The Legend of Zelda: Link's Awakening in der Vorschau, Seite 2 - Weltgestaltung, Story, Gameplay
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"Oh, Eiland Cocolint! Bist nur eine Illusion ... Die Menschen, die Monster, das Meer, der Himmel sind nur ein ... Traum des Windfisches!" Gar kein Traum hingegen, sondern wunderbare Realität: The Legend of Zelda: Link's Awakening bekommt noch im Verlauf dieses Jahres ein wunderschönes, technisch grundüberarbeitetes Remake für die Nintendo Switch spendiert! Wir nehmen den Titel in der Vorschau unter die Lupe.
In diesem Artikel
So viel zu dem, was neu und verändert ist, doch was bleibt gleich? Nachdem die Geschichte des Abenteuers mit eine der besten in der gesamten Zelda-Reihe ist, rechnen wir nicht damit, dass Nintendo hier große Experimente wagt - wozu auch? Angesiedelt nach den Ereignissen vonA Link to the Past und den beiden Oracle-Titeln, landet Link nach einem Bootsunfall auf der Insel Cocolint. Eine seltsame Magie bannt ihn dort, ausgehend von einem riesigen Ei, welches für alle zu sehen auf einem Berg über dem Eiland thront. Darin soll der legendäre Windfisch schlafen und seit Äonen träumen, der, so die Legende, alles Leben auf den Insel erschaffen hat.
Ein Traum von einem Abenteuer
Links Aufgabe: Den Windfisch wecken. Er muss ihn nämlich wecken, um diese Insel wieder verlassen zu können ... Kennern des Originals haben wir mit diesem letzten Satz hoffentlich ein Lächeln entlocken können! Der Weg zu Links Ziel ist steinig und serientypisch geprägt von jeder Menge Dungeons; mehr noch aber von einer Fülle an allerhand obskuren und teilweise schlicht verrückten Figuren und Lebewesen. Ein Krokodil mit Hunger auf Dosenfutter gefällig?
Oder wie wäre es mit einem Städtebau-Experten, der eine Affäre mit einer humanoiden Ziege hat? Ein Nilpferd, das sich als Aktmodel verdingt? Eine alte Frau, die ihre Lebenssinn im Fegen des Dorfbodens sieht? Ein alter Mann, der nicht mit uns reden will, außer, wir rufen ihn an? In Sachen Kreativität macht Link's Awakening kaum jemand was vor und es spricht für den Titel, dass wohl er es war, der spätere bizarre Zelda-Elemente und -Figuren wie Tingle, die Bauarbeiter aus Ocarina of Time, die Grusel-Zwischensequenz aus Twilight Princess (ja, genau die!) und den Bösewicht Zanto erst ermöglichte.
The Legend of Zelda und seltsamer Kram, das passt einfach noch viel besser, als man meinen mag! Umso beeindruckender, dass das Inselabenteuer nichtsdestoweniger gleichzeitig eine der melancholischsten Erzählungen der Reihe mit sich bringt, eine, die sich mit Fragen der Identität und dem Sinn des Lebens beschäftigt und in der auch der Tod kein Tabuthema ist. Ein zutiefst kniffliger, aber wirklich rundum perfekt gelungener Balanceakt! Wir hoffen stark, dass diese Qualitäten im Remake genauso gut rüberkommen, machen uns da aber keine ernsthaften Sorgen. Nintendo weiß den Wert der Erzählung bestimmt einzuschätzen.
Ein Zelda ist ein Zelda ist ein Zelda
Und spielerisch? Nun, da bleibt uns nicht viel anderes zu sagen als: Es ist 2D-Zelda! Ausgehend davon, dass Nintendo die Struktur des Spiels nicht durch unangekündigte, revolutionäre Veränderungen völlig über den Haufen werden wird, weiß jeder, der schon einmal ein Spiel der Reihe gespielt hat, was ihn erwartet. Wir erforschen eine Oberwelt, lösen Aufgaben und schlagen uns nacheinander zu einer bestimmten Anzahl an Dungeons durch, im spezifischen Falle acht. Für den Kampf stehen uns diverse Items wie Schwert und Schild, Pfeil und Bogen, Bumerang, Bombern und mehr zur Verfügung, sobald wir sie im Story-Verlauf erhalten haben.
Andere Items sind für Rätsel relevant, manche Gegenstände für beides. Vor allem in den Tempeln, aber auch in der offenen Welt gilt es Rätsel zu knacken, um voranzukommen. Zusätzlich erwarten uns Tauschquests, Sammelgegenstände und allerlei optionale Nebenquests, für die wir mit besonders mächtigen Items belohnt werden. In Sachen Weltgestaltung kann sich Link's Awakening sehen lassen, allerdings ist Cocolint ziemlich winzig - und dürfte durch das neue, freie Scrolling noch kleiner wirken.
Mehr Herzen für Link?
Wir sind gespannt, wie die Entwickler mit diesem Umstand umgehen. Überhaupt ist das Abenteuer definitiv nicht das längste der Reihe. Wie erwähnt, bleibt abzuwarten, ob und wie Nintendo hier mit neuen Inhalten das ursprüngliche Erlebnis erweitern will. Und was ist mit dem zusätzlichen, Farbe-basierten Dungeon, den es nur in der Game-Boy-Color-Fassung des Titels gibt? Ist er wieder mit an Bord? Fragen über Fragen. Eine relativ einfache Weise, für zusätzlichen Content zu sorgen, wären neue Herzteile. Insgesamt gibt es im Original nur 14 Herzcontainer und gar nur zwölf versteckte Herzteile, die zu drei Herzcontainern für mehr Lebensenergie zusammengesetzt werden.
Die in den meisten Spielen üblichen 20 Herzcontainer könnten für 24 neue Herzteile und somit jede Menge neue Sidemissions genutzt werden. Aber egal, ob The Legend of Zelda: Link's Awakening ein 1:1-Remake wird oder Nintendo mit neuen Inhalten nur so um sich wirft: Dass es richtig gut wird, steht unserer Meinung nach außer Frage. Der noch nicht näher spezifizierte Releastetag noch in diesem Jahr kann gar nicht schnell genug kommen.
