The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Test zum Story-DLC

Test Lukas Schmid
The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Test zum Story-DLC
Quelle: Nintendo

Test zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild - die Ballade der Recken: Noch einmal zurück in die Wildnis - der finale DLC zu Breath of the Wild, Die Ballade der Recken, enttäuscht bezüglich der Story, wartet aber mit mehreren Stunden neuem Zelda-Gameplay auf. In unserem Review zum Zusatzinhalt klären wir darüber auf, ob das reicht, um Fans des Spiels zufrieden zu stellen.

Wer bereit war, zusätzlich zum Anschaffungspreis von The Legend of Zelda: Breath of the Wild (jetzt kaufen 57,59 € ) für Nintendo Switch oder die betagte Wii U weitere 20 Euro zu investieren, konnte sich den sogenannten Erweiterungspass zulegen - ein anderer Ausdruck für Season Pass. Das "Besondere" daran war und ist aber die Tatsache, dass man sich genannten Pass kaufen muss, um auf die Download-Inhalte des Spiels zuzugreifen - sich nur einen einzelnen DLC zu kaufen, ist also nicht möglich. Der zweite Zusatzinhalt, Die Ballade der Recken, wurde von Anfang an dank neuer Story-Inhalte und generell mehr Content aber als wichtiger beworben als der erste DLC, Die legendären Prüfungen. Leider bleibt er allerdings in mancher Hinsicht hinter den Erwartungen zurück und schafft es nicht, das brillante Hauptabenteuer auf signifikante Art und Weise zu erweitern.

Handlungsbedarf

& Im Laufe der Erweiterung bekommnen wir Flashbacks zu sehen, welche die Handlung aber kaum erweitern. Quelle: PC Games & Im Laufe der Erweiterung bekommnen wir Flashbacks zu sehen, welche die Handlung aber kaum erweitern. Anstatt in ein neues Gebiet oder in eine andere Epoche als im Hauptspiel verschlägt es uns ins Hyrule, wie wir es bereits aus dem Hauptspiel kennen. Anstatt vor oder nach den Ereignissen dort anzusetzen, finden die neuen Ereignisse direkt vor dem Kampf gegen die Verheerung Ganon statt und können in Angriff genommen werden, sobald man die vier Titanen erforscht und die Bosse darin bezwungen hat. Und anstatt irgendwie kreativ an die neuen Aufgaben herangeführt zu werden, ist es die sattsam bekannte Stimme aus dem Himmel, die uns sagt, dass es neue Dinge zu erledigen gibt - das hätte man interessanter lösen können! Die neue Handlung, die man erzählt bekommt, beschränkt sich weiterhin auf kurze Flashbacks, die erneut Zelda im Zusammenspiel mit den vier Champions Daruk, Mipha, Revali und Urbosa zeigen, aber die Ereignisse aus dem Hauptspiel in keinster Weise fortführen oder neue, interessante Einblicke erlauben. Es sind mehr oder minder willkürlich gewählte Momente, welche die Champions etwas näher vorstellen, sonst aber keinen Zweck haben. Sehr schade und eine vergeudete Chance!
Spielerische Überraschungen erwarten uns in den 16 neuen Schreinen und dem neuen Dungeon nicht, sie sind aber durch die Bank gut gestaltet und machen Spaß. Quelle: PC Games Spielerische Überraschungen erwarten uns in den 16 neuen Schreinen und dem neuen Dungeon nicht, sie sind aber durch die Bank gut gestaltet und machen Spaß.

Hyrule's Angels

Auf spielerischer Ebene sieht es zum Glück deutlich besser aus. Als Schätze hinter relativ einfach zu lösenden Fundort-Hinweisen in der Welt versteckt finden sich neue Kostüme und es gibt die Möglichkeit, jederzeit ein Pferd herbeizurufen - nett, aber in ähnlicher Machart bereits aus dem letzen DLC bekannt. Wesentlich spannender ist die neue Hauptquest-Reihe, die insgesamt 16 zusätzliche Schreine und einen weiteren Titanen umfasst sowie grob in drei Akte gegliedert ist. Akt 1 ist dabei der schwächste und schickt uns zurück aufs Große Plateau, wo wir vier Schreine absolvieren müssen - mit der zusätzlichen, mehr nervigen als herausfordernden Auflage, dass uns bereits ein gegnerischer Treffer ins virtuelle Nirwana befördert. Akt 2 stellt das Highlight des DLCs dar und schickt uns hinaus in die weite Welt, wo wir Hinweise richtig lesen und insgesamt zwölf weitere Schreine entdecken müssen.
Als finale Belohnung des DLCs wartet der Eponator Zero auf uns. Mit dem Motorrad durch Hyrule zu düsen, macht durchaus Laune! Quelle: PC Games Als finale Belohnung des DLCs wartet der Eponator Zero auf uns. Mit dem Motorrad durch Hyrule zu düsen, macht durchaus Laune!
Das macht richtig Spaß, lediglich die Tatsache, dass als Abschluss von jeweils drei Schreinen erneut ein altbekannter Boss aus dem Hauptspiel bezwungen werden muss, ist etwas lahm. Akt 3 schließlich wartet mit dem erwähnten neuen Titanen auf und schließt die Ballade der Recken ab. Die Rätsel im Quasi-Dungeon machen Laune, erinnern aber wie fast alles im DLC stark an das, was man schon aus dem Hauptabenteuer kennt. Immerhin, die finale Herausforderung am Ende des Schreins ist echt gelungen und als Belohnung für unsere Mühen gibt's den coolen Eponator Zero, ein Motorrad, mit dem wir fortan rasant durch Hyrule düsen dürfen. Auch wenn das nur bedingt sinnvoll ist, da man das Land zu diesem Zeitpunkt schon weitestgehend erforscht haben dürfte - eine tolle Ergänzung ist der flinke Flitzer definitiv!

Meinung

Wertung zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Die Ballade der Recken (NSW)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Gut gestaltete neue SchreineSinnvolle, kleine Verbesserungen
Keine nennenswerten neuen Story-EinblickeKaum neue Ideen
Fazit

An und für sich eine gute Erweiterung, hätte man aus dem DLC noch mehr machen können.

Bildergalerie

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