The Crew Motorfest im Test: Forza auf Hawaii

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The Crew Motorfest im Test: Forza auf Hawaii
Quelle: Ubisoft / Medienagentur plassma

Ubisoft will es noch einmal wissen: Mit Motorfest geht The Crew in die dritte Runde und biedert sich endgültig den Fans von Forza Horizon an. Wir klären im Test, ob das Rennspiel den großen Konkurrenten einholen kann oder ihm doch nur wieder hinterherfährt.

Viel Lob ernten auch die Grafik und die allgemeine technische Umsetzung: Die Spielwelt wirkt dicht besiedelt und stemmt mühelos dutzende von Fahrzeugen, die über die Straßen flitzen.

Zwar könnte die Kulisse ein paar verspielte Animationen vertragen, und so manche Bodentextur wirkt arg flach, wenn man sie genau betrachtet. Jedoch werdet ihr diese kleinen Mängel kaum wahrnehmen, während ihr mit bis zu 250 Sachen über die Straßen brettert und im Rausch der Geschwindigkeit alles um euch herum vergesst.

Arcade anstatt Simulation

Überhaupt möchte The Crew Motorfest bewusst brachial und einfach sein: Die Fahrzeugsteuerung ist erstaunlich simpel und orientiert sich eher an einem GTA 5 als an Forza Motorsport 7 (2017). Selbst bei scharfen Bremsungen oder einer vom Regen durchnässten Straße kommt ihr mit den meisten Kutschen selten ins Rutschen oder Schlittern.

Kollisionen mit anderen Autos, Bäumen oder Abgrenzungen sorgen oftmals nur für einen abrupten Stillstand ohne sonstige Konsequenzen. Das Schadensmodell ist rudimentär; es beschränkt sich auf einige optische Kratzer im Lack oder auf der Windschutzscheibe. Deshalb sollten Simulationspuristen eher Abstand vom Motorfest nehmen, während der Gelegenheitsfahrer umso mehr Freude am leichten Einstieg haben.

Über kurz oder lang möchte man sich sicherlich auch einem Multiplayer-Rennen widmen, denn schließlich ist The Crew Motorfest laut eigenen Angaben ein MMO und entsprechend nur Online spielbar. Nur leider wird das Spiel seinem Anspruch kaum gerecht, weil es bislang an Optionen mangelt.

Ein Doppeldecker auf einem Flugzeugkurs. Quelle: Ubisoft / Medienagentur plassma Ihr könnt beispielsweise an einem Grand Race mit bis zu 28 Fahrern teilnehmen, wo ihr nach jedem Drittel der Strecke ein anderes Auto zugeteilt bekommt. Demolition Royale hingegen kopiert das Battle-Royale-Konzept aus PUBG, Fortnite und Co. und wirft 32 Autos in eine Arena, worin sie sich gegenseitig schrotten müssen.

Hier kommt im Übrigen dann doch noch ein Schadensmodell zum Einsatz, sodass die Fahrzeuge zumindest optisch immer weiter zerknautscht und demoliert aussehen.

Ubisoft möchte in regelmäßigen Abständen einen neuen Summer Contest inszenieren, der frische Events und Herausforderungen anbietet. Oder ihr begebt ihr euch zur Custom-Show und stellt euer getuntes Auto zur Schau, in der Hoffnung, von möglichst vielen Mitspielern gewählt zu werden.

Ansonsten mutet es eher seltsam an, warum man in The Crew Motorfest selbst für den Singleplayer-Spaß ständig mit dem Internet verbunden sein muss. Wir haben während des Tests der Playstation-5 -Version viele Spielstunden in die Playlists investiert, in denen wir praktisch komplett allein waren.

Bildergalerie

Natürlich haben wir nebenbei die zahlreichen von menschlichen Spielern kontrollierten Fahrzeuge registriert, die in der offenen Spielwelt durch die Gegend huschen. Allerdings dürfen wir nicht mit ihnen interagieren und mangels Kollisionsabfrage auch keine Unfälle provozieren. Im Grunde könnten auch klassische KI-Bots über den Asphalt rollen, ohne dass es in puncto Atmosphäre einen Unterschied gemacht hätte.

Wertung zu The Crew Motorfest (PS5)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu The Crew Motorfest (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu The Crew Motorfest (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu The Crew Motorfest (XBO)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu The Crew Motorfest (XSX)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

The Crew Motorfest erfindet das Rad nicht neu und die simple Steuerung schreckt alle ab, die auf anspruchsvolle Simulationen stehen. Doch Umfang, Fuhrpark und Playlist-Vielfalt sind Ausgleich genug, um mit der Rennspielkonkurrenz mithalten zu können.

Ein weiteres Feature, das wir mit gemischten Gefühlen betrachten, sind die Boots- und Flugzeugrennen. Für diese gibt es eine eigene Playlist, in der ihr entweder dem wilden Wellengang im Wasser oder den windigen Böen in der Luft trotzen müsst. Spätestens hier merkt man, dass Steuerung und Fahrphysik von The Crew Motorfest simpel gestrickt sind und eher den Flair eines Bonus-Minispiels anstatt einer akkuraten Simulation haben.

Meinung


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Umso witziger ist die Option des Fahrzeugtypwechsels, den ihr per Knopfdruck vollzieht: Selbst wenn ihr mit eurem Flugzeug weit oben durch die Lüfte schwebt, dürft ihr es jederzeit in ein Auto verwandeln. Dieses stürzt sogleich gen Boden und offenbart dank des praktisch nicht vorhandenen Schadensmodells keine Schramme, sobald es mit voller Wucht aufschlägt. Das mag zwar nicht realistisch sein, ist aber ungemein praktisch und zuweilen durchaus komisch anzusehen.

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