Stellaris Nexus: Das 4X-Strategiespiel Light im Vorschau-Check

Special Carlo Siebenhüner
Stellaris Nexus: Das 4X-Strategiespiel Light im Vorschau-Check
Quelle: Paradox

Eine ganze Partie Stellaris in einer Stunde. Das ist das Ziel von Stellaris Nexus. Wir checken, ob das im 4X-Strategiespiel-Kosmos funktionieren kann.

Nachdem unsere Mitspieler und wir uns in Stellaris Nexus für eine Rasse entschieden haben, starten wir ganz klassisch mit einem Planeten und ein paar Raumschiffen, so wie wir es von einem Stellaris auch erwarten. Wir schicken also unsere Raumschiffe los zu den benachbarten Systemen, um sie in unser neues galaktisches Reich einzugliedern. Und stellen schnell fest, dass ihnen offenbar der Sprit ausgegangen ist, denn nach einem kurzen Aufstellen am Systemausgang, geht es nicht mehr weiter. Hier kommt nämlich gleich eine der weitreichendsten Veränderungen zwischen Stellaris Nexus und seiner großen Schwester zum Tragen: Statt in Echtzeit führen wir unsere Aktionen jetzt rundenweise aus. Das klingt erst mal seltsam, schließlich will man ja eigentlich ein schnelleres Erlebnis bieten und Runden sind normalerweise nicht so das Markenzeichen für flotte Matches.

Runde statt Echtzeit

Aber die Entwickler trimmen hier weiter, denn auch unsere Aktionen in einer Runde sind begrenzt. Sie verbrauchen nämlich Unterstützungspunkte. Die bekommen wir pro Runde ausgezahlt und während die erste Aktion der Runde immer nur einen Punkt kostet, benötigen wir mit weiteren Aktionen immer mehr davon. Zusätzlich zu den Unterstützungspunkten gibt es noch einige weitere Ressourcen, wie Produktions-, Forschungs- oder Munitionspunkte.

Doch es kommt tatsächlich noch eine Begrenzung unserer Aktionen in einer Runde obendrauf. Während wir Flotten relativ frei bewegen und Schiffe bauen dürfen, benötigen wir für komplexere Aktionen, wie Handel, Diplomatie, Spionage oder den Gebäudebau sogenannte Erlasse. Von denen bekommen wir pro Runde eine zufällige Anzahl ausgespielt.

Gebäudeauswahl des Bau-Erlass Quelle: Paradox Wählen wir einen Erlass aus, geht es in die Tiefe mit klassischen Stellaris-Entscheidungen. So können wir uns im Forschungserlass entscheiden, welche Technologie als Nächstes erforscht wird, im Bau-Erlass wählen wir, welches Gebäude mit welchem Effekt wir auf Planeten errichten und mit dem Erkundungs-Erlass erforschen wir Anomalien in unseren Systemen. Die starten wie in Stellaris kleine Ereignisse, aus denen wir dann unsere Belohnung wählen.

Das Erlass-System spielt natürlich in das allgegenwärtige Kredo der "schnellen Runde" hinein, hat aber auch noch den Zufallsfaktor eines Kartendecks. Wenn wir mal keine Diplomatie-Karte ziehen, dann können wir auch nicht mit unseren Nachbarn verhandeln und wenn wir nicht genug benötigte Punkte für unsere Erlasse haben, dann können wir sie nicht spielen. In der nächsten Runde sind nicht genutzte Erlasse nämlich weg und werden durch ein neues Set ersetzt.

Punktsieg

Das gibt den Entscheidungen in der Runde eine ganz besondere Tragweite und man sollte sich gut überlegen, wo man seine Punkte investiert und wie man seine Strategie anpasst, wenn man partout nicht die gewünschten Erlasse zieht. Das kann auch in Frust enden, aber wir empfinden die Erlass-Karten trotzdem als gute Mechanik, die allem voran in Multiplayer-Partien für spannende Situationen sorgt. Denn alle Spieler arbeiten schlussendlich auf das eine Ziel hin, der nächste Chef des galaktischen Imperiums zu werden. Um das zu bestimmen, haben sich die Völker auf ein Siegpunktesystem verständigt. Die einfache Regel ist: Wer zuerst 100 Siegpunkte erreicht hat, gewinnt.

Spionagebildschirm in Stellaris Nexus Quelle: Paradox Wer da jetzt aber schon mit den Weltraum-Säbeln rasselt, der sollte vorsichtig sein. Ja, militärische Stärke gibt natürlich Punkte. Hier kommt dann beispielsweise der erwähnte Nexus-Planet in der Mitte der Karte ins Spiel, denn wer den hält, bekommt regelmäßig Punkte in die Kasse gespült. Doch auch pazifistische Spielweisen werden reich belohnt. Wir konnten sogar ganz ohne Krieg und nur mit Erkundung, Produktion, Forschung und der Verbreitung unserer Kultur regelmäßig hohe Platzierungen in der Endwertung erreichen.

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