The Alters: Das neue Spiel der Frostpunk-Macher beantwortet die wichtigste Frage eures Lebens

Special Carlo Siebenhüner
The Alters: Das neue Spiel der Frostpunk-Macher beantwortet die wichtigste Frage eures Lebens
Quelle: 11 Bit Studios

Im neuesten Projekt der Frostpunk-Macher 11Bit Studios will das Studio eine der wichtigsten Fragen der Menschheit beantworten. Was wäre, wenn?

Diese Abzweigungen in Jans Leben werden zum zentralen Spielelement in The Alters. Haben wir nämlich eine praktische Abzweigung gefunden, können wir diese Version von Jan mittels Klonmaschine in unsere Realität holen. In unserer Demo hatten wir irgendwann Probleme im Maschinenraum unserer Basis, also haben wir uns kurzerhand einen Techniker-Jan geklont, der uns damit helfen kann.

Ein Jan kommt selten allein

Wie das aber nun mal so ist, wenn man einfach aus einer anderen Realität gerissen wird, findet das Techniker-Jan eher so semi-gut. Wir müssen ihm die Situation also mittels Dialogsystem erst einmal erklären. Dabei wird immer angezeigt, welche Emotionen gerade die Oberhand bei unserem Gegenüber haben. Techniker-Jan ist ein ziemlicher Grummelpott, er ist stark frustriert und verärgert und braucht viel Überzeugungsarbeit.

Allerdings können wir uns die Informationen des Computers zunutze machen. Techniker-Jan hat sich beispielsweise dafür entschieden, sich für seine Mutter einzusetzen und ist daheim geblieben, während der Haupt-Jan an die Uni gegangen und damit seinen Heimatort verlassen hat. An diesen Punkt können beide anknüpfen und mit den richtigen Worten samt Versöhnungsessen fügt sich Techniker-Jan seinem Schicksal.

Jans Leben mit möglichen Abzweigungen Quelle: 11 Bit Studios Je länger wir spielen, desto mehr sind wir gezwungen, weitere Versionen von Jan zu klonen. Alle bringen ihren eigenen Charakter und ihre eigenen Bedürfnisse mit sich und sie agieren auch eigenständig. Haupt-Jan kann zwar auch Jobs zuteilen, aber die anderen Jans fragen immer wieder nach, ob sie diese oder jene Arbeit übernehmen sollen. Doch ist die Selbstständigkeit nicht immer etwas Positives.

Manche Jans verstehen sich etwa nicht und so soll es immer wieder zu Reibungspunkten kommen, je mehr Alters dazukommen. Das kann sogar so weit gehen, dass sich die anderen Jans gegen uns als Haupt-Jan verschwören, wenn wir die Aufgaben und Schwierigkeiten nicht in den Griff bekommen. Aus diesem Miteinander zieht The Alters seine größte Faszination.

Jan Dolski steht in seiner Basis in The Alters Quelle: 11 Bit Studios Dabei legt 11Bit studiotypisch viel Wert auf Charaktertiefe und es macht Spaß, sich die unterschiedlichen Lebensgeschichten der verschiedenen Jans durchzulesen. Das bedeutet zwar auch, dass es keine gigantische Anzahl an verschiedenen Jans gibt. Trotzdem soll man mindestens zwei Durchläufe benötigen, um alle Versionen sehen zu können.

Survival 1x1

Wir sind schon sehr gespannt, was die Entwickler sich noch für Jans Charakter ausgedacht haben. Obendrauf kommt noch unsere zwielichtige Auftraggeber-Firma, mit der wir zwar Kontakt halten, die aber irgendwie nicht so erpicht ist, schnellstmöglich eine Rettungsmission zusammenzustellen.

Auf der Gameplayseite würden wir allerdings noch auf etwas mehr Abwechslung hoffen. In unserer Demo bestanden die meisten Aufgaben aus klassischen Survival-Mechaniken. Rohstoffquellen müssen recht kleinteilig mit Scannern erst entdeckt werden, bevor wir einen Extraktor aufstellen können. Die Extraktoren werden dann per Leitung mit unserer Basis verbunden.

Da ein Riesenrad nicht unbedingt die praktischste Art der Fortbewegung auf einem fremden Planeten ist, stößt man immer wieder auf Hindernisse, die man erstmal überwinden muss. Für die benötigt man dann meist neue Geräte aus dem Tech-Tree, aber für den ist dann wieder ein neuer Jan nötig, der sich mit Forschung auskennt. Das erhöht aber wiederum den Rohstoffverbrauch der Basis und fertig ist der Gameplayloop in The Alters.

Hier darf uns das Spiel also gern noch ein paar mehr Stöcke zwischen die Beine werfen für eine richtige Herausforderung. Auch grafisch passiert im späteren Spiel hoffentlich noch etwas. Grundsätzlich sieht The Alters durchaus schick aus und hat ein paar nette Effekte auf Lager, etwa wenn die Raumzeit durch das Rapidium verzerrt wird.

Ein Ausflug in die Steinwüste des Planeten mit Lavafluss in The Alters Quelle: 11 Bit Studios Große Teile des Planeten sind allerdings eher grauschwarz gehalten, mit dem ein oder anderen Lavastrom dazwischen. Noch dazu ist man auch nur nachts unterwegs. Das ganze Spiel ist also alles in allem recht dunkel. Stilistisch bedient man sich bei gängigen Sci-Fi-Konventionen. Die sind aber stimmig umgesetzt.

Doch das ist Meckern auf hohem Niveau, denn das Herz von The Alters ist eben das Miteinander der verschiedenen Jans. Wenn die Entwickler das bis zum Ende mit kniffligen Situationen und Entscheidungen spannend halten können, dann steht uns neben Frostpunk 2 noch ein weiterer Überraschungshit aus dem Hause 11Bit Studios bevor.

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