Super Mario Maker 2 im Test, Seite 2: Online-Modus, Singleplayer, Meinung und mehr
Test
Mehr von allem - aber deswegen auch besser? Der Pilzkönigreich-Editor rund um den berühmtesten Klempner der Welt kommt endlich auf die Nintendo Switch. Wir haben intensiv Level gebaut und gespielt und erklären in unserem großen Test, was Super Mario Maker 2 besser macht als der Vorgänger und wo es hinter den Wii-U-Erstling zurückfällt.
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Quelle: PC Games
Neu dabei: vertikale Levels! Anstatt von links nach rechts müssen wir dann von oben oder unten oder umgekehrt gelangen. Das ermöglicht ganz neue Herausforderungen.
Zumindest im lokalen Modus. Online dürfen wir zum Launch nämlich leider nur gegen Zufallsbekanntschaften, nicht aber gegen Freunde antreten. Anscheinend war ursprünglich geplant, dass das auch so bleibt. Nach jeder Menge negativem Fan-Feedback versprachen die Entwickler aber, Online-Multiplayer mit Freunden so rasch wie möglich via Patch hinzuzufügen. Ein bisschen warten müssen wir auf dieses Feature also noch! Übrigens kann nicht nur gemeinsam gespielt, sondern auch gebaut werden, wobei jeder Spieler mit einem Joy-Con hantiert. Das ist allerdings aufgrund der sehr beschränkten Möglichkeiten durch die fehlenden Tasten nicht viel mehr als ein nettes Gimmick. Auch hier hoffen wir auf ein Einsehen via Patch, denn an und für sich finden wir die Idee reizvoll, uns beim Basteln entweder beizustehen oder im Gegenteil uns gegenseitig zu behindern.
Blockige Tauschbörse
Quelle: PC Games
Da wir nun auch mit Tasten bauen können und die Touchscreen-Steuerung nicht mehr so präzise ist wie auf der Wii U, sorgen diese Ringmenüs für Abhilfe.
So viel zum Basteln. Doch einmal gebaut, müssen unsere kleinen Meisterwerke natürlich auch in die Weiten des Internets gejagt werden! Das funktioniert genauso wie auf der Wii U: Für den Upload müssen wir unseren Level erst selbst bestehen, bevor wir ihn mit anderen Baumeistern teilen dürfen. Das ist ein sehr sinnvoller Schritt, denn dadurch werden unmögliche Konstrukte verhindert - und schlicht schlechte Level werden durch das Like- und Dislike-System aussortiert. Die Levelsuche via ID ist zwar noch immer nicht ideal, aber immerhin erlauben uns zahlreiche Filter, gezielter nach Werken zu suchen. So können wir etwa einstellen, ob wir an Multiplayer-tauglichen Welten, solchen mit Puzzle-Elementen oder kurzen, knackigen Herausforderungen interessiert sind. Die Suche nach Creators und Levelnamen wird hingegen noch immer nicht unterstützt. Warum, weiß wohl nur Mario selbst. Trotzdem stellt das Online-Interface insgesamt einen großen und wichtigen Schritt nach vorne dar.
Royaler Bauauftrag
Quelle: PC Games
Die Suche nach Baumeister-Namen ist noch immer nicht möglich. Trotzdem wurde die Navigation im Online-Menü im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert.
Und wer will, kann sich in der Endless Challenge wieder einmal, aufgeteilt in vier Schwierigkeitsgrade, User-Kreationen aus aller Welt stellen und versuchen, so viele wie möglich zu absolvieren. Nicht mehr enthalten sind hingegen die dereinst ebenfalls hier anwählbaren 100 von Nintendo erstellen Welten. Sie wurden jedoch durch etwas Besseres ersetzt: Einen dedizierten Singleplayer-Modus! In dieser Kampagne ist es unsere Aufgabe, Peaches zerstörtes Schloss wieder aufzubauen. Bevor sich jemand wundert: Ja, das ist der gesamte Umfang der Handlung. Für diese Aufgabe absolvieren wir insgesamt über 100 Level, sammeln Münzen und investieren sie bei Baumeisterin Toadette, um die Mauern der royalen Hütte wieder zu errichten. Sogar eine kleine Oberwelt erwartet uns, die tatsächlich auch das ein oder andere nicht allzu gut versteckte, aber nette Geheimnis zu bieten hat. Die zahlreichen Stages, die allesamt mit den Tools des Editors erschaffen wurden, als reine Tutorials abzutun, würde ihnen übrigens nicht gerecht.
Quelle: PC Games
Auch zu zweit kann gebaut werden, allerdings nur mittels zweier voneinander getrennter Joy-Cons. Schade, dass keine usätzlichen Steuerungsoptionen unterstützt werden, denn so funktioniert der Spaß nur leider mäßig gut.
Klar, nicht alle davon sind auf demselben Niveau und manche dienen nur dazu, ein besonderes Spielelement vorzustellen. Nintendo hat sich aber nicht lumpen lassen und hier größtenteils Level abgeliefert, die sich auch vor jenen in den Haupt-2D-Hüpfern nicht verstecken müssen. Gegen Ende hin erwartet uns zudem auch die ein oder andere vergleichsweise knackige Herausforderung, ohne dass jedoch jemals der Anspruch der finalen Welten aus Spielen wie Super Mario World, New Super Mario Bros. Wii und vor allem Super Mario 3D World erreicht wird. Muss aber auch nicht sein! Seine Aufgabe, auch Solisten für ihr Geld etwas zu bieten, erfüllt die Kampagne auch so gut und wartet mit einer anständigen Spielzeit von gut sechs bis zehn Stunden auf. Wer Peaches Schloss samt Umland komplett ausbauen möchte, muss sich jedoch in der finalen Phase auf etwas Münzen-Grinding einstellen, dankenswerterweise, ohne dass selbiges überhandnimmt. Etwas schade finden wir es, dass wir die Stages aus dem Singleplayermodus anders als ursprünglich gedacht nicht im Editor öffnen können. Bei einigen der Kreationen wüssten wir nämlich nur zu gerne, wie Nintendo es geschafft hat, sie so hinzubekommen. Dafür erklärt ein "richtiges" Tutorial uns auf Wunsch in ausgiebigen Lektionen, worauf beim Bauen zu achten ist und welche Möglichkeiten uns neben den offensichtlichen sonst noch zur Verfügung stehen.
Superspaßig, aber nicht perfekt
Ist Super Mario Maker 2 also das bessere Spiel als der erste Teil? Definitiv! Es bietet mehr von allem, macht wahnsinnig viel Spaß und versprüht jede Menge Charme. Allerdings: Eben nicht so viel Charme wie der Erstling, und das ist nur einer von mehreren Aspekten, die es von absoluter Brillanz zurückhalten. Dem Versprechen, den Spielern den Schlüssel zu 2D-Super-Mario in die Hand zu drücken, ist Nintendo einen Schritt nähergekommen, ohne aber die Baumeister-Tore vollends zu öffnen. Viele weitere Inhalte und Bau-Möglichkeiten werden wohl in den kommenden Monaten mit Updates nach und nach hinzugefügt werden und das Spiel wird sich diesem Ideal immer weiter annähern. Bis dahin motzen wir auf höchstem Niveau und begeben uns jetzt zurück in die wunderbare Welt des Bauens. Denn schlussendlich geht es um den Spaßfaktor und da überzeugt Super Mario Maker 2 auf jeden Fall.
Exkurs: Nintendo geht Stiften
Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Weder mit den Tasten noch mit den Fingern funktioniert das Bauen ideal. Für Abhilfe will Nintendo mit einem zusätzlichen Gadget sorgen.
Lust, gratis einen Touchscreen-Stift im Mario-Maker-2-Design abzustauben? Nun, dann ... seid ihr zu spät dran. Den gab es nämlich nur, wenn man die Limited Edition des Titels vorbestellt hat. Allerdings, noch ist nicht aller Tage Abend, denn Nintendo deutete an, dass der stylische Stylus auch regulär im Handel angeboten werden soll, dann halt für einen kleinen Obulus. Aber lohnt sich die Anschaffung denn überhaupt? Nun, auch, wenn das Bauen auf der Switch niemals so gut funktioniert wie auf der Wii U und wir persönlich sogar die Tastenkontrolle dem Touchscreen vorziehen, so klappt's mit Stift doch unvergleichlich besser denn mit den Finger. Gute Nachricht für all jene, die bereits irgendeinen anderen Stift für aktuelle Touchscreens zu Hause haben: Die funktionieren ebenfalls problemlos.
Exkurs: Eine Szene, viereinhalb Möglichkeiten
Nur einen Knopfdruck braucht's und wir wechseln zwischen den vier klassischen Grafikstilen. Wir zeigen, wie sich die vier Varianten unterscheiden - und was es mit dem Sonderfall Super Mario 3D World auf sich hat.
Super Mario Bros.
Das erste Super Mario Bros. ist definitiv die simpelste Bauvariante. Nicht nur existieren weniger Baugegenstände als in den anderen Stilen, auch die Steuerung erlaubt nur das absolute Minimum an Aktionen.
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Test zu Super Mario Maker 2: Level-Editor mit vielen Stärken und kleinen Macken
Super Mario Bros. 3
Etwas mehr zu tun gibt es mit Super Mario Bros. 3. So wartet der Tanooki-Anzug auf Power-up auf uns und wir können Gegenstände in der Hand halten. Wegen des NES-Ursprungs funktioniert die Steuerung aber noch immer sehr simpel.
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Test zu Super Mario Maker 2: Level-Editor mit vielen Stärken und kleinen Macken
Super Mario World
Jetzt aber: In Sachen Item-Vielfalt legt Super Mario World noch mal einen drauf. Vor allem aber können wir nun mit den Schultertasten einen Drehsprung ausführen, dank dem wir uns sogar auf Stacheln unbeschadet fortbewegen können.
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Test zu Super Mario Maker 2: Level-Editor mit vielen Stärken und kleinen Macken
New Super Mario Bros. U
New Super Mario Bros. U erweitert die Steuerung mit Wandsprung, Dreifachsprung, Stampfattacke und anderen Details gewaltig. Auch lassen sich Items noch kreativer miteinander kombinieren als in den älteren Stilen.
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Test zu Super Mario Maker 2: Level-Editor mit vielen Stärken und kleinen Macken
Super Mario 3D World
Prinzipiell ist Super Mario 3D World eine super Sache und bringt viele exklusive Features mit sich, allerdings können wir nicht frei zwischen ihm und den anderen Stilen wechseln. Aber hey, jetzt gibt es einen Weitsprung!
Quelle: PC Games
Test zu Super Mario Maker 2: Level-Editor mit vielen Stärken und kleinen Macken
