Starfield Shattered Space im Test: Galaktisch gut oder Geldmacherei?
Test
Mehr als ein Jahr nach der Veröffentlichung von Starfield katapultiert Bethesda das Add-on Shattered Space in den Orbit. Doch kann der knapp 30 Euro teure DLC die hohen Erwartungen der nach neuen Inhalten lechzenden Community erfüllen?
Hinzu kommt eine Handvoll neuer Vortex-Granaten, die zum Craften Loot von Vortex-Kreaturen voraussetzen und je nach Typ unterschiedliche Effekte verursachen. Eine beschwört beispielsweise nach der Detonation einen gefährlichen Vortex-Schrecken herauf, während eine andere Gegner auf der Stelle einfriert - die Cryo-Mine lässt grüßen.
Hinsichtlich neuer Feindtypen ist das Aufgebot ebenfalls ziemlich überschaubar und beschränkt sich im Wesentlichen auf die bereits erwähnten Vortex-Phantome, die großen und kleinen Alien-ähnlichen Vortex-Schrecken und die massiv gepanzerten Nahkampf-Berzerker namens "Erlöser".
Dass die Feind-KI aufpoliert wurde, können wir übrigens nicht bestätigen. Abgesehen vom neuen Teleport-Manöver verhalten sich die neuen Gegner ziemlich dämlich und sind vor allem dann leichte Beute, wenn sie mal wieder in einem Umgebungsobjekt feststecken.
Die Technik läuft immer noch nicht ganz rund
Womit wir wieder beim Dauerthema aller Bethesda-Open-World-Rollenspiele wären: Bugs. Die sind hier glücklicherweise weit weniger ausgeprägt als beim Release des Hauptspiels, aber leider immer noch vorhanden. Zum Beispiel neigen einige NPCs immer noch dazu, uns in Dialogen aus sehr seltsamen Winkeln anzuschauen - oder uns sogar den Rücken zuzukehren.
Quelle: Sönke Siemens / Medienagentur plassma
Tote Gegner versinken immer noch gelegentlich im Planetenboden und auch die Performance ist stellenweise noch schwankend. Die lästigen Ladeunterbrechungen, die schon das Hauptspiel zur Geduldsprobe machten? Sind hier durch den Ein-Planeten-Ansatz zwar weniger geworden, aber immer noch nicht ganz ausgebügelt. Schade: Auch die Lippensynchronität der deutschen Synchronisation hat Bethesda immer noch nicht im Griff.
Womit wir bei der alles entscheidenden Frage wären: Lohnt sich Starfield Shattered Space? Leider nur bedingt, denn dem entdeckenswerten neuen Planeten, einigen guten Storytelling-Ansätzen und diversen durchaus sympathischen NPCs und Missionsdesign-Ideen stehen dann doch zu viele Kritikpunkte gegenüber.
Seien es die fehlenden neuen Romanzen, Skills, Kräfte oder Schiffsteile, die leider sehr begrenzte Anzahl an frischen Waffen, die fehlenden spielerischen Innovationen oder die schlecht ausgearbeiteten Konsequenzen je nach gewähltem Story-Ende - hier wäre definitiv mehr drin gewesen.
Vor allem, wenn man bedenkt, welches Feuerwerk CD Projekt zuletzt mit Cyberpunk 2077: Phantom Liberty zum gleichen Preis von 29,99 Euro abgebrannt hat und welche denkwürdigen DLCs Bethesda in der Vergangenheit beispielsweise mit Fallout 4: Far Harbor oder The Elder Scrolls 4: Shivering Isles abgeliefert hat.
Quelle: Sönke Siemens / Medienagentur plassma
Fazit
Mit 30 Euro ist Shattered Space eine vergleichsweise teure Story-Erweiterung, die zwar einige gute Ansätze zeigt, letztlich aber den hohen Erwartungen nur bedingt gerecht wird. Statt mutig neue Ideen zu präsentieren, liefert Bethesda vor allem mehr vom Gleichen und vergisst dabei viele eigentlich obligatorische Standardelemente wie neue Romanzen, neue Skills, weitere kosmische Kräfte, denkwürdige Bosse oder wirklich spektakulären Loot.
Starfield: Shattered Space ist seit dem 30. September 2024 erhältlich, und zwar wie das Hauptspiel auch konsolenexklusiv für die Xbox Series X/S sowie für den PC. Das nächste große Bethesda-Game (entwickelt von Machine Games), Indiana Jones und der große Kreis, wird hingegen mit leichter Verzögerung auch für die PS5 erscheinen.
