The Legend of Zelda: Link's Awakening: Geniale Rückkehr nach Cocolint - Vorschau zum vielversprechenden Remake
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"Oh, Eiland Cocolint! Bist nur eine Illusion ... Die Menschen, die Monster, das Meer, der Himmel sind nur ein ... Traum des Windfisches!" Gar kein Traum hingegen, sondern wunderbare Realität: The Legend of Zelda: Link's Awakening bekommt noch im Verlauf dieses Jahres ein wunderschönes, technisch grundüberarbeitetes Remake für die Nintendo Switch spendiert! Wir nehmen den Titel in der Vorschau unter die Lupe.
Nintendo-Fans sind schon ein seltsames Völkchen. Dass Nintendo irgendwann in absehbarer Zeit ein neues isometrisches Zelda-Abenteuer vorstellen würde, galt schon lange als wahrscheinlich. Ebenso brodelte die Gerüchteküche ob eines Remakes zu The Legend of Zelda: Link's Awakening (jetzt kaufen 49,72 € ) schon lange vor sich hin.
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Und trotzdem waren alle - uns eingeschlossen - nicht nur zutiefst erfreut, sondern auch ehrlich überrascht, als Nintendo im Rahmen der vergangenen Nintendo Direct die Entwicklung offiziell machte und einen ersten Trailer zeigte.
Vielleicht, weil wir insgeheim alle davon ausgegangen waren, dass Nintendo den Weg des geringsten Widerstandes gehen und den Titel einfach in der Engine von The Legend of Zelda: A Link Between Worlds ohne viel Mühe auf den 3DS portieren würde. Aber nein, stattdessen kommt das Abenteuer in völlig neuer Optik auf die Nintendo Swich - die Zeit des Dualbildschirm-Handhelds scheint endgültig zu Ende zu gehen.
Inseltrip im neuen Glanz
Wir beschweren uns definitiv nicht, denn dank der Hardwarepower der Switch sieht das Spiel besser aus, als es auf dem 3DS jemals hätte aussehen können. Und was für einen bezaubernden Stil die Entwickler gewählt haben! Nach der toll gemachten Einleitungssequenz im Anime-Look erwartet uns ganz klassisches isometrisches Gameplay. Allerdings wirkt das Geschehen so, als wäre es direkt einem Diorama entsprungen: sehr plastische Objekte prägen das Bild, ein hübscher Unschärfe-Filter macht den Unterschied zwischen Elementen um uns herum und in der Ferne respektive im Vordergrund deutlich.
Fast möchte man hineingreifen und Freund, Feind und Fels mit den Händen umstellen wie in einem Spielzeugbausatz - und damit kommen wir auch zum größten und tendenziell einzigen ernsthaften Kritikpunkt, welchen manche Fans nach dem Betrachten des ersten Trailers hatten: Link selbst sieht ebenfalls fast ein wenig wie eine Spielzeugfigur aus. Statt seines in den letzten paar Spielen der Serie meist sehr expressiven Gesichtes, werden Augen, Nase und Mund hier mit relativ simplen schwarzen Texturen dargestellt.
Wir können die Bedenken derjenigen, die mit dieser Designentscheidung nichts anfangen können, durchaus nachvollziehen, teilen sie aber nicht. Unserer Meinung nach fängt der neue Stil des Geist des Originals - und bei dem war von Mimik natürlich noch nicht einmal ansatzweise die Rede - clever ein. Zudem finden wir es gut, dass Nintendo seit The Wind Waker in Sachen Grafik bei Zelda immer wieder völlig Neues wagt.
Alles so wie damals?
Bezüglich des Sounds können wir uns bis dato natürlich nur auf die Eindrücke aus dem Trailer berufen, doch es ist offensichtlich, dass die Zeiten der vor sich hin dudelnden Midi-Klänge Geschichte sind. Link's Awakening verfügte schon immer über einige der ikonischsten Zelda-Melodien, allerdings kamen sie aufgrund der technischen Limitationen nie ideal rüber - bis jetzt. Das Hauptthema der Reihe, welches im Trailer hauptsächlich zu hören ist, klingt klasse und die ersten Klänge der neuinterpretierten Ballade vom Windfisch, der wichtigsten Melodie im Spiel, sorgten bei uns für eine wohlige Gänsehaut.
Wie damals, aber besser! - das trifft auf die Technik zu, das trifft auf die Musik zu und dem bisherigen Anschein nach auch auf das Gameplay. Tatsächlich zeigt der Remake-Trailer bisher kein einziges Element, welches nicht auch schon im Original vorhanden war, abseits winziger Anpassungen wie leicht veränderter Gegnerpositionen. Wir sind schon gespannt, ob die Macher tatsächlich die Struktur des Abenteuers völlig unangetastet lassen oder die großen Überraschungen einfach noch nicht enthüllen wollten. Eine zusätzliche Insel? Weitere Dungeons? Neue Items? Das ist genausogut möglich wie ein Remake im klassischen Sinne des Wortes.
Alle Hände voll mit Items
Und beides ist legitim, denn im Gegensatz etwa zu einem Metroid 2: Return of Samus, welches für das Remake Metroid: Samus Returns dringend einer Generalüberholung bedurfte, ist Link's Awakening deutlich besser gealtert. Auch heute noch macht es Spaß, über die Insel Cocolint zu streifen! Die Anpassungen, die getroffen wurden und die schon jetzt offensichtlich sind, betreffen insofern auch ausschließlich Komfortfeatures. So ist es im Jahre 2019 freilich nicht mehr notwendig, zwischen kleinen, statischen Bildschirmen zu wechseln.
Stattdessen hängt (offenbar) die gesamte Oberwelt nun zusammen und die Übergänge sind vollkommen fließend; anders als in den Dungeons, deren Aufbau es manchmal erfordert, auf ein kleines Teilgebiet beschränkt zu sein. Da im Trailer noch keine Bildschirmeinblendungen zu sehen sind, können wir es noch nicht mit Sicherheit sagen, aber man kann zudem fest davon ausgehen, dass man im Remake mehr als zwei Items auf einmal ausrüsten kann. Das ging anno dazumal nicht anders, da der Game Boy nur über zwei Action-Buttons verfügt. Mit vier Frontknöpfen und vier Schulterbuttons darf man hier auf deutlich weniger Herumgefrickel im Item-Menü hoffen.
