Über 1.000€ für ein neues Smartphone? Ich bin doch nicht blöd - so spare ich mir das Geld

Kolumne Johannes Gehrling
Über 1.000€ für ein neues Smartphone? Ich bin doch nicht blöd - so spare ich mir das Geld
Quelle: PC Games

Unser Autor hat die Schnauze voll von absurden Smartphone-Preisen - und spart sich das Geld mit einer einfachen Lösung.

Wie viel hat euer letztes Smartphone gekostet? Wenn ihr so wie ich seid, dann sehr viel Geld. Premium-Smartphones waren noch nie günstig, aber in den letzten Jahren sind die Preise im Top-Segment geradezu explodiert, Preisschilder von weit über 1.000 Euro die neue, traurige Realität. Und so sehr ich Technik liebe und Spaß an neuen Geräten habe, bin ich nicht mehr bereit, dieses Spiel mitzuspielen wie bisher. Oh nein, im Gegenteil, ich habe dieses Jahr satte 1.200 Euro gespart. Wie ich das gemacht habe? Erkläre ich euch hier.

Freche Preise und kein Fortschritt: Smartphones werden immer mehr zur Abzocke

Mein letzter Smartphone-Kauf ist jetzt genau zwei Jahre her. Damals habe ich mir das zu dem Zeitpunkt brandneue Google Pixel 7 Pro geholt, ein wirklich tolles Gerät. Dazu gab's als Geschenk die erste Generation der Google Pixel Watch, die ich im Freundeskreis ungeöffnet weitergereicht habe. Das Ergebnis: ein wirklich sehr guter Preis für ein wirklich sehr gutesSmartphone. Zwei Jahre später hat sich die Lage grundlegend geändert, leider zum Schlechten.

Der direkte Nachfolger meines Smartphones, das Pixel 9 Pro XL, kostet rund 1.200 Euro, für das Pixel 7 Pro habe ich vor zwei Jahren noch "nur" 900 Euro geblecht. Und eine aktuelle Pixel Watch gibt es jetzt auch nicht mehr dazu. Die Folge: Unterm Strich hat sich der Preis innerhalb von nur zwei Jahren einfach mal für mich verdoppelt - und das ohne nennenswerte, technische Fortschritte. Das ist mir echt zu blöd.

Smartphones sind für mich mehr als nur ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, deswegen war ich in der Vergangenheit gern dazu bereit, alle zwei Jahre eine ordentliche Stange Kröten für das jeweils neue Premium-Smartphone meiner Begierde zu berappen. Unter den heutigen Bedingungen (absurde Preise und fehlender Fortschritt) bin ich das aber nicht mehr. Ich habe mir stattdessen etwas anderes überlegt und spare damit eine Stange Geld.

So habe ich 1.200 Euro für ein neues Smartphone gespart

Was war, neben dem Spaß an neuer Technik, für mich in der Vergangenheit der Hauptgrund, ein neues Smartphone zu kaufen? Ganz einfach, auch wenn ich weiß, es gäbe andere Möglichkeiten und ich offenbare mich damit als Opfer der geplanten Obsoleszenz: der Akku. Ich bin Vielnutzer und habe meine Smartphones immer bedenkenlos über Nacht ans Ladegerät gesteckt und morgens abgezogen. Mit gravierenden Folgen.

Denn diese Art des Aufladens lässt die Batterie im Smartphone besonders schnell altern. Ein ziemlich akkurater Test mit der genialen App "AccuBattery" (hier geht's zum Download für Android) lieferte bei meinem Ende 2020 gekauften Google Pixel 5 nur zwei Jahre später Ende 2022 das fatale Ergebnis meiner Art, aufzuladen, nämlich einen Kapazitätsverlust von 26%. Und das machte sich im Alltag bereits stark bemerkbar. Beim Kauf des Pixel 7 Pro habe ich mir daher geschworen, es diesmal besser zu machen.

Das Smartphone lade ich von Anfang an nicht mehr über 80%, denn der größte Akkuverschleiß findet bei einer Ladekapazität zwischen 80% und 100% statt. Das erstaunliche Ergebnis, genau zwei Jahre nach dem Kauf des Google-Phones: ein Kapazitätsverlust von gerade mal 6%. Beim bedenkenlosen Aufladen habe ich also jährlich 13% Akkukapazität geopfert, beim gezielten Laden sind es nur 3%. Das ist nicht nur für sich genial, sondern spart mir auch weit über 1.000 Euro.

Damit gibt es für mich jetzt nämlich wirklich keinen überzeugenden Grund mehr, schon wieder ein neues Smartphone zu kaufen. Das Google Pixel 9 Pro XL ist wirklich ein attraktives Gerät, aber mein Pixel 7 Pro hat immer noch mehr als genug Leistung, bekommt Updates - und der Akku ist auch noch super gesund. Ich nutze das Gerät mindestens noch ein weiteres Jahr, so der Plan, eventuell sogar noch zwei Jahre. Mal schauen, ob Google bis dahin ein paar überzeugende Argumente findet, damit ich Bock auf das Pixel 10 oder Pixel 11 habe.

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