielstand lässt sich dann wiederum von jeder anderen beliebigen Plattform herunterladen und fortsetzen. The Witcher 3 im Next-Gen-Check. (8) Quelle: CD Projekt Red The Witcher 3 im Next-Gen-Check. (8)

Ansonsten standen vorwiegend Komfortverbesserungen auf dem Zettel der Entwickler. So wurde das Sammeln von Pflanzen in der Spielwelt vereinfacht, sodass kein Lootfenster mehr bei jedem Pflückvorgang aufgeht. In einem Feld voller Kräuter spammen wir also nur noch die Interaktionstaste und haben in Sekunden eine Tasche voller Ressourcen. Sehr angenehm.
Für Erleichterung sorgte auch die Entschärfung des Fallschadens. Geralt ist also nicht mehr dem Tode geweiht, nur, weil er einen kleinen Abhang runterspringt. Weitere Verbesserungen umfassen einen neuen Standard-Kartenmodus, in dem die berüchtigten Fragezeichen nicht mehr angezeigt werden. Außerdem lässt sich das Userinterface dynamisch einstellen, damit gewisse Elemente nur in bestimmten Situationen zu sehen sind.

Schneller Zaubern

Auch bei der Steuerung haben sich die Entwickler von CD Projekt in erster Linie Verbesserungen gewidmet, die einen höheren Spielkomfort bieten. Begeistert hat uns das neue Schnellcast-System für die Hexerzeichen bei der Controllersteuerung. Bisher musste immer umständlich im Kreismenü ausgewählt werden, welches Zeichen gerade aktiv ist, um es dann zu wirken. Jetzt halten wir einfach die R2-Taste gedrückt und wirken dann mit den vier Aktionstasten oder L2 eines der fünf Zeichen. Das geht so einfach von der Hand, dass es das gesamte Kampfgefühl positiv beeinflusst.

Das Kreismenü verschwindet zwar nicht ganz, kommt aber seltener zum Einsatz. Und wenn man es doch mal braucht, zum Beispiel, um Bomben oder Gegenstände wie die Fackel auszuwählen, ist die Handhabung vereinfacht. Wir müssen nicht mehr jedes Mal ins Inventar, um andere Arten von Bomben auszurüsten oder die Fackel durch die magische Lampe zu ersetzen. Diese Items lassen sich jetzt bequem im Kreismenü durchschalten.

Ausgezeichnet haben uns auch die Verbesserungen an der Bewegungssteuerung gefallen. Es gibt einen alternativen Sprint-Modus, bei dem Geralt klassisch mit einem Klick auf L3 zum schnellen Laufen animiert wird. Wer möchte, kann aber die alte Steuerung beibehalten. Auch für Leute, die gerne Tempo herausnehmen, wurde etwas getan: Bei der Bewegung des Analogsticks nach vorn gibt es jetzt drei Gehgeschwindigkeiten, je nachdem, wie weit man den Stick drückt. Genau das Richtige für einen gemütlichen Nachmittagsspaziergang durch Novigrad!

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