The Italian Job - Jagd auf Millionen

Test Marc Kirzeder

Heiße Ware - schnelle Flitzer: In dem Remake des Klassikers von 1969 stehlen drei tiefer gelegte Minis aus Bayern beinahe den Hauptdarstellern Mark Wahlberg und "Oscar"-Preisträgerin Charlize Theron die Schau

The Italian Job - Jagd auf Millionen Spektakuläre Verfolgungsjagden sind aus Hollywood-Produktionen nicht mehr wegzudenken. Im Jahr 1969 definierte jedoch ausgerechnet ein englischer Film den Standard für die rasanten Materialschlachten neu. In "The Italian Job -- Charlie staubt Millionen ab" (siehe Kasten rechts) lieferte sich Michael Caine alias Charlie Croker eine legendäre Hetzjagd mit der Polizei. Anstelle von schnittigen PS-Monstern kamen dabei die wendigen Minis des englischen Autofabrikanten Cooper zum Einsatz.

Im Remake von Regisseur F. Gary Gray schlüpft das Ex-Unterwäsche-Model Mark Wahlberg in die Rolle des Gentleman-Gangsters Charlie Croker. Zusammen mit seinem Mentor John Bridger (Donald Sutherland) und seiner Gang landet er in Venedig einen Super-Coup und erbeutet Goldbarren im Wert von 37 Millionen Dollar. Dann geschieht etwas Unerwartetes: Sein Partner Steve (Edward Norton) entpuppt sich als skrupelloser Verräter. Er verlädt die unbewaffneten Räuber und verschwindet mit dem Diebesgut.

Charlie und seine ehrenwerten Ganovenkollegen machen sich ein Jahr später auf, dem ehrlosen Steve das Gold wieder abzujagen. Die Bande braucht allerdings noch einen versierten Safeknacker. Charlie lädt Stella (Charlize Theron), die attraktive Tochter von Bridger, ein, bei dem Vorhaben mitzumachen. Da Stella mit Steve noch eine Rechnung zu begleichen hat, nimmt sie das Angebot an. Beim großen Showdown in Los Angeles spielen -- analog zum Vorbild von 1969 -- die flinken Minis eine wichtige Rolle ...

Die Doppel-DVD zur 60-Millionen-Dollar-Produktion bringt ein qualitativ hochwertiges Bild und neben einer kraftvollen deutschen 5.1-Abmischung auch eine deutsche dts-Tonspur mit. Das Bonusmaterial befindet sich auf Disc zwei. Die Zugaben sind sämtlich mit deutschen Untertiteln ausgestattet. Im Making of "The Italian Job -- Jagd auf Millionen" (ca. 18 Min.) kommt hauptsächlich Regisseur F. Gary Gray ("Friday") zu Wort und berichtet von den Vorbereitungen und Dreharbeiten. Des weiteren gibt es sechs deleted Scenes (ca. 8 Min.) und vier Featurettes (ca. 25 Min.) zu sehen.

Diverse Texttafeln informieren über Cast und Crew, erlauben einen Einblick in die Produktionsnotizen und stellen den Originalfilm "The Italian Job -- Charlie staubt Millionen ab" vor. Als wären die Minis nicht bereits im Film ausreichend werbewirksam in Szene gesetzt worden, hat man zusätzlich drei Spots mit den kleinen Flitzern unter die Extras gemogelt. Diverse Texttafeln, eine Slideshow mit vielen Bildern vom Set sowie ein CD-ROM-Teil vervollständigen das Zusatzmaterial. Auf Audiokommentare hat man verzichtet.

Fazit

Film-Check: F. Gary Gray nimmt es bei seiner Neuverfilmung nicht so genau und interpretiert die Vorlage von '69 großzügig neu. Mark Wahlberg gibt einen sympathischen Gentleman-Gangster und hat mit Charlize Theron, Edward Norton und Donald Sutherland überzeugende Partner. Einzig die übertriebene Präsentation der Kleinwagen stößt kritischen Naturen sauer auf.
DVD-Fazit: Der Actionstreifen reiht sich in die Riege gewitzter Gangsterfilme à la "Der Clou", oder "Ocean's Eleven" ein und erhebt keinen Anspruch auf Tiefgang. Das tut der Unterhaltung jedoch kaum Abbruch. Bild und Ton der DVD sind absolut Heimkino-tauglich. Die Doppel-DVD ist mit ca. 90 Min. Boni gut ausgestattet, auch wenn das Fehlen eines Audiokommentars zu beklagen ist.

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