Gaming-Tastaturen: RGB-Features und Makros
Special
Rund um Gaming-Tastaturen gibt es einige Begriffe und Unterschiede, die wir erklären wollen. Außerdem gibt es eine Marktübersicht zu Mechanischen Tastaturen
RGB-Features
Vor einigen Jahren waren mechanische Tastaturen mit beleuchteten Tasten noch Mangelware. Schließlich ist es recht aufwendig, trotz der mechanischen Konstruktion noch dafür zu sorgen, dass die Tasten sinnvoll beleuchtet werden. Durch die steigende Beliebtheit sowohl von Tastaturen als auch von LEDs lohnte es sich für die Hersteller aber, Geld in die Entwicklung von RGB-Tastern zu investieren. Inzwischen gibt es daher viele mechanische Taster-Typen gibt, die bereits eine RGB-LED-Beleuchtung integriert haben, ohne dass die Tastatur dadurch viel teurer als ein vergleichbares Modell ohne beleuchtete Tasten wird.
Bei RGB setzt sich die Farbe des LED-Lichtes, ähnlich wie bei einem Pixel eines Monitors, aus den Farben Rot, Grün und Blau zusammen. Denn für eine Tastaturbeleuchtung werden pro Taste drei Lichtquellen verwendet, die in Rot, Grün und Blau leuchten. Je nachdem, welche Farbe heller oder weniger hell leuchtet, entsteht dadurch dann eine Gesamtfarbe. Üblich sind 256 mögliche Helligkeitswerte pro Farbe und somit 256 x 256 x 256 = 16,8 Millionen verschiedene Kombinationen und somit 16,8 Millionen Farben. Ein Beispiel: Rot und Grün mit einem Wert von 255 sowie Blau auf 0 ergibt Gelb.
Bei Tastaturen könnt ihr mit einer Software des Herstellers die Farbe für die LEDs selbst bestimmen. Bei vielen Modellen ist es sogar möglich, jede Taste einzeln anzusteuern, falls man das möchte.
Quelle: Razer
Farbverläufe sind bei beleuchteten Tastaturen inzwischen fast Standard, hier eine Razer BlackWidow 4 Pro
Es gibt auch Farbeffekte, die man nutzen kann, zum Beispiel ein wellenartiger Farbwechsel oder das Pulsieren einer Farbe in einer gewünschten Geschwindigkeit. Es gibt auch einige Tools, vor allem von Mainboardherstellern, bei denen man mehrere RGB-fähige Geräte synchron ansteuern kann, sofern die beteiligten Geräte kompatibel sind.
Auch möglich ist in einigen Fällen das Koppeln der Farben an das, was im Spiel gerade passiert - zum Beispiel kann man in manchen Spielen dafür sorgen, dass bei schwindenden Lebenspunkten alles in Rot erstrahlt.
Besonders sinnvoll ist das Ansteuern einzelner Tasten, um wichtige Tasten hervorzuheben - ihr könntet zum Beispiel die WASD-Tasten in Gelb leuchten lassen, die Taste für einen Heiltrank oder das Nachladen einer Waffe in Rot, für Mana oder einen Granatenwurf in Blau sowie andere wichtigen Tasten in Grün - und die unwichtigen Tasten lasst ihr einfach unbeleuchtet.
Makros
Neben einer individuellen Beleuchtung bieten viele Gaming-Tastaturen frei belegbare Tasten an - zum Teil könnt ihr jeder Taste eine andere Taste zuweisen, also das Tastaturlayout ändern.
Üblicher sind aber Sonder- oder Makrotasten, die es zusätzlich zu den normalen Tasten gibt. Sondertasten sind in der Regel nur dazu da, um entweder einen Link zu öffnen, zum Beispiel könnte eine Sondertaste für Link zur Exe-Datei für Word da sein, sodass ein Druck auf die Taste Word startet, oder aber ihr belegt die Sondertaste mit einer beliebigen anderen Taste oder Funktion.
Ein Beispiel: nehmen wir an, in einem Rollenspiel nutzt ihr die Tasten 1 bis 8 für Zauber, aber an die Tasten 5 bis 8 kommt ihr nicht so gut heran wie an die links sitzenden vier Sondertasten. Ihr könntet dann den Sondertasten die Tasten 5 bis 8 zuweisen oder auch im Spielmenü direkt die Zauber auf diese Sondertasten legen.
Noch weiter gehen Makrotasten. Hier startet ihr durch einen Druck auf die Taste eine ganze Befehlsfolge - je nach verwendeter Software kann dies einfach nur eine Tastenfolge sein, es kann aber bis dazu hingehen, dass ihr bestimmte Mausbewegung plus mehrere Tastenbefehle in einer ganz bestimmten zeitlichen Abfolge zuerst aufnehmt, um dies dann jederzeit durch den Druck auf die Makro-Taste erneut automatisch abspielen zu können. Hierbei muss man aber aufpassen, denn vor allem in Multiplayer-Spielen kann dies auch zu einem Bann führen, da man sich damit natürlich (zumindest aus Sicht der Gegner) unerwünschte Vorteile verschaffen kann.
