The Council: Checkmate
Test
In der letzten Episode von The Council wirds nochmal brenzlich für unseren Louis! Ob das Spiel am Ende das halten kann, was es verspricht? Wir haben Checkmate bis zum Ende durchgespielt und für euch die finale Wertung drunter gesetzt.
The Council im Test: Gehetztes Ende
In Episode vier ging es ja schon ziemlich abgefahren los. Die fünfte und finale Episode von The Council, genannt Checkmate, hält sich da auch nicht wirklich zurück. Immer noch in der Rolle vom heillos verwirrten Louis de Richet sollt ihr nun alle davon überzeugen, sich auf eine Seite zu stellen: Holm oder Mortimer. Dabei passieren merkwürdige Dinge - wie immer wollen wir euch nicht allzu sehr spoilern -, die abstruser nicht sein könnten.
Während die Geschichte zwar immer noch interessant bleibt, wirkt die letzte Episode irgendwie lieblos. Sie besteht wie die erste Episode aus nur drei Kapiteln im Gegensatz zu den fünf Kapiteln der anderen Episoden. Zwar werden die Handlungsstränge auf irgendeine Art und Weise wieder zusammen geführt, jedoch verbringt ihr die meiste Zeit eigentlich damit, Rätsel zu lösen und durch die Gegend zu rennen.
Inhaltsverzeichnis
The Council im Test: Verschwendete Fähigkeiten
Quelle: PC Games
In The Council versucht ihr als Louis de Richet eure Mutter zu finden, die, wie ihr auch, zu einem Treffen der höchsten Elite der Welt auf einer Insel vor England eingeladen wurde. Das Adventure-Rollenspiel ist spannend und spielt mit neuartigen Elementen.
Überzeugungsarbeit leisten könnte ja cool sein, vor allem mit den vielen Fähigkeiten, die ihr im Laufe des Spiels ausgearbeitet habt. Leider sind die Leute, die ihr überzeugen sollt, wohl gar nicht so abgeneigt und lenken ziemlich schnell ein, sodass ihr die Macht eurer besonderen Skills gar nicht groß ausreizen müsst.
Außerdem sind in der letzten Episode von The Council zwei Rätsel eingebaut. Beide gehören jedoch zur Kategorie "Reihenfolge finden" und nicht unbedingt knifflig. Da hat uns die letzte Episode wesentlich mehr Kopfzerbrechen bereitet. Das nervige daran war eher die furchtbar langsame Laufgeschwindigkeit von Louis. Vor allem, wenn aus dem Off ständig jemand drängt, dass die Zeit knapp ist.
The Council im Test: Wachsfigurenkabinett
Quelle: PC Games
In The Council versucht ihr als Louis de Richet eure Mutter zu finden, die, wie ihr auch, zu einem Treffen der höchsten Elite der Welt auf einer Insel vor England eingeladen wurde. Das Adventure-Rollenspiel ist spannend und spielt mit neuartigen Elementen.
Auch technisch ist diese Episode nicht wirklich besser oder schlechter als die vorherigen und hat immer noch mit denselben Problemen zu kämpfen: Steife Animationen, verschobene oder zu laute Tonspuren und Clipping-Fehler.
Dazu ist auch zu sagen, dass es offenbar wieder weniger Honig und dergleichen gibt. Obwohl wir hier anmerken müssen, dass wir uns nicht allumfassend umgesehen haben, sondern größtenteils von Mission zu Mission gelaufen sind. Doch auch auf den Wegen war kaum etwas Aufsammelbares zu finden. Schade, denn das hat unsere Möglichkeiten im Finale drastisch minimiert, weshalb wir auch nicht den besten von diversen Ausgängen hatten.
The Council im Test: Kein Meisterwerk, aber ...
Betrachten wir doch einmal - jetzt, wo das Spiel komplett ist - alle Episoden in ihrer Gesamtheit. The Council hat viele spannende Ansätze. Die Geschichte ist interessant und gibt auch ein wenig geschichtliches Wissen zur Zeit der französischen Revolution preis. Die Charaktere sind überzeugend, aber natürlich auch ein wenig überzeichnet. Zu Anfang sind ihre Intentionen noch nicht klar, doch je weiter im Spiel, desto mehr bekommt jede Person ihre eigene Agenda und Hintergrundgeschichte. Die muss nicht immer stimmig sein und vor allem in der letzten Episode
Quelle: PC Games
In The Council versucht ihr als Louis de Richet eure Mutter zu finden, die, wie ihr auch, zu einem Treffen der höchsten Elite der Welt auf einer Insel vor England eingeladen wurde. Das Adventure-Rollenspiel ist spannend und spielt mit neuartigen Elementen.
lassen viele Charaktere ihre eigentlichen Beweggründe fallen, um die Story voranzutreiben. Aber insgesamt betrachtet, hält einen die Story am Ball und wird durch einige mal mehr mal minder verrückte Wendungen gespeist.
Das Gameplay ist eine wirklich gute Mischung zwischen Rollenspiel und Adventure. Ihr habt eure Fähigkeiten, die ihr im Verlauf des Spiels ausbaut, um mehr Handlungs- und Dialogoptionen freizuschalten. Schade nur, dass zwischenzeitlich der so wichtige Honig fehlte, um die Konzentrationspunkte wieder aufzufüllen. So wurden die Fähigkeiten hinfällig und es blieben nur Standard-Antworten, die eher unglückliche Gesprächsverläufe hervorbrachten. Allgemein gilt es in The Council vor allem, Dialoge zu führen. Das ist ja interessant, jedoch ist es nicht möglich, diese zu überspringen, auch wenn ihr sie bereits gehört habt. Das zieht Passagen nur unnötig in die Länge und kann auf Dauer ganz schön nerven.
Auch technisch kann The Council leider nicht völlig überzeugen. Zwar ist die Spielwelt schön und detailliert designt und auch die Charaktere haben einiges für sich, dennoch sind die Gesichts- und Bewegungsanimationen hölzern und steif. Auch hat das Spiel mit Tonproblemen zu kämpfen: Oft ist die Musik zu laut, setzt einfach aus oder die Vertonung passt nicht auf die Animationen. Und auch Clipping-Fehler sind an der Tagesordnung. Allerdings muss auch gesagt werden, dass wir mit keinen größeren Bugs zu kämpfen hatten.
Insgesamt ist The Council kein Meisterwerk, aber eine auf jeden Fall mysteriöse und spannende Erfahrung für all diejenigen, die auf Cluedo, Mystery und ein bisschen Detektivarbeit stehen. Okay, viel Detektivarbeit. Dabei lässt sich jedoch nicht bestreiten, dass vor allem das Ende ziemlich gewollt und gehetzt daher kommt und nicht wirklich die Befriedigung bringt, die man sich nach den fünf Episoden wünscht.
