The Rogue Prince of Persia angespielt: Dead Cells im bunten Persien

Special Felix Schütz
The Rogue Prince of Persia angespielt: Dead Cells im bunten Persien
Quelle: Ubisoft

Nur drei Monate nach The Lost Crown muss sich der Prinz schon wieder neu erfinden: Das neue Prince of Persia präsentiert sich als Roguelite im Stil von Dead Cells. Wir haben schon mal Probe gespielt.

Im Gegensatz zum letzten Prince of Persia ist eure Hauptwaffe auch nicht vorgegeben: Ihr startet euren Run zwar mit zwei Dolchen, könnt diese aber später auch gegen Speere, Äxte oder Schwerter eintauschen. Neue Waffen kann man bei Händlern gegen Gold kaufen oder man findet sie einfach in Schatzkisten. Jede Waffe hat einen Level, der sich später auch noch steigern lässt - so bekommt ihr also immer stärkeres Kampfgerät an die Hand, das ihr nach eurem Tod aber natürlich wieder abgeben müsst.

Zusätzlich könnt ihr auf Distanz noch Sekundärwaffen nutzen, wie Bögen, Chakrams oder Greifhaken. Auch die könnt ihr beliebig durchwechseln, in stärkeren Varianten abstauben und mit euren Hauptwaffen kombinieren. Allerdings ist der Einsatz begrenzt, denn für jeden Pfeil und jeden Wurf benötigt ihr ein wenig Energie, die sich nur langsam wieder auflädt.

Mächtig dank Upgrades

Zusätzlich sammelt ihr unterwegs noch magische Artefakte, die ihr dann in vier Slots einsetzen könnt. Die verpassen eurem Helden unterschiedliche passive Boni, zum Beispiel Feuerschaden oder einen Heilungseffekt. Das kennt man natürlich schon aus anderen Roguelikes, ist aber wichtig! Denn auf lange Sicht sind es eben solche Upgrades, die spannende Builds ermöglichen und für Abwechslung sorgen können - in dem Genre ein Muss. In unserer Anspielzeit machten die Upgrades allerdings noch einen ziemlich laschen Eindruck, coole Feuereffekte, spannende Synergien oder besondere Spezialattacken haben wir da zum Beispiel noch gar nicht gesehen.

Auch diesmal ist der Prinz wieder akrobatisch unterwegs. Quelle: Ubisoft Das Gleiche gilt für die Oase, in die wir nach jedem Tod zurückkehren. Hier soll man später die Ausrüstung und die Fähigkeiten des Prinzen dauerhaft ausbauen können. Doch wie tiefgängig das Ganze wird, können wir noch überhaupt nicht einschätzen. In unserer Spielzeit war das Wüstenlager nämlich noch fast menschenleer, die nötigen NPCs muss man wohl erst unterwegs in der Spielwelt aufgabeln.

Fairerweise muss man sagen, dass eine halbe Stunde Spielzeit selbst für einen fundierten Ersteindruck sehr knapp bemessen ist. Andererseits gibt es eben auch massig andere Roguelikes und Roguelites, die schon sehr früh zeigen, was sie so besonders macht. Man denke da nur mal an das fantastische Rogue Legacy 2 mit seinen Unmengen an passiven Upgrades. Oder an Hades, das uns binnen Minuten mit tollen Charakteren und mächtigen Upgrades in den Bann zieht. Wir sagen nicht, dass The Rogue Prince of Persia nicht irgendwann die gleiche Faszination entfachen kann - doch zumindest in seiner aktuellen Fassung ist der Funke noch nicht so richtig bei uns übergesprungen.

Allerdings ist das Spielgeschehen auch noch nicht in Stein gemeißelt: The Rogue Prince of Persia wird als erstes Spiel der Reihe im Early Access erscheinen, und zwar anfangs nur für PC. Das ist ein ungewöhnlicher Schritt für die Marke, doch bei dem Genre ergibt er absolut Sinn - schließlich haben es schon zig andere Roguelikes vorgemacht.

The Rogue Prince of Persia wird schon am 14. Mai über Steam erscheinen. Ab da könnt ihr selbst in das Actionspiel reinschnuppern und die Entwickler mit Feedback bombardieren. Wie lange das Spiel im Early Access bleiben wird und wann wir auch mit Konsolenfassungen rechnen können, ist noch nicht bekannt.

Fazit

Ordentliches Action-Roguelite mit ungewohntem Look, spielerisch bislang aber noch unspektakulär.

Wir hoffen aber, dass sich die Entwickler wirklich die nötige Zeit nehmen, um das Spiel in Topform zu bringen - unser erster Anspieleindruck war nämlich eher okay als so richtig begeistert. Über den Grafikstil kann man natürlich geteilter Meinung sein, doch für uns waren das Gameplay und vor allem die Upgrades einfach noch nicht so motivierend, wie wir es von einem modernen Roguelite erwartet hätten. Da dürfen die Entwickler also ruhig noch ein paar Schippen drauflegen. Schließlich soll am Ende ein echter Top-Titel rauskommen, der dem großen Namen von Prince of Persia würdig ist. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Previews wurde uns eine Version des Spiels via Stream zur Verfügung gestellt.

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