Die Entstehungsgeschichte von Zelda: Breath of the Wild, Seite 2
Special
Mit mehr als 17,8 Millionen verkauften Einheiten ist The Legend of Zelda: Breath of the Wild das bisher erfolgreichste Zelda-Spiel überhaupt. Um den dritten Geburtstag des Switch- und Wii-U-Hits gebührend zu zelebrieren, blicken wir in unserem großen Special zurück auf die knapp fünfjährige Entstehungsgeschichte.
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Eine weitere, zumindest für Nintendo-Verhältnisse fast schon revolutionäre Neuerung, ist die Einführung von Sprachausgabe. "Breath of the Wild unterstützt acht verschiedene Sprachen", resümiert Aonuma. "Spieler aus Europa sagen mir immer wieder, dass ihre Kinder einige Spiele nicht ohne Hilfe spielen können, wenn das Spiel keine für sie verständliche Sprachausgabe hat. Also taten wir unser Bestes, um möglichst viele Sprachspuren anzubieten. Da wir mit den Lokalisierungsarbeiten schon früh anfingen, konnten wir letztendlich ein Spiel ausliefern, das sich an Menschen in verschiedensten Sprachregionen richtet". Apropos Sprachausgabe: Seit dem im Mai 2017 veröffentlichten Update ist es problemlos möglich, im Spiel zwischen verschiedenen Tonspuren zu wechseln, ohne dafür die Systemsprache umstellen zu müssen.
Und die Inspirationen für das Design des Sheikah-Steins, die mysteriösen Schreine und die vielen anderen historischen Objekte in Hyrule? Die stammen aus der Jōmon-Zeit - einer vergleichsweise unbekannten Epoche aus Japans Geschichte, die Historiker in etwa auf die Zeit 1000 bis 300 vor Christus datieren. "Die Jōmon-Periode hat viele mystische und wundersame Nuancen, die wir sehr ansprechend fanden", so Art-Direktor Takizawa.
Es ist vollbracht
Nach mehreren Terminverschiebungen ist es dann am 3. März 2017 endlich soweit: The Legend of Zelda: Breath of the Wild (jetzt kaufen 57,59 € ) erscheint sowohl für Wii U als auch Nintendo Switch und begeistert SpielerInnen und Kritiker auf der ganzen Welt. Binnen kurzer Zeit summiert sich die internationale Durchschnittswertung auf dem Portal Metacritic.com auf 97 von 100 Punkten. Eine Traumwertung, die das Spiel gleichzeitig auf Platz 1 einer ebenfalls von Metacritic erhobenen Top-10-Liste "Die besten Videospiele der Dekade" katapultiert.
Quelle: Nintendo
Allein auf den The Game Awards 2017 staubte Breath of the Wild drei Auszeichnungen ab: Eine für das Spiel des Jahres, eine für das beste Actionabenteuer und eine für die beste Spieldirektion.
Rekordverdächtig sind auch die wenig später eintrudelnden Verkaufszahlen. Allein in den USA gehen im ersten Monat 925.000 Einheiten der Switch-Version sowie 75.000 Einheiten der Wii-Fassung über die Ladentische. Weltweit betrachtet kommen nochmal 2,76 Millionen Switch-Exemplare sowie 1,08 Millionen Wii-U-Versionen obendrauf. Und der Run auf das Action-Adventure reißt auch danach nicht ab: Zum zweiten Geburtstag vermeldet Nintendo stolz 14,27 Millionen systemübergreifende Verkäufe, wobei allein 12,77 Millionen davon der Switch zuzuordnen sind. Stand heute konnte Nintendo bereits mehr als 17,8 Millionen Einheiten umsetzen. Zum Vergleich: Der vorherige Zelda-Spitzenreiter Ocarina of Time 3D für den Nintendo 3DS liegt bei 13,22 Millionen Einheiten.
Worum geht es im Sequel zu Breath of the Wild?
Das Phänomen The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist damit aber noch längst nicht zu Ende. Im Gegenteil: Während der Nintendo Direct zur E3 2019 kündigen die Japaner eine offizielle Fortsetzung an. Der 86-sekündige Trailer macht die Runde wie ein Lauffeuer und zeigt Link und Prinzessin Zelda, die zusammen mit einem Büffel-ähnlichen Tier ein düsteres Höhensystem durchqueren. Dabei stoßen sie auf eine zerstörte Brücke und müssen den Weg zu zweit fortsetzen. In der darauffolgenden Szene entdeckt das Duo eine zu Tode erstarrte Person mit Siegel auf der Stirn, die von einer glühenden Hand zu Boden gedrückt wird.
Als Link mit einem Energiefeld in Kontakt kommt, strömt Energie durch die unterirdische Halle, der Boden bricht ein und Zelda stürzt in die Tiefe. Dann der Schock: Die gruselig anmutende Leiche erwacht zum Leben, dreht ihren Kopf und starrt Zelda mit rötlich glühenden Augen direkt an. Abschließend ein letzter Kamerawechsel. Er zeigt Schloss Hyrule vom Großen Plateau aus und wie es sich - begleitet von Qualmwolken - langsam, aber sicher aus dem Boden erhebt. Was bleibt, sind Fragen über Fragen, die die Community seither hitzig diskutiert. Handelt es sich bei der erweckten Person um Bösewicht Ganondorf in seiner Gerudo-Form? Wer oder was ist die Hand, die später auch Link vor einem Fall in die Tiefe rettet? Was haben die seltsamen Wandmalereien zu bedeuten, in denen ein Dreizack tragender Ganondorf angedeutet wird? Wieso trägt Zelda diesmal kurze Haare? Und vor allem: Wird es eventuell sogar einen Koop-Modus geben?
Quelle: Nintendo
Im auf der E3 2019 angekündigten Sequel zu The Legend of Zelda Breath of the Wild erwacht diese furchteinflößende Kreatur wieder zum Leben. Ist es Ganondorf in seiner Gerudo-Form
Vielleicht noch wissenswert in diesem Zusammenhang: Reddit-Nutzer BobisTheWise behauptet, das Spiel bereits gespielt zu haben und meint, bei dem Erweckten handele es sich nicht um Ganondorf, sondern um Zanto, den Herrscher des Schattenreiches. Begründung: Spielt man den Trailer des Spiels rückwärts ab, werden dort nicht nur akustische Verbindungen zum ersten NES-Ableger deutlich, sondern auch zu Zantos Musik aus Twilight Princess. Doch egal, worauf es am Ende hinausläuft: Fakt ist, dass Nintendo die Serie mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild neu definiert und mit dem Nachfolger schon jetzt ein ganz heißes Eisen im Feuer hat. Wann genau die Fortsetzung erscheint, wird im Trailer übrigens nicht verraten. Ein cleverer Schachzug, denn so setzen sich die Macher - anders als beim Original - zeitlich nicht selbst unter Druck. Gleichzeitig darf man nicht vergessen: Das Technikgrundgerüst ist mittlerweile etabliert und muss nur noch angepasst werden. Es erscheint also durchaus realistisch, dass die Entwicklung diesmal nicht fünf, sondern vielleicht nur vier Jahre in Anspruch nimmt. Demzufolge erscheint ein Release im Jahr 2021 realistisch.
Und eure Meinungen und Wünsche zum Sequel? Schreibt sie uns in die Kommentare!
Extra: 15 spannende Details zu Zelda: Breath of the Wild
The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist vollgestopft mit kleinen Details, die man zunächst leicht übersieht. Hier eine Übersicht der Dinge, die bei Spielern für zahlreiche Wow-Momente gesorgt haben.
- Die Laserstrahlen der spinnenähnlichen Wächter-Einheiten können mit einem Schild reflektiert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass das Timing stimmt.
- Werft ihr ein abgenutztes Schwert auf bestimmte Feinde, verschlingen sie es und spucken wenig später eine praktisch nagelneue Waffe aus.
- Fackeln spenden Wärme: Hält man sie in kalten Umgebungen der Spielwelt in der Hand, benötigt man keine Schutzkleidung oder Tränke. Funktioniert übrigens auch mit einem Feuerstab.
- Haltet ihr euch in der Wüste im Schatten auf, sinkt die Temperaturanzeige leicht ab.
- Feuert ihr zweimal ins Auge des Zyklopen-ähnlichen Gegners Hinox, schützt der sein Auge mit seiner linken Hand. Beschießt ihr die Panzerung an seinem Bein dagegen mit Feuerpfeilen, verschwindet diese. Greift ihr den Hinox dann an, nimmt er mehr Schaden.
- Während ihr durch die Luft gleitet, könnt ihr Bomben abwerfen.
- Lynel sind Zentauren-ähnliche Minibosse. Mit viel Geschick kann man sogar für kurze Zeit auf ihrem Rücken reiten.
- Das Gestein rund um Death Mountain ist kochend heiß. Lasst ihr in dieser Gegend rohes Fleisch auf den Boden fallen, transformiert es sich auf Anhieb in ein leckeres, gekochtes Steak.
- Einer der aufmerksamsten NPCs im Spiel ist Brigo. Beobachtet er Link dabei, wie er sich auf die Seite einer Brücke stellt, meldet er sich sofort zu Wort: "Warte ne Minute! Bitte, denk darüber nach, was du gerade tust."
- Beschießt Link eine Metallkiste mit einem Strompfeil, erzeugt er ein elektromagnetisches Feld, das Feinden im Einzugsgebiet Schaden zufügt. Feuert ihr einen Strompfeil dagegen ins Wasser, sterben die Fische darin - sofern sie sich im Radius des Stromschlags befinden.
- Schneebälle verhalten sich im Spiel so, wie man es erwarten würde: Lässt man sie einen verschneiten Hang runterkullern, bleibt immer mehr Schnee an ihnen haften und sie werden immer größer.
- NPCs reagieren auf Links aktuelles Outfit und sprechen ihn bisweilen in Dialogen darauf an.
- Wird ein von euch in den Händen gehaltenes Huhn durch einen Gegner getroffen, eilen die Artgenossen des Federviechs heran, um den Gegner für sein Verhalten zu bestrafen. Letztendlich kann man Hühner mit diesem Trick als Waffe einsetzen. Sie reagieren zudem sehr nervös, wenn man mit einer Waffe in ihrer Nähe herumfuchtelt. Manche legen dabei sogar ein Ei.
- Schlafende Hinox-Riesen kratzen sich hin und wieder mit ihrer Hand am Bauch. Stellt man sich vorher ganz vorsichtig darauf, hebt euch die Kreatur - ohne dadurch aufzuwachen - auf ihren Wanzt. Dort angekommen, könnt ihr dann zu ihrer Halskette schleichen und diese stibitzen.
- Je länger es regnet, desto mehr füllen sich Pfützen in der Spielwelt mit Wasser. Zieht dagegen die Sonne auf, vertrocknet das Wasser langsam wieder.
