Apple will 350 Euro für dieses Luxus-Teil, ich habe was Besseres für 25 Euro bekommen
Kolumne
Bei manchen Preisen fühlt man sich von Apple durchaus vergackeiert.
Die Preise von Apple schlagen dem sprichwörtlichen Fass gerne mal den Boden aus. Als aktuelles Beispiel dient die VR-Brille Apple Vision Pro, die schon sehr bald endlich offiziell in Deutschland erhältlich ist. Das Ding bietet exzellente und einzigartige Technik und kostet so viel wie ein Kleinwagen. Doch nicht alles, was Apple für einen gesalzenen Preis anbietet, lohnt sich meiner Meinung nach. Es gibt teilweise preiswerte Alternativen, die lächerlich günstig sind und voll und ganz ausreichen.
Ich bin ein Gefangener von Apple
Ich gebe es an dieser Stelle gerne zu, ich bin ein Gefangener des Apple-Ökosystems. Drei iPhones mit AirPods, ein iPad Pro mit Pencil, eine Apple TV Box, sieben HomePod mini Smartspeaker und ein MacBook Air M1 finden sich in unserem Haushalt wieder. Wenn ich alles zusammenrechne, was ich Apple in den letzten 10 bis 12 Jahren in den Rachen geworfen habe, wird mir leicht mulmig.
Insbesondere, was das offizielle Zubehör betrifft, kann man bei den Preisen von Apple oftmals nur den Kopf schütteln. Löblich ist, dass sich der iPhone-Hersteller mittlerweile von Echtleder getrennt hat, was Handyhüllen und Armbänder für die Apple Watch anbelangt. Und, oje, in diesem Zusammenhang fallen mir noch zwei weitere Devices ein, die wir unser Eigen nennen.
Zwei mittlerweile leicht verkratzte Apple Watches, die gerne mal mit Benachrichtigungen nerven und immer brav die Schritte und den Herzschlag tracken. Stets dazu bereit, uns das Leben zu retten (so suggeriert es zumindest die Werbung), falls der Akku langt. Und für diese Supercomputer fürs Handgelenk gibt es ein ganz besonderes Zubehör, bei dem ich glücklicherweise viel Geld gespart habe.
Dieses Luxusobjekt von Apple ist absolut überflüssig
Als im April 2015 die Apple Watch in Deutschland auf den Markt kam, war ich hin und weg. Die Uhr begeisterte mich, noch mehr war ich allerdings in das sogenannte Gliederarmband verliebt. Das Ding besteht aus 100 Einzelteilen mit Edelstahllegierung und man kann in Verbindung mit der kleinen Apple Watch perfekt den Look einer Digitaluhr von Casio nachahmen. Das Ding hatte nur einen riesigen Haken.
Apple wollte 2015 meiner Erinnerung nach um die 500 Euro dafür. Mittlerweile wurde der Preis zwar auf 349 Euro gesenkt, doch damals bildete ich mir ein, das Ding unbedingt besitzen zu müssen. Also wartete ich ungeduldig auf einen Lotto-Gewinn. Wie zu erwarten, kam der nie zustande und so begab ich mich auf die Suche nach einer günstigen Alternative und wurde fündig.
Auf Amazon bestellte ich mir das MaKTech Edelstahl Metall GliederarmBand (sic!) für im Vergleich läppische 24,50 Euro. Meine Erwartungen an das inoffizielle Armband für meine Apple Watch war wegen des günstigen Preises mehr als gering.
Umso überraschter war ich von der Qualität. Das "Billig-Armband" ließ sich exakt auf den Umfang meines Handgelenks kürzen und passte optisch perfekt. Ich trage es zum Arbeiten und beim Schwimmen, es hat sogar eine Hausrenovierung und einen Umzug mitgemacht. Und das Beste: Das Gliederarmband hat sogar die Apple Watch überlebt. Aufgrund des schwächelnden Akkus musste ich mir ein neues Modell zulegen. Das Gliederarmband verrichtet nach wie vor täglich seinen Dienst. Und nebenbei habe ich satte 324,50 Euro gespart, die ich mittlerweile sicherlich schon wieder in andere Apple-Produkte investiert habe.
