Taktik trifft Endzeit-Survival: Wie spielt sich Survive the Fall und warum lässt mich das Spiel nicht mehr los?
Kolumne
Survive the Fall ist kein typisches Survival-Spiel. Es kombiniert Strategie, Städtebau und Story mit packendem Survival. Aber lohnt sich der Einstieg?
Über den Taktikbildschirm kann ich außerdem einstellen, wie sich meine Begleiter in einem offenen Kampf verhalten sollen. Je nach Ausrüstung können sie sich im Fern- oder Nahkampf nützlich machen und offensiv oder defensiv kämpfen oder sich sogar in Sicherheit bringen, falls ich nicht ausreichend Heilung dabeihaben sollte.
Anders als bei den Taktikspielen, die ich bisher gespielt habe, finden bei Survive the Fall die Kämpfe trotzdem in Echtzeit statt. Es gibt keine begrenzten Aktionspunkte oder rundenbasierte Planung. Das macht den Taktikanteil für mich nicht nur deutlich angenehmer, sondern auch zugänglicher.
Gründung einer Gemeinschaft
Wie in jedem guten Survival-Spiel gehört natürlich auch in Survive the Fall der Aufbau einer Basis zu den Kernelementen des Spiels. Doch hier wird das Ganze eine Nummer größer. Anstatt eines eigenen Unterschlupfs erbaue ich hier eine ganze Siedlung. Mit bis zu über 30 Anlagen und Einrichtungen setze ich mit meiner Basis den Grundstein einer ganzen Gemeinschaft, die im Verlauf der Geschichte stetig wächst.
Einrichtungen wie die Kantine, Unterkünfte oder die Krankenstation sind essenziell, um die Bedürfnisse meiner Gemeinschaft zu erfüllen, wohingegen Gebäude wie das Labor oder die Werkstatt neue Ausrüstung und Equipment freischalten.
Apropos Labor: In Survive the Fall gibt es einen sehr umfangreichen Forschungsbaum, über den neue Materialien, Gebäude und Fertigkeiten freigeschaltet werden. Die dafür notwendigen Forschungspunkte erhalte ich, indem ich Artefakte der Welt vor dem Einschlag von Expeditionen mitbringe und diese anschließend studieren lasse.
Quelle: Toplitz Productions
Die verschiedenen Gebäude lassen sich wie in einem klassischen Aufbauspiel mithilfe eines Rasters frei im Bereich des Lagers platzieren, im Verlauf des Spiels weiter ausbauen und mit neuen Räumen ergänzen. Durch die wachsende Gemeinschaft gilt es stets, darauf zu achten, dass immer ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen. Dabei hilft auch die Zuweisung zu automatisch auszuführenden Aufgaben.
Niemand ist allein
An jedem neuen Tag habe ich die Wahl, ob ich im Lager bleibe und mich mit dem Ausbau und der Forschung beschäftige, oder ob ich mit meinem Team eine Expedition in der offenen Welt unternehme. Gerade am Anfang sollte ich jedoch möglichst täglich auf Expeditionen gehen. Denn die Nahrung ist knapp, und bis ich die entsprechenden Gebäude erforscht habe, kann ich im Lager keine Verpflegung herstellen.
Vor Beginn jeder Expedition habe ich die Wahl, wie viele Team-Mitglieder ich dabeihaben will. Ich kann mich allein oder in einer Gruppe von bis zu drei Personen auf den Weg machen. Wie bereits erwähnt, bedeuten mehr Personen ein größeres Inventar und mehr Kampfkraft, aber auch einen höheren Verbrauch an Lebensmitteln und Medizin.
Dennoch sollte ich die offene Welt nicht allein durchstreifen. Die verschiedenen Begleiter können mit den unterschiedlichsten Fern- und Nahkampfwaffen ausgestattet werden, die ich schlichtweg allein nicht tragen kann, was große Vorteile für mögliche Konflikte bietet.
Außerdem hat jedes meiner Team-Mitglieder individuelle Fähigkeiten und Bereiche, in denen er oder sie besonders gut ist. So gibt es zum Beispiel ein Mitglied, das besonders schnell und effizient Holz abbauen kann, ein anderes ist geschickt im Umgang mit Dietrichen oder besonders begabt beim Spurenlesen. Je nach Ziel der jeweiligen Expedition ergibt sich die Zusammenstellung des Teams fast von allein.
