Der Team-Modus des Spiels und unser Fazit
Special
Battle-Royale-Spiele sind aktuell hoch im Kurs. Der bittere Kampf ums Überleben elektrisiert Millionen Spieler. Mit Last Man Standing erhalten alle Freunde dieses Genres nun auch eine kostenlose Alternative. Ob das Spiel einen Download wert ist, haben wir im Anspielbericht für euch geprüft.
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Gemeinsam ist's eben am schönsten!
Haben wir nach einigen Runden endlich einen Kameraden auftreiben können, geht es auch direkt in den Team-Modus von Last Man Standing. Der fängt aber erst einmal exakt wie der Solo-Modus an - mit 2 Minuten Wartezeit und nicht selten auftretenden Schlägereien. Haben wir die überstanden und noch keine Error-Meldung erhalten, geht's direkt wieder in die Spielwelt. Wieder tauchen wir an irgendeiner zufälligen Stelle der Karte auf. Der einzige Unterschied bis dahin ist, dass nun ein Teamkamerad neben uns steht. Aber genau das wertet das Spielerlebnis von Last Man Standing um einiges auf.
Quelle: PC Games
Besonders in den zahlreichen Gebäuden kommt es oft zu unerwarteten Gefechten.
Denn nun gilt es sich abzusprechen, gefundene Ausrüstung fair aufzuteilen und sich im Gefecht nicht allzu dämlich anzustellen. Schließlich sind auch unsere Gegner im Zwei-Mann-Trupp unterwegs. Treffen wir nur auf einen Kontrahenten, müssen wir uns also stets fragen, ob der Teamkollege bereits Tod ist oder hinter der nächsten Ecke auf uns lauert. Das Spiel gewinnt dank der Teamfunktion zudem deutlich an Geschwindigkeit und viele Funktionen machen erst jetzt richtig Sinn. Sind die spontan erscheinenden Loot-Boxen beispielsweise im Alleingang ein sicheres Todesurteil, kann nun der eine Spieler die Umgebung sichern, während der andere die Beute einsackt. Und auch im späteren Spielverlauf wird es wesentlich interessanter. Während einige Überlebenskünstler bereits ihren Teamkameraden verloren haben, sind andere Trupps noch vollzählig. Verkleinert sich der Radius, bedeutet das besonderen für die einsamen Wölfe Stress.
So führt Last Man Standing nicht selten zu wildem Gebrülle im Chat mit Freunden. Schließlich kommen die meisten Situationen unerwartet und erfordern schnelles Reagieren. Für einen hohen Adrenalinspiegel ist also gesorgt und nach dem Tod der Spielfigur juckt es bereits in den Fingern - wir wollen es nochmal versuchen! Speziell im Mannschaftsspiel ist der Spaßfaktor extrem hoch und fordert zum immer wieder Spielen auf. Lediglich die vielen Verbindungsprobleme und Abstürze trüben immer wieder den Spielspaß.
Überlebenskampf für lau
Exakt wie in der populären Vorlage, beenden wir eine Runde in Last Man Standing entweder durch das Überleben als letzter Spieler oder
durch das Ableben unseres Charakters. Der Regelfall ist dabei eher die zweite Option. Sofort gelangen wir zu einer Übersicht, in der wir unsere erspielten Erfahrungspunkte, Errungenschaften und unseren Rang des jeweiligen Spiels sehen.
Spätestens jetzt fällt uns auch auf, dass Last Man Standing ein Free2Play-Titel ist. Gegen Echtgeld können wir sogenannte Starlight Coins kaufen, mit denen wir dann zahlreiche Zusätze freischalten. Diese sind jedoch nur kosmetischer Natur oder bieten einen anfangs erwähnten Boost. Besondere spielerische Vorteile erhält man für das Ausgeben von Geld aber nicht.
Quelle: PC Games
Je kleiner die Spielzone wird, desto häufiger treffen wir auf andere Spieler. Wir sollten dabei stets aufpassen, nicht hinter die blaue Grenze zu geraten.
Damit hätten wir dann auch schon das Hauptargument für den fast 10 Gigabyte großen Download genannt, denn als Free2Play-Spiel schlägt sich Last Man Standing erstaunlich gut. Dennoch kann sich Last Man Standing einem Vergleich zu PlayerUnknowns Battlegrounds nicht entziehen. Es fehlt an eigenen Ideen und an einer fehlerfreien Umsetzung, um mit dem aktuellen Spielehit mithalten zu können. Dazu erhalten wir in Last Man Standing auch wesentlich weniger Updates als im aktuellen Steam-Hit. Zwar läuft der Shooter flüssig und bietet ein relativ gutes Kampferlebnis, besitzt aber bis auf die platzierbaren Schilder keine Alleinstellungsmerkmale. Dazu gesellen sich dann noch die zahlreichen Fehler und Abstürze, die uns noch mehr in die Verlegenheit bringen, vielleicht doch die rund 30 Euro in Battlegrounds zu investieren. Letztendlich ist auch genau das der Maßstab, an dem sich Last Man Standing messen lassen muss: Hat man keine Lust Geld auszugeben oder muss noch für PlayerUnknowns Battlegrounds sparen, kann man mit diesem Spiel definitiv einige spaßige Stunden erleben. Ist man allerdings bereit, etwas Geld für das eigene Battle Royale-Erlebnis auszugeben, ist Last Man Standing seinen Speicherplatz nicht mehr wert. Denn in Battlegrounds erhalten wir nicht nur Zugang zur um einiges größeren Spielergemeinschaft, sondern auch häufigere Updates und eine wesentlich schönere Grafik.
