Gaming-Tastaturen: Kaufberatung, mechanisch und Rubberdome, Switches und Marktübersicht
Special
Mit einer guten Tastatur kann es Vorteile beim Tippen längerer Texte, aber auch beim Gaming geben. Wir klären auf über Ergonomie, Makros, Key-Rollover sowie den Unterschied zwischen Rubberdome-basierten und Mechanischen Tastaturen - auf letzteren liegt unser Schwerpunkt, weswegen wir genauer auf das Thema Switches und Auslösewege eingehen und 60 Mechanische Tastaturen in einer Marktübersicht bieten.
Eine gute Tastatur kann im Alltag sowie auch beim Spielen für mehr Komfort und Präzision sorgen. Dabei gibt es mehrere Faktoren, die je nach Nutzer unterschiedlich stark ins Gewicht fallen - zum Beispiel das Tippgefühl, die Lautstärke beim Tippen, die Größe der Tastatur, das Design, beleuchtete Tasten, programmierbare Makro-Tasten und am Ende auch der Preis. Denn nicht jeder ist bereit, viel Geld in eine Tastatur zu investieren. Je nach Anspruch oder auch je nachdem, ob man beim Tippen überhaupt sensibel genug ist, Unterschiede zu merken, belassen es viele bei einer Tastatur für 30 bis 40 Euro oder gar weniger. Wir werden euch zu den wichtigen Features von Tastaturen einige Infos und Denkanstöße geben und insbesondere genauer auf die besonderen Eigenschaften der Tasten mechanischer Tastaturen eingehen. Das Ende unseres Specials garnieren wir zudem noch mit einer großen Marktübersicht.
Tastatur: Größe und Ergonomie
Fast jede Tastatur sieht vom Prinzip her gleich aus: Mehrere parallel zueinander platzierte Reihen mit einzelnen Tasten ergeben das Tastaturfeld. Doch es gibt natürlich Unterschiede. Manche Tastaturen haben Zusatztasten, bei anderen sind die standardmäßig vorgesehen F-Tasten mit einem klaren Abstand zu den Zahlentasten angebracht, bei manchen sind sie direkt darüber oder gar per FN-Taste, wie bei vielen Laptops, in den Zahlentasten integriert.
Das rechts liegende Nummernfeld (auch NumPad) kann mit einem kleineren oder größeren Abstand vorhanden sein - oder gänzlich fehlen. Vor allem im Gamingbereich gibt es für Spieler, die nicht viel Platz haben, daher die sogenannten Tenkeyless-Modelle. Ohne Tenkey, also ohne Nummernfeld, kann eine Tastatur nämlich logischerweise schmaler ausfallen.
Für die Ergonomie haben viele Tastaturen auch noch eine Handballenablage. Diese ist abnehmbar, da nicht jeder diese Hilfe braucht oder sie sogar als störend empfindet. Die generelle Ergonomie ist aber sehr einheitlich - vom Standardschema abweichende Tastaturen gibt es nur sehr wenige für den Bürosektor gedachte Tastaturen.
Als Spieler solltet ihr euch lediglich Gedanken darüber machen, ob ihr Zusatztasten benötigt und wenn ja: ob diese bei euren in Frage kommenden Tastaturmodellen bei eurer Spielweise gut erreichbar sind.
Rubberdome und mechanische Tastaturen
Quelle: PC Games Hardware
Bei manchen Modellen liegen die Tasten mit den Switches frei, was optisch ansprechend sein kann, aber vor allem auch das Entstauben erleichtert. Hier im Bild ein Modell der Vulcan-Serie von Roccat.
Seit einigen Jahren beherrschen mechanische Tastaturen die Gamer-Szene, und wer viel tippt oder auch spielt, kann sicher durchaus bestätigen, dass das Gefühl dabei ein anderes als mit den deutlich günstigeren so genannten Rubberdome-Tastaturen ist.
Nicht jeder merkt die Unterschiede oder mag sie, auch da sie das Image haben, recht laut zu sein, was aber bei modernen Modellen nur bedingt stimmt. Selbst, wer durchaus die Vorteile zu schätzen weiß, findet ihn möglicherweise nicht groß genug, um mehr als eine normale 30-Euro-Tastatur zu kaufen.
Aber der Erfolg spricht für sich. Mechanische Tastaturen sind übrigens bereits viele Jahrzehnte alt, wurden aber zunächst von Rubberdome-Modellen verdrängt. Denn letztere sind sehr billig herzustellen: Unter den Tasten ist eine Gummimatte mit jeweils einer Kuppel unter jeder Taste.
Beim Drücken der Taste drückt ihr die Kuppel herunter, die unter der Matte auf der Platine einen Mikroschalter betätigt - die Taste gilt dann als gedrückt. Bei einer mechanischen Taste hingegen ist unter jeder einzelnen Taste eine Konstruktion mit einer Metallfeder, was in der Produktion deutlich teurer ist.
Dafür kann man der Taste gezielt ein bestimmtes Tippgefühl einverleiben, zudem gelten diese Tasten als verschleißärmer als Rubberdome-Modelle. Wegen der Vorteile sind mechanische Tastaturen, die fast schon vom Markt verschwunden waren, inzwischen so beliebt, dass man dank der sich lohnenden Massenproduktion eine riesige Auswahl an Modellen hat, die zumindest beim Einstieg nicht mehr so teuer sind wie noch vor einigen Jahren. Was es mit den Tastern der mechanischen Tastaturen genau auf sich hat, erläutern wir auf den nächsten zwei Seiten.
