Gaming-Tastaturen: Taster beziehungsweise Switches

Special Antonio Funes
Gaming-Tastaturen: Taster beziehungsweise Switches
Quelle: Roccat

Rund um Gaming-Tastaturen gibt es einige Begriffe und Unterschiede, die wir erklären wollen. Außerdem gibt es eine Marktübersicht zu Mechanischen Tastaturen

Taster beziehungsweise Switches

Die Taster oder auch Switches von Mechanischen Tastaturen sitzen unter den Tastenkappen und beherbergen die Konstruktion, die die genauen Eigenschaften des Tasters bestimmen. Bei beleuchteten Tastern sitzt auch noch die LED-Technik im Switch. Damit Nutzer den Punkt wahrnehmen, ab dem der Auslöseweg absolviert ist und die Taste als gedrückt gilt, gibt es die Möglichkeit, ein Feedback zu geben. Hier gibt einerseits taktile Switches: kurz vor dem Auslösepunkt gibt es einen leicht erhöhten Widerstand - habt ihr diesen überwunden, ist die Taste ausgelöst. Zum anderen gibt es die Option, dass der Switch zusätzlich zum taktilen Feeedback laut klickt. Diese beiden Switches unterscheidet man als taktil oder tactile sowie clicky oder klickend.

Wenn es wiederum gar kein Feedback gibt, spricht man von einem linearen Switch, da sich der Widerstand der Taste bis zu dem Punkt, an dem sie bis zum Anschlag heruntergedrückt wurde, nicht ändert. Dies benötigt eine gewisse Einarbeitungszeit, da man erst lernen muss, ab welcher Distanz die Taster als gedrückt gelten. Natürlich kann man auch auf Nummer Sicher gehen und die Tasten immer bis zum Anschlag herunterdrücken - damit verschenkt man aber Potenzial, da der korrekte Auslöseweg deutlich kürzer als die Distanz bis zum Anschlag ist.

Ein Beispiel für mögliche Unterschiede bei identischer Basis-Eigenschaft möchten wir aufgreifen: Die Chery MX Black-Switches sind linear, genau wie die MX Red-Switches, haben aber deutlich mehr Basiswiderstand.

Corsair K60 RGB PRO Switches Quelle: Corsair Vier Switches ohne ihre Tastenkappen bei einer Corsair K60 RGB PRO Gedacht sind solche Tasten beispielsweise für Nutzer, die bei roten Switches schon durch ein vermeintlich entspanntes Auflegen ihrer Finger auf eine Taste zu viel Druck zu erzeugen und sie zu früh auslösen. Vielschreiber werden aber die roten Switches bevorzugen, da es langen Schreibarbeiten durchaus ermüdend sein kann, wenn man für jeden Tastendruck etwas mehr Kraft aufwenden muss.

Wer besonders schnell tippen will und die nötige Präzision hat, der kann die MX Speed Silver-Taster nutzen - diese sind ebenfalls linear und haben einen Widerstand wie bei MX Red, aber kürzere Auslösewege. Es gibt also mehr als nur linear, taktil und klickend.

Farbcodes für Switch-Arten

Um die verschiedenen Switches zu unterscheiden, vergeben die Hersteller in der Regel Farbcodes. Schon lange vor dem Revival der Mechanischen Tastaturen war Cherry hier tonangebend, sodass sich einige andere Hersteller an deren Farbcodes halten. Rot bedeutet linear, blau ist clicky und braun taktil.

Dabei geht es stets um Standard-Switches - es gibt nämlich auch Switches, die leicht abweichende Eigenschaften haben, wobei es dabei stets um zwei Faktoren geht: Auslöseweg und Basiswiderstand. Letzterer beschreibt, wie feste man eine Taste drücken muss, damit sie sich überhaupt bewegt.

Dieser Widerstand hängt von der Feder im unteren Teil des Switches ab. Beim Auslöseweg geht es wiederum um die Frage, wie weit man die Taste nach unten drücken muss, bis der Tastendruck registriert wird. Wir haben für euch aber eine Tabelle erstellt, in der ihr zumindest die derzeit relevanten Switches vorfindet - auch die, die eigene Farbcodes verwenden:

Hersteller/Art Linear (kein Klicken, kein Feedback) Taktil (mit Feedback, ohne Klicken) Clicky (mit Kicken und Feedback)
Cherry Black, Red, Speed Silver Brown, Clear Blue
Asus Red Brown  
Gaote Outemu Red Brown Blue
Gateron Red Brown Blue
Kaihua / Kalih Red Brown Blue, White
Kingston/HyperX Red AQUA Blue
Roccat Optical Red, Optical Linear, Titan Speed Optical Tactile, Titan Tactile  
Kaihua Chock Linar Choc Tactile Choc Clicky
Omron Romer G-Linear Romer-G-Tactile, Gamma Zulu  
Corsair OPX (optisch)    
Razer Yellow Orange Green

Seit einer Weile sind noch optische Switches dazugekommen. Bei diesen Schaltern wird durch das Drücken der Taste ein Lichtsignal unterbrochen, um den Tastendruck zu registrieren.

Eine Feder zum Zurückschieben der Taste ist aber weiterhin vorhanden, und obwohl die Technik an sich ein lineares Verhalten repräsentiert, bieten die Hersteller optische Switches auch taktil und klickend an. Wir haben die optischen Varianten gekennzeichnet. Von den nicht gekennzeichneten Switches gibt es oftmals auch optische Varianten, beziehungsweise es gibt beispielsweise "Brown"-Switches, die optisch sind und die typischen Brown-Eigenschaften haben, also taktil ohne Klicken sind.

  1. Seite 1 Gaming-Tastaturen: Einleitung, Rubberdome und Mechanisch
  2. Seite 2 Gaming-Tastaturen: Taster beziehungsweise Switches
  3. Seite 3 Gaming-Tastaturen: RGB-Features und Makros
  4. Seite 4 Gaming-Tastaturen: Größen, NKRO, kabellos und Markübersicht
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