Starlink: Battle for Atlas auf der E3 gespielt: Interessante Weltraum-Action, mit oder ohne Fox McCloud
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Starlink: Battle vor Atlas in der E3-Vorschau: Die Zeit der mit NFC-Chip ausgestatteten Plastikfiguren, die man in Videospiele beamt, ist vorbei - dachte man. Ubisoft hat das Memo offenbar nicht bekommen und lässt uns in ihrem neuen Weltraum-Abenteuer Raumschiffe basteln. Dazu mag man stehen, wie man will. Das zugrunde liegende Spiel ist auf jeden Fall ziemlich interessant!
Uiuiui, da hat wohl jemand noch nicht mitbekommen, dass das Toys-to-Life-Geschäft á la Skylanders, Disney Infinity und Lego Dimensions ziemlich tot ist! Sei es, weil die Entwicklung zu einer Zeit begann, als die Plastikfiguren-Sammelei noch in war oder weil man denkt, den Hype ein weiteres Mal entfachen zu können - mit Starlink: Battle for Atlas (jetzt kaufen / 26,99 € ) geht Ubisoft nun auf jeden Fall auch unter die Spielzeug-Fabrikanten. In dem Open-World- (beziehungsweise Open-Universe) Abenteuer bauen wir uns ein Set bestehend aus Piloten, Raumschiff sowie zwei Waffen für das fliegende Gerät zusammen. Das formschöne Ding wird dann mit einer Klammer am Controller befestigt und wir wechseln etwa das Schiff aus, wenn es beschädigt ist oder die Waffen, wenn wir auf andere Art und Weise angreifen wollen. Klingt komisch, ist es auch. Zudem sehen die Plastik-Schiffchen nett aus, wirken aber etwas gar zerbrechlich.
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Starlink's Guide to the Galaxy
Quelle: Ubisoft
Starlink: Battle for Atlas - E3-Screenshots zum Ubisoft-Spiel (2)
Aber lassen wir dieses Plastik-Gimmick mal Plastik-Gimmick sein und stellen uns lieber die Frage: Taugt denn das Spiel was? Nach gut 45 Minuten im Universum von Starlink: Battle for Atlas können wir sagen: Auf jeden Fall! Mit dem Schiff unserer Wahl (ein volles Set liegt dem Starterpack bei, neues Material müssen wir kaufen; das ist aber nicht zwingend notwendig, um das Spiel zu absolvieren) finden wir uns in den Weiten des Weltalls wieder. Die Steuerung unseres Schiffes ist simpel, aber ansprechend. Wir führen einen Boost aus, vollführen Ausweich-Manöver, ballern mit den linken und rechten Schultertasten aus verschiedenen Waffen und mehr. Das ist auch immer wieder mal der Fall im All, denn böse Gegnerhorden wollen uns an den Kragen. Nur, wer geschickt vorgeht, ausweicht, Deckung sucht und mehr, hat Erfolg.
Wanderer zwischen den Welten
Sind wir nicht gerade in eine Schlacht verwickelt, so steht uns ein sehr großes, im Gegensatz zum spielerisch und stilistisch ähnlichen No Man's Sky aber nicht unendliches und somit deutlich individueller gestaltetes Universum zum Erforschen zur Verfügung. Wie groß das All genau ist beziehungsweise wie viele Planeten darin auf uns warten, wollte man uns noch nicht verraten. Wir durften in der Demo auf jeden Fall einen der Planeten frei erforschen. Der Steinbrocken überzeugt durch eine gewaltige Fläche, abwechslungsreiche Areale und spannende Aufgaben. Wollen wir uns wir uns einfach nur herumtreiben, so können wir nach einem beeindruckend inszenierten und nahtlosen Landeanflug vom Weltraum aus in eine Art Schwebeflug über dem Boden übergehen; verlassen können wir unser Schiff hingegen nicht. Auf diese Weise können wir die Fauna scannen, Ressourcen sammeln (deren Verwendungszweck uns aktuell noch nicht bekannt ist) und mehr. Da Ubisoft hinter dem Spiel steckt, machen wir uns keine Sorgen, was eine umfangreiche Befüllung des Universums angeht!
Ballern, bis die Krabbe kommt
In der Hauptmission, die wir ebenfalls auf dem Planeten absolvieren durften, geht es wieder actionreicher zu. Im Schwebemodus verfügen wir noch über weitere Bewegungsmanöver wie einen Sprung und gehen gegen Roboter, riesige Kristallkugeln und andere Fieslinge vor. Interessant: Neben den Lebensanzeigen der Bösewichte ist stets ein Erfahrungslevel zu sehen - wir werden also wohl ebenfalls durch XP Level-ups erlangen
Quelle: Ubisoft
Starlink: Battle for Atlas - E3-Screenshots zum Ubisoft-Spiel (7)
können. Auch interessant: Bezüglich des Designs erinnerten uns unsere Feinde frappierend an manche Fieslinge aus Destiny, und auch die Bildschirmanzeigen könnten aus dem Bungie-Shooter stammen. Sogar die Schießereien, obwohl in Third-Person-Perspektive und vom Steuer von Schiffen aus, weckten irgendwie Erinnerungen an Destiny. Eine bewusste Designentscheidung - oder interpretieren wir da zu viel rein?
In einem abschließendem Bosskampf gegen eine Art riesige Krabbe mussten wir dann unser gesamtes Kampfpiloten-Talent in die Waagschale werfen und gingen zum Glück siegreich aus der Konfrontation hervor. In Sachen Präsentation konnte sich diese Schlacht durchaus sehen lassen und auch grafisch ist Starlink recht hübsch gemacht.
McCloud, übernehmen sie!
Quelle: Ubisoft
Die Switch-Version erhält das Raumschiff von Nintendo-Ikone Fox McCloud.
Nun, zumindest in der von uns gespielten Xbox-One-Fassung. Anschließend durften wir noch an der Ninendo Switch ran und da wird das Bild von matschigen Texturen und massiver Treppchenbildung geprägt. Immerhin, sehr flüssig läuft das Geschehen auch hier. Zudem steckt im Starterpack niemand geringeres als FoxMcCloud, seines Zeichens haariger Held aus der Star Fox-Serie, nebst seinem ikonischen Arwing. Ein cooles, Nintendo-exklusives Feature.
Bleibt abzuwarten, wie das Spiel bei der angesichts der Plastikfiguren recht eindeutigen Zielgruppe - Kinder - ankommt. Das Gameplay ist nämlich vergleichsweise komplex, die riesige Spielwelt erfordert Aufmerksamkeit und der Stil des Abenteuers ist zwar bunt, aber nicht kindisch; ältere Naturen könnten sich hingegen vom Plastikfiguren-Zwang abstoßen lassen. Für wen das Spiel schlussendlich am meisten Sinn ergibt, sei also dahingestellt. Ein spaßiges Ding wird es aber allemal.
