Mit Story of Seasons: Grand Bazaar liefert uns Marvelous ein weiteres Remake, diesmal vom fast gleichnamigen Original aus der Harvest-Moon-Reihe. Im Test kann das Spiel nur teilweise begeistern.
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Der Alltag in der Kleinstadt
Das Jahr in Brisendorf ist vollgestopft mit zahlreichen, meist abwechslungsreichen Feierlichkeiten und anderen Events. So dürfen wir beispielsweise zum Blumenfest und Honigtag im Frühling den anderen Dorfbewohnern Blumen und Honig schenken - und für die meisten Schenkungen sogar manchmal Preise gewinnen - oder auch mal bei Haustiershows sowie im Pferderennen unser Können in Minispielen beweisen.
Können ist hierbei jedoch relativ, denn die Minispiele bestehen eigentlich alle daraus, die richtigen Tasten in der richtigen Reihenfolge zu drücken. Das kann Vor- oder Nachteil sein: Für Gelegenheitsspieler oder Anfänger ist das vielleicht völlig ausreichend, aber alle versierteren Zocker, die nach einer Challenge suchen, kommen hier vermutlich nicht auf ihre Kosten.
Insgesamt sind die Events jedoch eine Stärke von Story of Seasons: Grand Bazaar (jetzt kaufen 53,16 € ), nicht nur weil sie Abwechslung in den Farming-Alltag bringen, sondern auch weil sie uns als Spieler gezielt dazu anhalten, die verschiedenen Spielelemente auszuprobieren - wie zum Beispiel Landwirtschaft, Kochen und Backen, Tierhaltung und vieles mehr.
Quelle: PC Games
Das Dorfleben ist nicht langweilig, ganz im Gegenteil: Es finden regelmäßig besondere Veranstaltungen statt, die ein wenig Abwechslung in den routinierten Farmalltag bringen.
Besonderes Augenmerk legen wir auf das namengebende Event: den Basar. Jeden Samstag werden wir dazu eingeladen, unsere Erträge der Woche auf dem großen Marktplatz zu verkaufen. Das passiert in einer weiteren Art Minispiel: Wir stellen unsere Waren auf dem Tresen aus, locken mit der Glocke potenzielle Kunden an und verkaufen unser Sortiment durch einfaches Anklicken.
Außerdem haben wir die Möglichkeit, auf dem Basar auch selbst einzukaufen - seien es Tiere, Charakterverbesserungen wie den Doppelsprung oder einfache Deko-Artikel für unseren eigenen Stand.
Allein durch die Teilnahme an diesem wöchentlichen Event kommen wir unserem Hauptziel, den Basar wieder zu einem Großbasar zu machen, stetig näher. Dieser Fortschritt wird nämlich lediglich an unseren Einnahmen sowie der Anzahl neuer Stände auf dem Markt gemessen, womit wir es mit einem weiteren wichtigen Element des Spiels zu tun haben.
Immer wieder begegnen wir NPCs auf dem Basar, die überlegen, dort ihren eigenen Stand zu eröffnen, und wir dürfen ihnen durch Aufträge helfen, diesen Traum zu verwirklichen. Auch als Spieler ziehen wir hier einiges an Nutzen heraus, denn wir können somit auch eine stetig größer werdende Vielfalt an Gegenständen auf dem Basar erwerben - wenn auch leider nur samstags.
Wie lebt sich's auf der Farm?
Große Überraschung: In dieser Farming-Sim dürfen wir auch...farmen! Das geschieht im ganz klassischen Stil: Wir bauen saisonale Pflanzen an, gießen sie regelmäßig und können sie dann nach einigen Tagen ernten. Anders als in beispielsweise Stardew Valley spielt das Wetter aber eine bedeutende Rolle.
Quelle: PC Games
Kühe, Hühner und andere Tiere könnt ihr zusammen in einem Stall halten. Das erspart euch unnötiges Gerenne zwischen verschiedenen Gebäuden und verschafft euch einen besseren Überblick.
Freuen wir uns an manchen Tagen über den Regen, der uns die Bewässerungsarbeit abnimmt, kann uns ein besonders starker Niederschlag auch schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Zieht etwa ein Orkan oder Schneesturm auf, gilt es, unsere Felder vor Schäden an der Ernte zu schützen.
Insgesamt ist das Farming-System natürlich nichts neues. Uns ist es manchmal passiert, dass sich das stumpfe "Pflanzen, Gießen, Ernten" mehr wie eine Hausaufgabe angefühlt hat statt ein spaßiges Feature. Gefallen hat uns jedoch, dass die verbesserten Werkzeuge, auf welche wir gleich eingehen, hier wirklich Arbeit abnehmen. So nimmt die Aufgabe zumindest nicht unproportional viel Zeit in Anspruch und kann gut mal "im Vorbeigehen" passieren.
