Steel Hunters könnte der neue Battle-Royale-König werden - und ist völlig kostenlos!
Special
Steel Hunters soll das neue Free-to-Play-Flaggschiff von Wargaming werden. Wir konnten die Early-Access-Version ausgiebig anspielen - und wollten den Controller gar nicht mehr aus der Hand legen ...
Spätestens dann wird es nicht nur ziemlich hektisch, sondern auch erfreulich taktisch, denn jetzt sind ständige Absprachen mit den Teamkollegen besonders wichtig, um die Waffensysteme gut aufeinander abzustimmen, optimalen Feuerschutz zu bieten und generell die Oberhand zu behalten.
Gleichzeitig muss ich nun kontinuierlich darauf achten, wie ich meinen Stahlkoloss in der teilweise ziemlich zerklüfteten Umgebung platziere, um nicht ins Kreuzfeuer mehrerer Feinde zu geraten oder mich selbst in eine geografische Sackgasse zu manövrieren.
Hier geht fast alles zu Bruch
Stichwort Umgebung: Die weist in Steel Hunters dank der Unreal Engine 5.3 einen erfreulich hohen Zerstörungsgrad auf. Denn haben sich die futuristischen Hunter erst einmal in Bewegung gesetzt, knicken im Weg stehende Büsche, Bäume, Strommasten, Zäune und dergleichen wie Papierstrohhalme um.
Aber auch eiserne Wassertanks, meterhohe Holzstapel, Häuserblöcke aus Holz und Beton sowie herumstehende Fahrzeuge sind vor der Wucht der Killermaschinen beziehungsweise ihrer mächtigen Waffensysteme nicht sicher.
Quelle: DPS Games / Wargaming
Natürlich lässt sich genau dieser Aspekt an vielen Stellen auch strategisch nutzen, indem man zerstörbare Mauern einfach durchschießt oder potenzielle Deckungen gezielt zum Einsturz bringt, damit sich flüchtende Gegner nicht dahinter verstecken können.
Was sich hingegen oft nicht zerstören lässt, sind massive Steinformationen, weitläufige Brückenkonstruktionen, robuste Vehikel wie tonnenschwere Muldenkipper oder besonders massiv gebaute Häuser und Verteidigungsanlagen.
Hin und wieder sind mir beim Anspielen von Steel Hunters auch Levelobjekte begegnet, die eigentlich zerstörbar schienen, es dann aber doch nicht waren - allen voran ein riesiger gelber Baukran, der gegen jede Art von Gewalteinwirkung immun zu sein schien. Aber wer weiß, vielleicht legt Wargaming in der Early-Access-Phase diesbezüglich noch eine Schippe drauf.
Dynamische Ereignisse
Um den durchaus spannenden Matches zusätzliche Intensität zu verleihen, streuen die Macher zudem optionale dynamische Ereignisse ein. So tauchte beispielsweise in fast jedem unserer "Last Stand"-Partien eine "Berserker Drone" auf, ein besonders gut gepanzerter Drohnen-Einzelgänger, der mit Mörsergranaten großflächigen Schaden anrichtet.
Quelle: DPS Games / Wargaming / Medienagentur plassma
Diese Exemplare vom Himmel zu holen, ist mit einem gewissen Risiko verbunden, garantiert aber auch deutlich hochwertigeren Loot. Von Zeit zu Zeit tauchen außerdem prall gefüllte Versorgungskapseln auf. Deren Position ist für alle Teams deutlich auf der Karte markiert, woraufhin meist ein Wettlauf um die dort zu erwartende Beute entbrennt.
Viel Adrenalin wird auch in der Evakuierungsphase am Ende einer Partie freigesetzt. Ähnlich wie bei Helldivers 2 und Co. gilt es, einen auf der Karte gekennzeichneten Evakuierungspunkt zu erreichen, um sich dort dann per Traktorstrahl an Bord eines verbündeten Raumschiffs beamen zu lassen.
Gut gemacht: Die Musik dreht in dieser letzten Alles-oder-Nichts-Phase noch einmal richtig auf, was der Intensität des Spielerlebnisses definitiv zuträglich ist.
Nach jedem Match belohnt Steel Hunters meine Leistung dann mit Erfahrungspunkten sowie Credits für verschiedene Ingame-Währungen, die ich wiederum für die Verbesserung meines Loadouts und für Upgrades innerhalb eines "System-Baums" ausgeben darf.
Bessere Panzerung, schnellere Schildaufladung, höherer Grundschaden, zusätzliche Ausweichmanöver - die Liste der Tuning-Möglichkeiten ist lang und dürfte Fans über Tage und Wochen motivieren, alles freizuschalten. Wie viel Wargaming-typischer Grind in Steel Hunter tatsächlich steckt, wird sich allerdings erst in der finalen Early-Access-Version zeigen.
