Vorhang auf und Bühne frei für Zauberspiel und Gaukelei! "Batman Begins"-Regisseur Christopher Nolan schickt Christian Bale und Hugh Jackman in einen erbitterten Magier-Wettstreit mit tragischem Ausgang.
London gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der charismatische Robert Angier (Hugh Jackman, "Van Helsing") und der zurückhaltende Alfred Borden (Christian Bale, "Batman Begins") verdienen ihre Brötchen als Gehilfen eines mittelmäßigen Varieté-Zauberers. Zusammengebracht hat die so grundverschiedenen wie talentierten Illusionisten der geniale Trickingenieur Cutter (Sir Michael Caine).
Robert und Alfred geben sich während der Darbietung als unwissende Zuschauer, um später die entzückende Bühnenassistentin Julia (Piper Perabo) für den finalen Trick im gläsernen Wassertank fachgerecht zu verschnüren. Doch eines Tages geht die Sache schief. Julia kann sich nicht befreien und ertrinkt qualvoll vor den Augen des Publikums -- und ihres Ehemannes Robert Angier.
Freund oder Feind
Angier gibt Borden die Schuld an Julias Tod und erklärt ihm den Krieg. Fortan gehen beide getrennte Wege und versuchen sich mit immer spektakuläreren Auftritten gegenseitig die Show zu stehlen. Dabei schrecken sie weder vor gemeinen Sabotageakten auf der Bühne noch vor niederträchtigen Machenschaften im Privatleben zurück. So schickt Angier seine neue Gespielin und rechte Hand Olivia (Scarlett Johansson) ins Lager des verhassten Kontrahenten, um dessen geheime Aufzeichnungen zu entwenden. Aber Borden durchschaut das intrigante Vorhaben und nutzt es zu seinem Vorteil.
Der Wettstreit eskaliert, als Borden mit dem sensationellen Trick "Der teleportierte Mann" zum Superstar avanciert. Denn so schnell gibt sich Angier nicht geschlagen. Sein Ass im Ärmel ist der umstrittene Elektrotechniker Tesla (David Bowie), der eine sagenhafte, aber sehr gefährliche Erfindung sein Eigen nennt.
Doppelter Boden
Der rund 40 Millionen US-Dollar teure Streifen basiert auf dem Bestsellerroman "Das Kabinett des Magiers" (1995) aus der Feder des Science-Fiction-Autors Christopher Priest. Auch wenn Priest nicht in die Produktion miteingebunden war, bemühte sich der 36-jährige Filmemacher Christopher Nolan ("Memento", "Insomnia"), den Geist der Vorlage so adäquat wie möglich auf die Leinwand zu transportieren. Das Skript verfasste er gemeinsam mit seinem sechs Jahre jüngeren Bruder Jonathan.
Im Gegensatz zum komplexen Original, in dem sich das Duell der verfeindeten Künstler über mehrere Generationen erstreckt, sahen sich die Geschwister gezwungen, die Erzählung drastisch zu kürzen und zu vereinfachen. Die Grundstruktur und die Charaktere blieben aber weitgehend erhalten.
