Das wohl innovativste Survival-Spiel im Test: The Alters bringt uns an ethische Grenzen und fordert unser Gewissen heraus
Test
Anders als gewöhnliche Survival-Games konfrontiert The Alters seine Spieler mit moralischen Entscheidungen und lässt sie die Konsequenzen spüren und das auf grandiose Art und Weise.
Ein weiterer zentraler Raum ist außerdem das Forschungslabor. Hier werden nicht nur missionsrelevante Fortschritte erforscht, sondern auch weitere Möglichkeiten zum Ressourcen-Abbau, schnellere Fortbewegung oder die Vergrößerung der Basis oder der Lagerräume. Dabei können wir aus verschiedenen Forschungszweigen wählen, die jeweils auf einen der wichtigsten Spielbereiche angepasst sind. Je nach Forschung kosten die einzelnen Ziele lediglich Zeit oder Planetenproben.
Me, myself and I
Natürlich sind wir allein nicht in der Lage, alle wichtigen Räume der Station abzudecken, die Basis zu warten, Ressourcen zu sammeln und gleichzeitig einen Weg durch das zerklüftete Gelände zu finden, um die Zielkoordinaten zu erreichen. Daher brauchen wir weitere Hilfe, weitere Alters.
An Bord finden wir den Quantencomputer, über den wir Zugriff auf unsere Erinnerungen haben. Jeder wichtige Knotenpunkt in unserem Leben wir hier hervorgehoben und an lebensverändernden Entscheidungen können wir eine andere Abzweigung wählen. Wer sich schon immer gefragt hat, "was wäre, wenn?", findet hier die Antwort. Jede andere Entscheidung führt zu einer anderen Entwicklung, einem anderen Alter. Genetisch derselbe Mensch, emotional völlig anders.
Nicht nur in ihrem beruflichen Werdegang heben sich die Alters massiv von uns ab. Auch ihre Interessen, Vorlieben und Prioritäten sind komplett unterschiedlich. Jeder Alter ist zwar genetisch Jan Dolski, doch sind sie mehr als nur eine exakte Kopie. Jeder ist ein eigenständiger Mensch mit individuellem Charakter und Bedürfnissen. So setzt Wissenschaftler Jan das Gelingen der Mission an erste Stelle, während Techniker Jan darauf besteht, sich auch mal gegen die Regeln aufzulehnen.
Quelle: PC Games
Wer jetzt davon ausgeht, dass alle Jans sich automatisch gut verstehen, irrt gewaltig. Gerade unser erster Alter braucht eine ganze Zeit, um mit uns warm zu werden. Und auch untereinander führen die Alters immer wieder Diskussionen, streiten oder scherzen miteinander. Dabei ist es sehr wichtig, dass es allen Crew-Mitgliedern gut geht. Denn sollte der Unmut eines der Alters überwiegen, kann es passieren, dass eine Rebellion angezettelt wird und wir die Kontrolle über die Mission verlieren.
Um die Stimmung der Alters zu heben, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel können wir einen Aufenthaltsraum bauen, in dem sich unsere Crew nach einem erfolgreichen Arbeitstag zurückziehen kann. Dort können sie Musik hören, Filme gucken oder Bierpong spielen.
Außerdem kommen die Alters immer wieder mit verschiedenen Anliegen, Ideen oder Wünschen auf uns zu. Wir haben immer die Wahl, ob wir diese Wünsche erfüllen oder sie ausschlagen. Je nachdem steigt oder sinkt die Stimmung des entsprechenden Alters. Auch unsere Antworten in Konversationen haben einen Einfluss auf die aktuelle Stimmung unseres Gesprächspartners. Hier ist oft Fingerspitzengefühl gefragt. Doch im Laufe der Zeit lernen wir die verschiedenen Versionen von uns selbst immer besser kennen und können erahnen, welche Antwort die beste Reaktion hervorruft. Dabei stellt sich allerdings die Frage: Sollten wir nicht lieber ehrlich sein?
