Taktik trifft Endzeit-Survival: Wie spielt sich Survive the Fall und warum lässt mich das Spiel nicht mehr los?

Kolumne Vivien Ziermann
Taktik trifft Endzeit-Survival: Wie spielt sich Survive the Fall und warum lässt mich das Spiel nicht mehr los?
Quelle: Toplitz Productions

Survive the Fall ist kein typisches Survival-Spiel. Es kombiniert Strategie, Städtebau und Story mit packendem Survival. Aber lohnt sich der Einstieg?

Interessante Geschichte mit vielen Seiten

Um die Erkundung der Welt weiterhin spannend zu halten, haben die Entwickler außerdem eine spannende Handlung und viele verschiedene Fraktionen in ihr Spiel geschrieben. Während ich also damit beschäftigt bin, herauszufinden, was mit der Welt geschehen ist, begegne ich immer wieder skurrilen Charakteren aus verschiedenen Fraktionen.

Jede der Fraktionen hat einen anderen Weg gefunden, mit den neuen Bedingungen auf der Erde zu leben und verfolgt ihre eigenen Interessen. Die meisten stehen mir zunächst friedlich gegenüber. Erledige ich einige Quests für sie, steige ich in der Gunst der Fraktion und bekomme neue Informationen über den Untergang der Welt sowie neue Ausrüstung und Hinweise.

Die einzelnen Charaktere, denen ich in der Welt begegne, haben in der Regel zu einer der anderen Fraktionen gehört und sich aus verschiedenen Gründen von dieser Fraktion abgewandt oder sind ausgeschlossen worden. Nachdem ich einige Quests für sie erledigt habe, meist brauchen sie lediglich Hilfe bei unerledigten Angelegenheiten, kann ich entscheiden, ob sie sich meinem Lager anschließen. Entscheide ich mich dafür, bekomme ich nicht nur ein weiteres fähiges Team-Mitglied, sondern steige auch im Ansehen der jeweiligen Fraktion.

Völlig egal, was ich von den Werten der verschiedenen Fraktionen halten mag, sind ein hohes Ansehen und friedliches Zusammenleben unabdingbar. Denn neben den ungastlichen Bedingungen der neuen Welt gibt es einen weiteren gemeinsamen Feind: eine Fraktion von Kultisten, die Jagd auf alle anderen Menschen macht, um diese zu opfern.

Bildergalerie

Nicht sehr einsteigerfreundlich

Nach mehreren Stunden in Survive the Fall ist das Spiel für mich eine gelungene Abwechslung zu dem sonst oft sehr ähnlichen Survival-Alltag. Die Charaktere und Fraktionen sind gut geschrieben, die Welt ist interessant und der Gameplay-Mix beinhaltet von jedem Genre gerade genug, um zu begeistern, ohne zu tief in die einzelnen Aspekte einzutauchen.

Natürlich kommt jetzt trotzdem ein großes ABER: Besonders der Einstieg verlangt einen langen Atem. Durch den Mix so vieler verschiedener Elemente ist der Start trotz Tutorial teilweise überfordernd, da man vor lauter Spielelementen schnell den Überblick verliert. Kaum fängt man an, das erste Element zu begreifen, wird einem schon das nächste um die Ohren gehauen. Wer da nicht den Ehrgeiz hat, länger am Ball zu bleiben, kann schnell das Interesse verlieren.

Ich habe tatsächlich mehrere Stunden gebraucht, bis mich der Titel wirklich überzeugt hat und bin eher aus Pflichtgefühl statt aus Spiellust an der Sache drangeblieben. Jetzt freue ich mich darüber, denn andernfalls wäre mir eine sehr einzigartige Spielerfahrung durch die Lappen gegangen. Wer aber Action-geladenes Survival sucht, sollte seinen Blick dann doch lieber in Richtung Sons of the Forest oder ähnlicher Vertreter richten. Allen anderen, die den ungewöhnlichen Genre-Mix von Survive the Fall eine Chance geben wollen, kann ich nur raten, einige Stunden dranzubleiben. Es lohnt sich.

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