Story of Seasons: Pioneers of Olive Town - Preview zur Farming-Sim

Special Katharina Pache
Story of Seasons: Pioneers of Olive Town - Preview zur Farming-Sim
Quelle: Marvelous Interactive

Gleicher Release-Monat, gleiches Genre, gleicher Inhalt? Nicht ganz! Wie sie sich Story of Seasons: Pioneers of Olive Town von der Konkurrenz Harvest Moon: One World unterscheidet, lest ihr in der Vorschau.

Solltet ihr schon einen Farming-Simulation in eurem Leben gespielt haben, dann kommt euch folgende Handlung sicherlich vage bekannt vor: Ihr entschließt euch, den verwahrlosten Bauernhof eures verstorbenen Großvaters zu übernehmen! In Story of Seasons bleibt man Serien- und Genrekonventionen in dieser Hinsicht treu, denn ratet mal, wie das Spiel beginnt - richtig, indem ihr den Bauernhof eures Opas übernehmt. Das Stück Land ist über die Jahre ziemlich heruntergekommen, und wer, wenn nicht ihr, soll sonst das Gehöft wieder auf Vordermann und den Kontostand in den schwarzen Bereich bringen?

Mit diesem hehren Ziel zieht ihr wahlweise als Jungbauer oder -Bäuerin aus der Großstadt in die Pampa, genauer gesagt in die Nähe der kleinen Ortschaft Olive Town (auf Deutsch heißt die Siedlung Olivingen), der das Spiel auch den Untertitel verdankt. Ja, diese Prämisse ist ziemlich ausgelutscht, aber sehen wir uns mal an, was der Rest des Spiels an Ideen bietet.

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Säen, gießen, ernten

Auf in ein neues Leben: Aus der hektischen Großstadt zieht ihr auf den Hof eures Großvaters, um ab sofort im Einklang mit der Natur zu leben.  Quelle: Marvelous Interactive Auf in ein neues Leben: Aus der hektischen Großstadt zieht ihr auf den Hof eures Großvaters, um ab sofort im Einklang mit der Natur zu leben.  In erster Linie natürlich werdet ihr auch in Pioneers of Olive Town viel Zeit und Schweiß auf dem Acker investieren. Auf den Feldern baut ihr Gemüse und Obst an, dafür muss der Boden bearbeitet, Samen eingepflanzt und die Gewächse bewässert werden. Das unkaputtbare Farming-Sim-Prinzip funktioniert also auch im neuen Teil nicht nennenswert anders als in all den Spielen zuvor. In Story of Seasons könnt ihr außerdem Tiere halten, zum Beispiel Kühe oder exotischere Kreaturen wie Lamas, deren Naturprodukte ihr gewinnbringend verkauft. Apropos verkaufen: Olivingen liegt ziemlich weit ab vom Schuss und könnte Investitionen in die Infrastruktur vertragen, damit mehr Touristen angelockt werden. Hier kommt ihr ins Spiel, denn neben der Bewirtschaftung eures Hofes sollt ihr euch auch um die Verschönerung der ganzen Halbinsel kümmern, auf der ihr lebt. Zwar bietet die Umgebung nicht unterschiedliche Klimazonen wie es bei Harvest Moon: One World der Fall ist, aber neugierig soll die Wildnis dennoch machen.

Kühe, Hühner, Schafe – auch in Story of Seasons haltet ihr unterschiedliche Tierarten, die euch mit wertvollen Naturprodukten versorgen. Quelle: Marvelous Interactive Kühe, Hühner, Schafe – auch in Story of Seasons haltet ihr unterschiedliche Tierarten, die euch mit wertvollen Naturprodukten versorgen. Dafür sollen nicht nur jede Menge Wildtiere und -Pflanzen, sondern auch Rohstoffe sorgen. Die Ressourcen werden nicht nur für das Cratfting benötigt - ihr könnt zum Beispiel Zäune herstellen, Sprinkler, die euch das Gießen abnehmen und vieles mehr - sondern auch für das Absolvieren von Nebenaufgaben. Die Bewohner von Olivingen nämlich haben regelmäßig Aufträge für euch. Bei Erfüllung wächst und gedeiht nicht nur das Dorf, sondern die Bewohner werden euch auch immer mehr ins Herz schließen. Vielleicht sogar so sehr, dass eine Hochzeit ansteht! Zu einem zünftigen Farming-Simulator gehört seit jeher die Option, Partner zu umwerben und zu ehelichen, um schließlich eine Familie zu gründen. Wie bei Harvest Moon steht noch nicht fest, ob gleichgeschlechtliche Beziehungen möglich sind, oder ob die Wahl einer weiblichen, beziehungsweise männlichen Spielfigur gewisse Dating-Optionen von vorne herein ausschließt. Im nächsten März wissen wir spätestens mehr, denn dann erscheint Story of Seasons: Pioneers of Olive Town (jetzt kaufen 27,14 € ) auf der Switch. Die Konkurrenz Harvest Moon hat dabei zeitlich eine Nasenlänge Vorsprung, denn das kommt Anfang statt Ende März raus und steht damit früher in den Startlöchern.

Typisches Landleben

Wer gigantische Felder anlegt, freut sich über nützliche Hilfsmittel wie Sprinkler. Sie übernehmen das Gießen und sparen somit viel Handarbeit. Quelle: Marvelous Interactive Wer gigantische Felder anlegt, freut sich über nützliche Hilfsmittel wie Sprinkler. Sie übernehmen das Gießen und sparen somit viel Handarbeit. Während Harvest Moon mit der großen Welt und unterschiedlichen Ortschaften in verschiedenen Breitengraden etwas innovativer wirkt, konzentriert sich Story of Seasons wirklich auf die alteingesessenen Aspekte des Genres und der Serie. Das muss nicht schlecht sein und dürfte vor allem den treuen Fans mit Vorliebe für Tradition schmecken. Die Neuerungen findet man in Pioneers of Olive Town eher im Detail, etwa bei der Möglichkeit, die Farm und Umgebung nun so individuell wie noch nie anpassen zu können. Das erinnert teilweise ein wenig an Animal Crossing: Ihr könnt zum Beispiel Bänke platzieren, sie einfärben, die Ställe umgestalten und so weiter.

Für Freizeitvergnügen ist in Form von Nebenbeschäftigungen wie dem Angeln oder dem Erzabbau unter Tage gesorgt, aber freilich ist das keine bahnbrechende Neuerung, sondern inzwischen Genre-Standard. Was die Technik betrifft, macht Story of Seasons eine etwas bessere Figur als Harvest Moon, zumindest den Trailer-Szenen nach zu urteilen. Mit leichtem Cel-Shading-Look und flüssigeren Animationen als bei Harvest Moon gewinnt vielleicht auch Pioneers of Olive Town keine Grafik-Preise, schaut aber sauberer und wertiger aus als der Nebenbuhler. Aber wir müssen im Hinterkopf behalten: Beide Titel sind noch in Arbeit, vielleicht werden sie ja vor ihrem Release im März 2021 noch ein bisschen aufgehübscht - schaden würde es nicht.

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