Bodenständiges Gameplay, kurze Spielzeit - ist das 30 Euro wert? Auf dieser Seite ziehen wir ein Fazit zur Terminator 2D und zeigen euch ein paar Alternativen.
Jetzt haben wir Skynet bei den Eiern, was?
Und so wechseln sich die kleinen Level immer wieder ab: Eben flüchtet man noch mit dem Motorrad vor dem T-1000, dann folgt wieder eine Ballersequenz, in der wir einen Hubschrauber vom Highway pusten. Das ist zwar alles stilecht umgesetzt und wunderschön hingepixelt - aber es ist auch verdammt kurz!
Alle Level sind nämlich nur wenige Minuten lang und viele laufen unter Zeitdruck ab. Und darum ist Terminator 2D in weniger als zwei Stunden durchgespielt. Das klingt nach wenig und das ist es auch!
Aber man sollte bedenken: Auch in dieser Hinsicht hätte das Spiel gut in die frühen 90er Jahre gepasst, denn Contra 3: Alien Wars oder Super Turrican sind auch nicht viel länger. Selbst die beliebte Metal-Slug-Serie hat da kaum mehr zu bieten.
Quelle: PC Games
Auch die Truck-Verfolgungsjagd wurde hübsch gepixelt umgesetzt. Beim Gameplay traut man sich aber nichts Neues.
Gerade im Vergleich zu solchen Genre-Klassikern zieht die Action in Terminator 2D aber immer wieder den Kürzeren. Es gibt keinen Koop-Modus und nur wenige Waffen und Verbesserungen. Außerdem nerven gerade in den Zukunftslevels einige Gegner, die so plötzlich auftauchen, dass man sie kaum ohne Lebenspunkteverlust abwehren kann. Obendrein wiederholen sich manche Abläufe erstaunlich oft, trotz der kurzen Spielzeit.
Dabei haben moderne Genre-Vertreter wie Huntdown oder das zum Verrücktwerden schöne Cuphead längst gezeigt, wie man klassische Run-and-Gun-Action vielfältig und ohne Lückenfüller inszeniert.
Aber: Die hatten schließlich auch nicht den kniffligen Job, einen Kultfilm umzusetzen. Und eben das bekommt Terminator 2D trotz allem gut hin.
In diesem Artikel
Bleib cool, du Pfeife
Auch wenn das Spiel verdammt kurz ist, punktet es zumindest mit ein bisschen Wiederspielwert. Wenn ihr nach dem ersten Durchspielen einen zweiten Anlauf startet, dürft ihr an gewissen Stellen nämlich Entscheidungen treffen. So könnt ihr zum Beispiel den T-800 darauf ansetzen, Miles Dyson zu ermorden. Daraus folgt eine alternative Zeitlinie, in der ihr auch ein paar andere Level erlebt: Habt ihr beim ersten Run zum Beispiel die Szene im Cyberdyne-Gebäude vermisst, in der Arnie mit seiner Minigun die Polizei abwehrt? Dieser ikonische Moment ist tatsächlich enthalten und voll spielbar - wenn auch nur für diejenigen, die es ein zweites Mal durchspielen wollen.
Quelle: PC Games
Einer der wenigen Entscheidungsmomente: Sollt ihr Miles Bennett Dyson umbringen oder nicht?
Dabei könnt ihr euch auch an einem der höheren Schwierigkeitsgrade versuchen. Auf höheren Stufen teilen Gegner nicht nur deutlich härter aus, in manchen Abschnitten erwarten euch auch mehr Hindernisse und Fallen. Aber Vorsicht: Schon ab der normalen Stufe seid ihr auf gesammelte Leben angewiesen - sind alle verbraucht, heißt es "Game Over". Eben Retro!
Und für alle, die noch mehr Spielzeit rauskitzeln wollen, locken auch noch ein paar andere Spielmodi, darunter Boss Rush oder ein Modus, in dem Sarah Connor in den Mittelpunkt rückt. Letztendlich spielt ihr aber auch hier nur bekannte Level in einer anderen Zusammenstellung - am Grundprinzip ändert sich nichts.
Wertung und Fazit
Reicht das aus, um einen Kaufpreis von 30 Euro zu rechtfertigen? Und das gilt nur für die digitalen Fassungen - wer lieber eine Retail-Version will, muss mehr als 50 Euro zücken, für die prall gefüllte Sammleredition werden sogar über 100 Euro fällig. Terminator 2D ist für PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series S/X und Nintendo Switch 1 und 2 erhältlich.
Die Meinungen sind geteilt: Auf Metacritic hat Terminator 2D: No Fate nur mittelprächtig abgeschnitten, die Tests kommen auf einen Schnitt von 71 Punkten und der User-Score liegt sogar noch etwas darunter. Sehr viel besser sieht es dagegen auf Steam aus, hier konnte das Spiel knapp 83 Prozent der Käufer überzeugen. Wie ordnet ihr das Spiel ein? Ist es sein Geld wert?
Meinung
Terminator als Videospiel: Das sind die besten Alternativen
Wenn ihr nach modernen Terminator-Spielen sucht, gibt es zwei Spiele, die derzeit besonders ins Auge stechen. Eines ist Terminator: Resistance, das für PC, PS4, PS5 und Xbox-Konsolen erhältlich ist. Darin erwartet euch ein düsterer Ego-Shooter mit einer soliden Story und sehr guter Film-Atmosphäre. Das Spiel hat zwar nur mäßige Kritiken geerntet, konnte bei den Käufern aber deutlich besser abschneiden. Wir können bestätigen: Das Spiel ist kein Top-Titel, macht aber Spaß und ist sein Geld wert!
Auch für Echtzeit-Strategen gibt es ein solides Terminator-Spiel: In Terminator: Dark Fate - Defiance kommandiert ihr eine Einheit des menschlichen Widerstands durch finstere Zukunftsszenarien, in denen es auf taktisches Geschick und cleveres Truppenmanagement ankommt. Auch dieses Spiel hat keine Top-Wertungen abgeräumt, hält sich aber ganz wacker. Und 2026 könnten wir vielleicht zum ersten Mal ein waschechtes Survival-Spiel im Terminator-Universum bekommen, inklusive Open World. Auf Steam findet ihr erste Infos zu Terminator: Survivors.
