Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger
Kolumne
Wann erscheint The Legend of Zelda: Breath of the Wild 2? Irgendwann zwischen jetzt und keine Ahnung! Was wird es anders machen als der Vorgänger? Nun, ohne jede Frage Dinge! Man sieht, es sind noch sehr viele Fragen offen zum potenziellen Nintendo-Hit. Das gibt Redakteur Lukas die Möglichkeit, seine zehn Wünsche an die Action-Adventure-Fortsetzung zu formulieren. Mit Video!
Wann erscheint The Legend of Zelda: Breath of the Wild 2? Nun, eines lässt sich wohl festhalten: Das mit dem Release im Weihnachtsgeschäft 2020 könnte knapp werden.
Ja, wie auch so viele andere wartende Fans des Vorgängers hatte ich mit einem Release im vergangenen Jahr spekuliert, doch daraus wurde nichts. Ob wegen der Pandemie, oder weil das Spiel einfach niemals für diesen Zeitraum geplant war, darüber kann man vortrefflich spekulieren.
Auf dieser Seite
- 1 Eine tiefgründigere, präsentere Geschichte
- 2 Ein besseres Progressionsgefühl
- 3 Keinesfalls die zerbrechenden Waffen aufgeben!
- 4 Bessere Dungeons
- 5 Richtige Items
- 6 Eine neue oder stark veränderte, belebtere Spielwelt
- 7 Eine verbesserte Map
- 8 Deutlich mehr und bessere Bosse
- 9 Schreine mit Wiedererkennungswert
- 10 Bitte kein Koop-Modus
Apropos spekulieren, beziehungsweise Wünsche formulieren: Das will ich in meiner Kolumne in dieser Woche tun, denn auch neue Infos zum Spiel gab es bis heute nicht; außer einem kurzen Update während der letzten Nintendo Direct, mit der sensationellen Enthüllung: "Joah kommt irgendwann, Infos vielleicht 2021". Toll!
Dann also stattdessen hier meine zehn Wünsche an The Legend of Zelda: Breath of the Wild 2 (jetzt kaufen ), die ganz bestimmt in Erfüllung gehen werden, denn ich bin mir sicher, Nintendo liest mit und macht sich Notizen.
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Übrigens: Schon vor geraumer Zeit hat Kollege Johannes ein Video mit Wünschen an Breath of the Wild 2 gemacht, aber mit zwei schweren Makeln: ohne meine wertvolle subjektive Sichtweise, außerdem waren es nur fünf statt zehn Punkten. Fünf! Pah, was für eine schwache Zahl.
Und falls ihr jetzt sagt "ich habe die letzten fünf Jahre unter einem Stein gelebt, was ist dieses Zelda: Breath of the Wild?", nun, dann lege ich euch meinen Test von anno dazumal ans Herz, in dem ich eine der bis dato höchsten Wertungen meiner Redakteurs-Karriere vergeben habe.
Über den Autor
Quelle: Lukas Schmid
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (1)
Lukas Schmid arbeitet seit 2010 in unterschiedlichen Funktionen bei Computec Media und damit bei PC Games, zuerst als Praktikant, anschließend als freier Mitarbeiter, dann als Volontär, Redakteur und inzwischen als Leitender Redakteur für pcgames.de, videogameszone.de, gamesaktuell.de und gamezone.de. Er liebt Action, Adventure, Action-Adventures, Shooter, Jump & Runs, Horror und Rollenspiele, mit Strategietiteln, den meisten Rogue-likes und Militärsimulationen kann man ihn jagen. Jeden Samstag um 09:00 teilt er euch in seiner Kolumne mit, was ihn gerade wieder nervt oder freut. Hasskommentare und Liebesbriefe gerne in die Kommentare unter der Kolumne, an [email protected] oder auf Twitter an @Schmid_Luki.
Eine tiefgründigere, präsentere Geschichte
Quelle: Nintendo
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (8)
So gut Breath of the Wild ist, in einer Hinsicht fand ich es sehr enttäuschend: Nach den Trailern im Vorfeld, vor allem dem famos inszenierten Story-Trailer, erwartete ich mir eine tiefgründige Erzählung, wie man sie in der Serie bis dato noch nie erlebt hatte.
Tja, umso ernüchternder war das Ergebnis, denn de facto verfügt das Spiel über kaum eine Geschichte. In der Zukunft lautet sie "geh zu Ganon und triff auf dem Weg ein paar Figuren", der Großteil wird durch Rückblenden 100 Jahre zuvor erzählt - und war auch nicht sonderlich interessant.
Das größte Problem ist aber eben, dass es keinerlei relevante Ereignisse gab. Wenn alles, was erzählt wird, schon lange passiert ist, dann tendiert die Spannung gegen Null.
Da muss die Fortsetzung gehörig mehr zu bieten haben, und der erste und bisher einzige Trailer verheißt das zumindest schon mal: Nachdem Link seine Erinnerung wiederhat und seine Vergangenheit kennt, gilt es nun, die Gegenwart zu erforschen und wahrscheinlich der sterblichen Hülle von Bösewicht Ganondorf den Garaus zu machen. Insofern: Ich bleibe skeptisch, weil ich schon einmal getäuscht wurde, bin aber zuversichtlich.
Ein besseres Progressionsgefühl
Dieser Punkt ist schon schwerer umzusetzen, denn einerseits will ich das Freiheitsgefühl von Breath of the Wild nicht mehr missen, andererseits war diese Freiheit auch ein Problem. Wenn man von Anfang an überall hingehen und alles machen kann, ist es schwer, Akzente und Highlights zu setzen. Kein Areal darf zu schwer, sein, sollte es irgendjemanden als erstes dorthin verschlagen, nichts darf abseits der Mini-Geschichten, die zu den vier Hauptdungeons führen, inhaltlich aufeinander aufbauen.
Quelle: Nintendo
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (9)
Das gilt sowohl auf erzählerischer als auch auf spielerischer Ebene. Das hat mich schon bei Zelda: A Link Between Worlds für den Nintendo 3Ds gestört, wo man die Dungeons in (fast) beliebiger Reihenfolge angehen konnte. Guckt man dann aber mal auf Ocarina of Time, Twilight Princess oder A Link to the Past, dann sieht man, dass die Dungeons dort immer komplexer anspruchsvoller werden, je weiter man gelangt.
Ich habe keine Lösung für dieses Problem, hoffe aber, dass Nintendo hier viel Arbeit investiert. Wenn jemand diesen Gordischen Knoten lösen kann, dann der Mario-Konzern.
Keinesfalls die zerbrechenden Waffen aufgeben!
Quelle: Nintendo
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (14)
Jetzt mache ich mich bei vielen Spielern unbeliebt, aber ich sage: Bitte, Nintendo, hört ja nicht auf die Nörgler und verbannt nicht die zerbrechenden Waffen aus dem Spiel! Ja, ich verstehe, dass das System manchmal nerven kann, wenngleich das bei mir eigentlich nie der Fall war.
Das ganze Konzept Breath of the Wilds baut aber eben darauf auf, dass man ständig improvisieren muss, die Augen nach Waffen offenhalten, auch mal Schwerter, Äxte und Co. nutzen, die einem eigentlich nicht liegen.
Ich fand den Flow aus Kämpfen - Wechseln - Suchen - Kämpfen insgesamt extrem befriedigend, und ich würde es sehr schade finden, würde er in Breath of the Wild 2 fehlen. Gerne kann man die Waffen von mir aus etwas robuster machen, obwohl ich schon das nicht notwendig fände, aber bitte nicht mehr als das.
Bessere Dungeons
Quelle: Nintendo
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (17)
Ja, die vier Hauptdungeons aus Breath of the Wild, beziehungsweise fünf, wenn man den Tempel aus dem DLC mitrechnet, sind schon kreativ. Die riesigen Titanen, deren Inneres man jeweils erforscht und dabei ihre Einzelteile herumbewegen kann, haben einige nette Ideen zu bieten. Allerdings: Sie sind alle sehr kurz, sie sehen sich sehr ähnlich und die Aufgabenstellung darin ist immer dieselbe, nämlich diverse Schalter betätigen. Naja.
Erst einmal: Etwas mehr Dungeons dürften es schon gerne sein, und idealerweise auch nicht mehr auf Titanen beschränkt. Die Welt Breath of the Wilds ist so toll gestaltet, ich will riesige, überwucherte Ruinensysteme erforschen und dann dort fast schon versehentlich in einen riesigen Untergrundtempel stolpern!
Dabei muss es nicht mal so sein, dass das Prinzip der alten Zeldas 1:1 zurückkehrt, auf Karte, Kompass, kleine und große Schlüssel kann ich schon verzichten. Und hey, immer gerne her mit den bewegbaren Dungeon-Elementen! Aber mehr Anspruch, eigenständige Rätsel und thematisch völlig unterschiedliche Areale dürfen es schon sein. Und bitte, bitte keine Schalterdrückerei mehr ...
Richtige Items
Quelle: PC Games
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (12)
Dieser Punkt steht im direkten Zusammenhang mit dem verbesserten Progressionsgefühl, den zerbrechlichen Waffen und den veränderten Dungeons. Denn ich will, dass klassische Items wieder zurückkehren.
Unbedingt sollen Kampfwaffen weiterhin zerbrechen, aber Enterhaken, Eisenstiefel, Grabehandschuhe und Co. würde ich zu gerne wieder sehen; Dinge, die eben dabei mithelfen, Dungeons und das Erforschen der Welt über die spaßigen, aber nicht gleichwertigen Modul-Fähigkeiten aus Breath of the Wild hinweg noch unterhaltsamer zu gestalten. Da wäre es aber auch fast unumgänglich, dass man diese nach und nach freischaltet, sonst hat man ja wieder das Problem, dass es statt Progressionsgefühl und Lernkurve einen gleichbleibenden Anspruchslevel gibt.
Wie erwähnt: Die Lösung für diesen Widerspruch habe ich auch noch nicht gefunden. Außerdem möchte ich eines klarstellen - ja, ich wünsche mir, wie man merkt, viele Elemente aus älteren Zeldas zurück, aber eben keineswegs, dass Breath of the Wild 2 das verliert, was den Erstling so besonders gemacht hat. Ich möchte, dass alte Qualitäten mit den neu gewonnen vermengt werden, und das Ergebnis könnte wirklich einzigartig sein.
Eine neue oder stark veränderte, belebtere Spielwelt
Quelle: Nintendo
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (5)
Am allerliebsten wäre wir für das nächste Zelda eine völlig neue Map. Hyrule ist toll, aber das, was das Erkunden so besonders macht, ist eben, dass man sie nach und nach kennenlernt und auf jeden virtuellen Meter etwas Neues entdeckt, was man erforschen will. Sollte es Link also in ein neues Land verschlagen - gerne!
Gut leben könnte ich aber auch mit der alten Map, die durch neue Gebiete ergänzt wird. Gemunkelt wird von einem riesigen Höhlensystem, dem ersten Trailer nach könnte das schon stimmen. Das finde ich zwar nicht ganz so reizvoll wie eine frische Oberwelt, aber hey, ich will mich nicht beschweren.
Sollte es alleine bei Hyrule bleiben, so sehe ich als einzige Möglichkeit, die Welt für Kenner des Vorgängers interessant zu machen, eine drastische Überarbeitung. Lasst ein paar Jahre vergehen, lasst die Bewohner Hyrules nach dem Verschwinden Ganons Städte wiedererrichten, Landmassive umgestalten, kurz, lasst keinen Stein auf dem anderen.
Und macht die Welt lebendiger. Die ausgestorbene Atmosphäre Breath of the Wilds ist stimmig und nicht störend, weil durch den Zustand der Welt erklärbar. Jetzt wünsche ich mir aber eine überlaufene Hyrule-Stadt, massig Siedlungen, viel mehr Reisende als zuvor.
Eine verbesserte Map
Quelle: Nintendo
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (15)
Das ist nur eine Kleinigkeit, für mich aber trotzdem ein wichtiger Faktor: Die Übersichtskarte muss viel besser werden! Außer Zoomen kann man in Breath of the Wild quasi nichts machen, keine Icons ein- oder ausblenden, keine Dinge sinnvoll hervorheben, kurz, sie ist in vielen Aspekten ziemlich unbrauchbar. Und es nervt ungemein, dass gewisse Einblendungen nur zu sehen sind, wenn man ganz, ganz nahe heranzoomt. Also: nachbessern! Das sollte nicht zu schwer sein und hätte ich mir eigentlich als Patch schon beim Vorgänger erwartet.
Deutlich mehr und bessere Bosse
Quelle: PC Games
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (16)
Die vier Ganon-Abspaltungen in den vier Titanen in Breath of the Wild sind als Bosse ... nett. Wie auch an anderen Stellen des Spiels liegt das Problem wieder an der großen Ähnlichkeit. Klar, sie erfordern verschiedene Strategien. Dafür sehen sie aber alle extrem gleich aus, anders als in früheren Zeldas, wo das Aufeinandertreffen mit den Dungeon-Obermotzen auch deswegen immer ein Highlight war, weil man nicht wusste, was einen erwartet.
Und: Mehr müssen es sein! Schön, dass man in der Welt noch auf andere Fieslinge wie Hinoxe, Leunen und Talose trifft, die wiederholen sich aber eben auch recht rasch. Aber das geht ja gut zusammen mit meinem Wunsch nach eigenständigeren Dungeons, und da Ganon besiegt ist, sollte er ja nicht mehr Abspaltungen ausschicken wie die Post Briefe (apropos, der Briefträger sollte auch wieder zurückkehren! - aber ich schweife ab).
Im Dschungel gibt's also ein pflanzenbasiertes Monster, am Vulkan eine Feuerbestie und im Wolkenpalast einen riesigen Flugrochen. Na schaut mal, mehr, als dass alle meine Wünsche erfüllt werden, braucht es gar nicht, damit ich glücklich bin!
Schreine mit Wiedererkennungswert
Quelle: Nintendo
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (6)
Anders als bei den Dungeons finde ich es bei den Schreinen gut, dass sie in beliebiger Reihenfolge absolviert werden können. Sie leben davon, dass man einfach über sie stolpert und sie dann auch auf jeden Fall absolvieren kann.
Was ich nicht gut finde: das ultralahme Design dieser Mini-Tempel. Alle haben sie diesen technischen, hellen, leicht übernatürlichen Look, was einmal nett ist, dann aber extrem schnell langweilt. Anders als bei den Dungeons finde ich nicht mal, dass hier im Vergleich zu Breath of the Wild spielerisch viel verändert werden muss, die Mini-Knobeleien funktionieren schon jetzt prima; nun gut, ein paar Kampf-Schreine weniger wären nicht schlecht.
Aber unterschiedlich aussehen sollen sie halt. Ich erwarte mir ja nicht mal für jeden Schrein (derer gibt es im Vorgänger ja satte 120 Stück) ein eigenes Design, aber wenigstens verschiedene Paletten. Feuer, Wald, Horror, Wolken, Wüste, Wasser und noch eine Handvoll mehr, und schon fühlt es sich ganz anders an, sobald man zu den Puzzleräumen hinabsteigt. Oh, eine Sache noch: Bitte keine Schreine mit Bewegungssteuerung mehr. Die waren fast allesamt nervig.
Bitte kein Koop-Modus
Quelle: Nintendo
Zelda: Breath of the Wild 2 - 10 Wünsche an den Switch-Nachfolger (18)
Zum Schluss mache ich mich noch einmal unbeliebt: Bitte, ich will keinen Koop-Modus sehen. Ich weiß, viele Fans wünschen sich das, dass also ein Spieler Link steuert und der andere Zelda. Zelda als alternative Spielfigur fände ich auch gut, aber eben eingebettet in eine reine Singleplayer-Erfahrung.
Es gibt so, so viele Koop-Spiele, warum soll man einem Abenteuer, welches davon lebt, dass man alleine die große, weite Welt erobert, da auf Teufel komm raus auch noch einen drüberstülpen? Zelda als NPC-Begleiterin, die einem bei Rätseln hilft, das ist eine klasse Idee, aber sobald diese Idee mit Koop im Hinterkopf entwickelt wird, kann man sich schon mal sicher sein, dass die Einzelspielererfahrung darunter leiden wird, weil sie dann der Kompromiss ist und nicht der Fokus.
Liegt das daran, dass ich ein alter, mürrischer Eigenbrötler bin? Auch! Aber ich habe auch recht. So.
Hat euch ein Punkt gefehlt? Seht ihr etwas völlig anders als ich? Und findet ihr, dass ich meinen Job aufgeben sollte, weil ich die zerbrechenden Waffen aus Breath of the Wild gut finde? Verratet es mir in den Kommentaren!
