Stellaris Nexus: Ein Weltraumimperium in einer Stunde
Special
Eine ganze Partie Stellaris in einer Stunde. Das ist das Ziel von Stellaris Nexus. Ob uns hier tatsächlich eine sorgsam raffinierte Version des Weltraum-Strategiespiels ins Haus steht, klären wir im Vorab-Check.
Wer gerne die Strategiespiele von Paradox spielt, der weiß, dass man sich dafür erst mal drei Wochen Urlaub nehmen muss. Schließlich fliegen etwa bei einer einzigen Partie Stellaris die Stunden nur so vorbei. Damit man aber nicht jedes Mal sein ganzes Leben auf Stand-by stellen muss, hatte Paradox eine bahnbrechende Idee: Warum nicht ein Strategiespiel in kurz machen? Daraus ist Stellaris Nexus entstanden, das am 5. Dezember 2023 in den Early Access geht. Ein Stellaris Light, wenn man so will, mit dem Versprechen, dass man eine Partie in ungefähr einer Stunde fertig spielen kann und das am besten mit seinen Freunden im Multiplayer. Dieses Versprechen hält man tatsächlich ein. Wir durften schon Probespielen und checken, ob es am Ende aber auch wirklich so viel Spaß macht, wie eine ausgewachsene Stellaris-Partie.
Strategiespiel in kurz
Das ursprüngliche Stellaris kam 2016 auf den Markt und ist bis heute ein großer Hit unter 4X-Strategiefans. Deswegen hat Paradox aber auch das gemacht, was Paradox mit beliebten Spielen nun mal macht. Endlose DLCs hinterherschieben, durch die Hobbystrategen noch länger bei der Sache bleiben. Gleichzeitig wird auch am Grundspiel weiter gebastelt und erweitert.
Dass Stellaris Nexus hier nicht mit der Featuredichte vom Mammut-Stellaris mithalten kann, ist ganz klar. Aber es hat auch gar nicht den Anspruch, da mitzuhalten. Im Gegenteil will man eben schnelle Partien bieten, die man auch mal an einem Wochentag am Abend starten und beenden kann. Zwar hat Nexus auch einen Solomodus gegen die KI und sogar ein paar Story-Missionen, aber der Fokus liegt auf dem Multiplayer.
Schon im ausgewachsenen Stellaris merkt man, dass Matches eine andere Dynamik im Multiplayer bekommen. Das Taktieren, Paktieren und Ärgern ist mit echten Mitspielern eben etwas spannender, als nur gegen die KI. Genau da setzt Nexus an. Damit man aber nicht ständig darauf angewiesen ist, dass auch alle Zeit haben, um die Partie zu Ende zu spielen, entschlackt man die Möglichkeiten des normalen Stellaris und trimmt es auf flottes Gameplay.
Wir sind etwa vor Spielstart auf acht Rassen begrenzt, die jeweils mit verschiedenen Eigenschaften um die Ecke kommen. Einen Baukasten, in dem wir uns unsere eigene kriegstreibende Nacktmull-Rasse zusammenbauen, gibt es nicht. Um noch etwas mehr Abwechslung unterzubringen, hat jede Spezies noch drei Anführer, die verschiedene Ausprägungen im Rahmen der rassenspezifischen Eigenschaften mitbringen. Außerdem können wir sie während eines Matches weiter aufleveln für zusätzliche Boni, um am Ende eine ultimative Fähigkeit freizuschalten.
Auch die Galaxie, die wir bespielen, ist überschaubarer als im großen Stellaris. Die Karte wird jedes Mal zufallsbasiert generiert, bis auf den zentralen Planeten Nexus in der Mitte, denn der ist Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Die Hintergrundgeschichte des Hauptspielmodus "Succession" dreht sich um ein zerfallendes galaktisches Imperium, aus dem nun acht Rassen hervorgehen und um die Vorherrschaft kämpfen. Den Nexus-Planeten im Zentrum zu erobern und dann auch zu halten, ist dafür ein zentrales Element. Aber Moment mal. Bevor wir hier mit Nexus-Planet, Vorherrschaft und anderen Sachen anfangen, spulen wir noch mal zurück zum Start einer Partie.
