Wie The Blood of Dawnwalker ein Zeitlimit ohne wirkliches Limit setzt
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Auf der letzten Seite erklären wir, wie Zeit in The Blood of Dawnwalker funktioniert, wie wichtig sie ist und wie die Entwickler tricksen, um bei uns keinen allzu großen Druck zu erzeugen.
Zeit - ohne Druck!
Die ist ein weiterer Kernaspekt des Spiels. Die wird nicht klassisch auf einem Pferd erkundet, Coen kann sich nämlich nachts in einen Wolf verwandeln und tags ... Naja, das ist weniger spektakulär, er kann am Tag nämlich per Magie echt schnell rennen.
Quelle: Bandai Namco Entertainment
Als Wolf in der Nacht bewegt sich Coen noch schneller, ein ebenso cooles Äquivalent gibt es am Tag leider nicht.
Einen Überblick über die umliegende Spielwelt bekommen wir mit so etwas wie den Assassin's-Creed-Türmen. Dort sehen wir dann verschiedene Orte, zu denen Coen immer etwas Kleines zu sagen hat. Auf der Map befinden sich kleine Lager, Dörfer und vor allem Schreine, an denen wir uns hochleveln können und die als Schnellreisepunkt dienen - Open-World-Zeugs eben.
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Aber wie bekommen wir jetzt die Skillpunkte, die wir an den Schreinen abgeben können? In The Blood of Dawnwalker gibt es keine klassischen Erfahrungspunkte für besiegte Gegner. Skill- und Erfahrungspunkte werden freigeschaltet, wenn wir verschiedene Quests in der Open World erledigen, wie zum Beispiel ein Camp vom Vampir-Overlord Brencis auslöschen. Mit Glück finden wir dort zusätzlich sogar noch Bücher, mit denen wir weitere Skills erlangen können.
Quelle: Bandai Namco Entertainment
Die Map ist wunderschön von Hand gezeichnet und bietet neben Informationen auch die Möglichkeit zur Schnellreise.
Obendrauf gibt es verlassene Orte, die von Geistern heimgesucht werden. Das sind einfach kleine Challenge-Gebiete mit ein paar Gegnern. Die lassen sich aber nur am Tag aktivieren, weil Coen dafür seine Blutmagie benötigt. Da gibt es dann auch Erfahrungspunkte und eine Schatzkiste, in der sich Ausrüstung oder ein Skill finden lässt.
Interessanter sind aber Quests, die an Zeit gebunden sind. Wie schon erwähnt, ist die Krönung von Brencis zum Prinzen in 30 In-Game-Tagen. Aber keine Sorge! Die Zeit vergeht nicht durchgehend wie in The Legend of Zelda: Majora's Mask. Auch wenn das aktive Wettersystem ständig läuft, vergeht Zeit nur dann, wenn wir Quests abschließen, die eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Also rein auf dem Papier, wie viel Zeit wir dann tatsächlich zum Abschließen brauchen, ist völlig egal.
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Bei den Blutlagern der feindlichen Vampire lässt uns das Spiel immer die Möglichkeit, das Blut für uns zu verwenden oder das Lager einfach zu zerstören.
So eine Quest wurde auch schon gezeigt - da geht es darum, ein Blutlager auszulöschen. Die hohen Vampire lassen Gefangene nämlich in Kerkern einsperren, ihr Blut abzapfen und benutzen es irgendwann, um ihre Macht zu steigern. Coen rennt da also rein, holzt alles um, was sich ihm in den Weg stellt, und am Schluss wartet das Lager auf uns.
Und auch hier scheinen wir immer wieder eine Entscheidungsmöglichkeit zu haben: das Lager zerstören oder das Blut selbst verwenden. Welche Auswirkungen das genau hat, ist nicht sicher. Wir gehen aber davon aus, dass die Menge der absorbierten oder zerstörten Blutlager dazu beiträgt, ob Coen sich im Verlauf der Geschichte dazu entscheidet, mehr wie ein Vampir oder mehr wie ein Mensch zu leben. Das ist aber reine Spekulation.
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Marats Schicksal liegt wohl in unseren Händen. Mit einem Biss saugt Coen ihn in dieser Szene aus dem Trailer aus und sein Körper fällt leblos zu Boden.
Aber egal, ob wir ein Lager oder ein Camp von Brencis zerstören, innerhalb seines Machtbereiches steigern wir mit den Aktionen unser "Infamy-Level", zu Deutsch so etwas wie Verrufenheitslevel. Brencis findet es nämlich nicht so töfte, wenn wir seine Gefolgschaft verkleinern und seine Lager ausrauben - oder zerstören.
Ich war ein böser, böser Junge!
Was bedeutet es aber, wenn unsere Verrufenheit bei Brencis von unwichtig bis hin zu gefürchtet steigt? Er ist ohnehin unser Feind. Brencis wird aufmerksam auf uns und macht uns das Leben in Vale Sangora schwerer. So können wir an den ersten Leveln im Gerichts-Reiter im Hauptmenü schon sehen, dass mehr Patrouillen losgeschickt, mehr Camps aufgestellt und sogar Preise in Shops erhöht werden. Das ist ein kreativer Weg, die Schwierigkeit mit Fortschritt in der offenen Welt zu verknüpfen, und wir hoffen, dass diese Schwierigkeit auch gut mit uns skaliert.
Quelle: Bandai Namco Entertainment
Wer sich mit Vampiren auskennt, weiß, dass Brencis aussieht wie ein klassischer Nosferatu. Die sind für gewöhnlich ultra hässlich, aber auch ultra stark. Trifft wohl auch auf den Kollegen hier zu.
Brencis steht aber auch nicht alleine dar, denn was braucht ein superböser Overlord? Genauso superböse Schergen! Drei andere Vampire stehen dem baldigen Prinzen zur Seite: Ambrus, Xanthe und der von einem UFC-Champion gespielte Bakir. Die stehen zwar schon ab Beginn an Brencis Seite, wir können aber auch ihren persönlichen Hass auf uns ziehen. Dafür müssen wir verschiedenen Aktivitäten in der Open World nachgehen, die mit deren Machenschaften verbunden sind.
Quelle: Bandai Namco Entertainment
Hier können wir sehen, wie sehr wir bei Vampir-Overlord Brencis in Verruf geraten sind. Je mehr wir seinen Trupps schaden, desto aufmerksamer wird er auf uns.
Ist ihr Aggressionslevel uns gegenüber hoch genug, schalten wir eine Quest frei, in der wir die Vampire wahrscheinlich konfrontieren können. Ob das einfach nur Bosskämpfe sind, wir sie vielleicht auf unsere Seite ziehen oder Coen auf die Seite der Vampire wandern lassen können, wissen wir hierbei nicht.
Aber auch das Abschließen dieser Nebenquests soll sich auf unsere künftige Konfrontation mit Brencis auswirken. Wie genau, haben die Entwickler nicht verraten, aber wahrscheinlich gibt's bei dem finalen Bosskampf Unterstützung durch die anderen Vampire und wir können uns das Leben so erleichtern. Doch auch das ist nur eine Vermutung.
Was erwartet uns also?
The Blood of Dawnwalker hat offensichtlich einige Parallelen zu The Witcher. Neben den Kämpfen sehen auch das Hauptmenü und sogar die Spielwelt sehr ähnlich aus, sogar die fabelhafte Musik erinnert sehr an den Witcher. Auch der Story-Ansatz, dass jegliche Entscheidungen eine Reaktion hervorbringen, ist der gleiche, scheint hier aber sogar noch weiter ausgebaut zu sein und noch mehr im Mittelpunkt zu stehen.
Meinung
Interessant ist neben der Story auch das Levelsystem, das nur vorangebracht wird, wenn wir mit der offenen Spielwelt interagieren. Wer Spaß an The Witcher hatte, Vampire cool findet oder beides, sollte The Blood of Dawnwalker auf jeden Fall im Auge behalten. Das Spiel erscheint schon am 3. September für PC, PS5 und Xbox Series.
