Zeit für eine Geschichte? Der Rachefeldzug von Tales of Berseria dauert auch nur 50 Stunden!
Velvet Crowe trägt nicht nur einen Stripper-Namen, sie kleidet sich auch dementsprechend in zerfetzten Hotpants, Overknee-Strümpfen und einem roten Haltertop mit waghalsigem Underboob-Dekolleté. Aber bevor nun wieder die Schreie nach sexistischen Japano-Spielen laut werden: Ihr könnt der Dame und Heldin von Tales of Berseria auch einen weitaus harmloseren Fummel anziehen - oder einen noch freizügigeren. Ganz wie es beliebt!
Quelle: Games Aktuell
Roter Mond:
Ein Trauma richtet in Velvets Seele großen Schaden an. Fortan wird all ihr Handeln nur von Rache getrieben. (PS4)
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Mäßig animiert:
Die Anime-Passagen sehen passabel aus. Gerade in Action-Szenen fallen aber steife Bewegungen der Helden auf. (PS4)
Black Velvet
Einst war Velvet eine ganz normale, fröhliche junge Frau. Ein wortwörtlich einschneidendes Erlebnis jedoch verwandelte sie in einen vergeltungssüchtigen Schatten ihrer selbst. Verflucht wurde die Gute auch noch - keine schöne Situation also, die Ausgangslage von Tales of Berseria.
Velvets Rachefeldzug schließen sich im Verlaufe des etwa 50-stündigen Abenteuers diverse Mitstreiter an. Sie alle sind vielleicht keine einzigartigen Charaktere, dafür tragen sie zu viel Anime-Klischee-Ballast mit sich herum. Sie wirken aber dennoch sympathisch und handeln einigermaßen nachvollziehbar. Dass der Protagonist des sechzehnten Teils der Tales-Reihe dieses Mal nicht ein unerträglich aufrichtiger Bessermensch ist, trägt eine Menge zum Vergnügen bei.
Präsentiert wird die Handlung einerseits durch nicht gerade überragend animierte Anime-Szenen. Dann gibt es noch die Zwischensequenzen, in denen die (recht hübschen) Spielmodelle der Figuren zu sehen sind. Gespräche in der Gruppe finden in Form von eingeblendeten Charakter-Artworks statt. Es gibt auf jeden Fall viel zu lesen und viel zu lauschen, die englische Sprachausgabe ist dabei einigermaßen in Ordnung, aber bei Weitem nicht so gelungen wie die japanische. Der Soundtrack ist unaufdringlich und somit schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwunden.
Quelle: Games Aktuell
Gemischtes Doppel:
Die Gegner gehören oft unterschiedlichen Typen an. Die meisten stellen euch nicht vor spielerische Probleme. (PS4)
Fight like a girl
Ähnlich wie in den letzten Vorgängern werden Gefechte in Echtzeit ausgetragen, nachdem ihr ein herumlaufendes Gegnermodell berührt habt - Zufallsbegegnungen gibt es üblicherweise nicht. Ihr könnt alle Charaktere in eurer Party steuern und anpassen, der Clou ist das Aneinanderreihen von diversen Kombos. Blocken und Ausweichen dürft ihr auch und wer sich geschickt anstellt, die Schwächen der Feinde ausnutzt und regelmäßig seine Spezialattacken entfesselt, der wird mit kaum einem Feind oder Boss im Spiel Probleme haben. Wer möchte, taucht tief in das Kampf- und Ausrüstungssystem ein und hat zig Optionen zur Optimierung der Charaktere. Ein Muss ist das aber nicht.
Die Umgebung in Tales of Berseria ist nicht sonderlich ansprechend. In den zum großen Teil engen Level-Schläuchen gibt es außer flachen Texturen und ein paar glitzernden Sammelobjekten wenig zu sehen. Die Dungeons sind simpel aufgebaut und manchmal mit frustrierenden Schaltermechaniken versehen, die dafür sorgen, dass man viel in der Gegend herumlaufen muss. Ebenfalls Standardware sind eine Vielzahl der Nebenquests und die Welt, in der Tales of Berseria spielt. Auch die Monster werden euch nicht vom Hocker reißen. Dafür fühlt man sich als Japano-Veteran auf jeden Fall sehr wohl inmitten dieser ganzen etablierten Klischees.
Quelle: Games Aktuell
Auf die 12:
Mit Spezialattacken heizen Velvet und ihre Freunde Gegnern so richtig ein. Die Attacken sind nett in Szene gesetzt. (PS4)
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Farbenprächtig:
Die erste Umgebung ist eine der hübschesten. Der bunte Herbstwald macht richtig was her! (PS4)
Die fünfzehn Vorgänger muss man indes nicht kennen, um in Tales of Berseria einzusteigen - das wäre ja auch noch schöner! Die Story in Berseria ist zwar tatsächlich ein Prequel zu Tales of Zestiria aus dem Jahre 2015, aber die Verbindungen sind zum großen Teil vage. Immerhin spielt Berseria ganze tausend Jahre vor Zestiria.
Beinahe tausendjährig fühlt sich übrigens der behäbige Einstieg des Abenteuers an, mit immer wieder aufploppenden Tutorial-Anweisungen und Erläuterungen. Aber auch das wird Genre- und Serienfans bekannt vorkommen.
Ein Lob geht in Richtung Kamera: Anders als im Vorgänger gibt es kaum noch Momente, in denen die Übersicht von einer störrischen Linse zunichtegemacht wird. Durch viele bunte Effekte und herumwuselnde Feinde sowie Mitstreiter ist es ab und zu trotzdem schwierig, den Überblick in den Gefechten zu behalten. Das sorgt aufgrund des moderaten Schwierigkeitsgrades aber so gut wie nie für Frust.
Entwickler: Bandai Namco | Hersteller: Bandai Namco | Sprache: Englisch (deutsche Texte) | Altersfreigabe: Ab 12
