Starcraft 2: Einsteiger- und Profitipps - Terraner

Tipp Max Falkenstern

Unsere Tipps und Tricks für den Mehrspieler-Modus von Starcraft 2: Heart of the Swarm. Wir erklären alle wichtigen Strategen und Taktiken für die drei Rassen Protoss, Terraner und Zerg. Wie baue ich die perfekte Basis? Wann muss ich expandieren? Und mit welchen Einheiten greife ich den Feind am besten an? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem ausführlichen Multiplayer-Guide.

Terraner-Tipps für den Mehrspieler

Aufbau der Basis

Die terranischen Streitkräfte müssen Versorgungsdepots bauen, um neue Truppen auszubilden. Diese wichtigen Gebäude können auf Knopfdruck im Boden versenkt werden. Anschließend können befreundete Einheiten das Depot passieren. Errichtet das erste Versorgungsdepot in jedem Fall an der Rampe und platziert anschließend in direkter Nähe eine Kaserne. Gleichzeitig solltet ihr euch um Aufklärung des Feindes bemühen. Mit einem angeschlossen Reaktor oder Tech-Labor sowie einem zweiten Versorgungsdepot macht ihr die Basis schließlich dicht (Vorschlag für Position im Bild oben). Platziert unbedingt einige Marines hinter den Gebäuden und auf Klippen, um feindliche Angriffe erfolgreich abwehren zu können. Denkt daran, dass eure WBFs beschädigte Gebäude reparieren können. Bevor eure errichtete Barrikade fällt, sendet ihr lieber zwei bis drei Arbeiter zur benötigten Stelle. Um den Abbau von Ressourcen zu beschleunigen, vergesst nicht, die Kommandozentrale in die Satellitenzentrale upzugraden. Nach dem Umbau könnt ihr nämlich M.U.L.E-Arbeiter ordern, die Mineralien über einen kurzen Zeitraum deutlich effizienter abbauen. Außerdem könnt ihr mit der Scannersuche einen beliebten Bereich auf der Karte für 12 Sekunden aufdecken. Unsichtbare Einheiten werden dabei enttarnt. Falls ihr früh expandieren wollt: Baut die neue Kommandozentrale direkt in der eigenen Basis und nicht an den Ressourcen - das ist sicherer. Außerdem könnt ihr das Hauptgebäude später zum Einsatzort fliegen lassen.

Profitipp
Spielt ihr gegen Zerg, wird der Gegner möglicherweise versuchen, eure Verteidigung mit Banelingen zu
durchbrechen. Um es den Aliens schwerzumachen, könnt ihr statt Versorgungsdepots mehrere Kasernen an der Rampe
platzieren. Diese Gebäude verfügen über deutlich mehr Lebenspunkte und können auf Wunsch vom Boden abheben, um
den Weg für eure Truppen frei zu machen.

Flexibel und vielseitig: Die terranische Armee

Terraner sind sehr anpassungsfähig, das spiegelt sich in der Armee wieder. Einheiten wie der Belagerungspanzer
und Viking können sich auf dem Schlachtfeld transformieren und erhalten dadurch zum Teil völlig neue Fähigkeiten. Wenn ihr diese Rasse spielt, müsst ihr die vielseitige und flexible terranische Armee zu eurem Vorteil nutzen. Der wendige Hellion sollte etwa aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit genutzt werden, um in feindliche Basen eindringen und mit seinem Flammenwerfer Arbeiter auszuschalten. Nach Erforschung eines speziellen Upgrades im Tech-Labor der Fabrik kann sich das Fahrzeug in den deutlich robusteren, aber langsameren Kampfhellion verwandeln. Dann eignet er sich ideal zur Verteidigung von Rampen und anderen Engpässen auf der Karte. Der Viking dient vorrangig zur Luftabwehr, kann bei Bedarf jedoch in den Sturmmodus wechseln. Nutzt diese Fähigkeit für Überfälle auf gegnerische Erweiterungen oder wenn eure Bodenarmee zusätzliche Unterstützung benötigt. Und dann gibt es ja auch noch die Belagerungspanzer. Im Belagerungsmodus richten die Tanks aus großer Distanz verheerende Schäden an. Positioniert die Fahrzeuge auf erhöhten Positionen, also außerhalb des gegnerischen Sichtfelds, und die Feinde werden den Angriff auf Ihre Basis noch einmal überdenken. Da ihr über keine Luftabwehr verfügt, müsst ihr die Tanks mit Marines eskortieren. Belagerungspanzer können auch bei Verstößen auf feindliche Stützpunkte eingesetzt werden. Rückt mit Panzern und Marines langsam zum Gegner vor, bis ihr Sichtkontakt habt, und wechseln anschließend sofort in den Belagerungsmodus. Wenn der Feind verängstigt das Weite sucht, baut ihr einige Panzer (aber nicht alle!) ab und rückt langsam weiter vor. Sollte der Gegner einen Gegenangriff starten, zieht ihr euch einfach zu den stationierten Belagerungspanzern zurück. Auf diese Weise übt ihr Druck auf den Gegner aus, da er seine Ressourcen nicht in die Wirtschaft, sondern in die Produktion von Militäreinheiten stecken muss. In der Zwischenzeit könnt ihr in Ruhe expandieren.

Profitipp
WBFs können mechanische Einheiten auch während der Schlacht reparieren. Entsendet also zwei oder drei Arbeiter, um
beschädigte Fahrzeuge im laufenden Gefecht in Stand zu setzen. In der Not könnt ihr über die Satellitenzentrale auch
M.U.L.E-Einheiten auf das Schlachtfeld beordern.

Abwurf auf Knopfdruck: Wissenswertes über Drops

Um dem Gegner Schaden zuzufügen, müsst ihr nicht unbedingt Unmengen an Ressourcen für eine gewaltige Armee investieren. Die Terraner verfügen mit dem Medivac über einen schnellen Landefrachter, der Einheiten transportieren und sogar heilen kann. Der Medivac steht euch sofort nach dem Bau des Raumhafens zur Verfügung. Nutzt das Luftschiff, um einen Trupp von Marines und Marodeuren in der Basis des ahnungslosen Gegners abzuwerfen. Baut ein oder zwei Medivacs, ladet Infanterie ein und fliegt am Rand der Karte hin zum gegnerischen Stützpunkt. Nutzt die Scannersuche der Satellitenzentrale, um einen Blick auf den potenziellen Abwurfort zu erhalten und so mögliche Gefahrenquellen (Stichwort: Luftabwehr) ausfindig zu machen. Ist die Luft rein, muss alles schnell gehen: Ladet die Truppen in der Basis aus. Der Fokus sollte auf der Vernichtung von Arbeitern oder strategisch wichtigen Gebäuden liegen. Sobald der Gegner auf die Bedrohung reagiert, könnt ihr den Trupp wieder einladen, die Nachbrenner der Medivacs zünden und die Einheiten so zügig aus dem Gefahrenherd befördern. Denkt daran: Auch wenn der Überfalltrupp verloren geht, habt ihr den Gegner durch Ihre Aktion immerhin verunsichert. Er wird sich in der Regel um Luftabwehr bemühen und dafür andere militärische und ökonomische Aufgaben vernachlässigen.

Profitipp
Die neuen Arachnominen der Terraner eignen sich ebenfalls perfekt für Überfälle mit Medivacs. Buddelt ein bis zwei
dieser mobilen Minen in der Nähe der Ressourcengebiete ein und die gegnerische Wirtschaft wird enorm geschwächt.
Im eingegrabenen Zustand sind die Minen nämlich getarnt und können nur durch Detektoren aufgedeckt werden.

Früh stören, schneller gewinnen: Überraschungsangriffe

Terraner können den Aufbau des Gegners relativ früh empfindlich stören oder sogar ganz unterbinden. In den Kasernen stehen Ihnen nach dem Bau einer terranischen Kaserne Rächer zur Verfügung. Die flinken Überfallkommandos können dank Jetpacks Klippen erklimmen. Dadurch können Sie auf vielen Karten die Verteidigung des Gegners an der Rampe einfach umgehen und die hilflosen Arbeiter sofort aufs Korn nehmen. Wenn der Feind reagiert und Truppen entsendet, können Sie die Rächer einfach zurückziehen und an anderer Stelle einen neuen Anlauf wagen. Mit Rächern können Sie zudem die Expansion des Gegners leicht zerstören, wenn er über keine stationären Verteidigungsgebäude verfügt. Gegen einen expandierten Zerg in der frühen Spielphase bietet sich auch der Bau eines Bunkers an. Errichtet das Gebäude einfach an der nächstgelegenen Erweiterung zur feindlichen Hauptbasis und bemannt den Bunker mit einem Marine. Den WBF könnt ihr zum Reparieren verwenden. Damit könnt ihr im Idealfall ein wenig Zeit für Forschung oder den Aufbau einer eigenen Armee gewinnen. Alternativ könnt ihr auch auf die mobilen Arachnominen zurückgreifen. Die kleinen Mech-Einheiten sollten an Schlüsselstellen der Karte platziert werden, etwa an Zugängen zu Ihrer Basis. Ohne Detektoren bleiben die Minen vom Feind unentdeckt.

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Terraner vs. Zerg

Bemüht euch schnellstmöglich um Aufklärung der gegnerischen Basis. Wenn ihr euch für Infanterie entscheidet, wird der gegnerische Zerg möglicherweise Banelinge einsetzen. Die selbstmörderischen Kreaturen richten verheerenden Flächenschaden an. In diesem Fall solltet ihr die Einheiten möglichst nicht dicht beieinanderstehen lassen. Gegen Überfälle mit Mutalisken wappnet ihr euch mit Raketentürmen und Marines. Hindert die Zerg durch Überfälle am Aufbau einer optimalen Wirtschaft. Hellions, Rächer, aber auch Drops sind hierfür besonders gut geeignet.

Terraner vs. Protoss

Protoss-Spieler haben Terranern in der Anfangsphase wenig entgegenzusetzen. Marines und Marodeure mit den Upgrades Stimpacks und Schockmunition können die Alien-Armee mit ein wenig Micromanagement dezimieren. Achtet auf Protektoren mit aktiviertem Wächterschild. Zerstört diese Einheiten zuerst. Die großen Kolosse kontert ihr mit Vikings. Gegen große Truppenansammlungen der Protoss in Kombination mit Hohen Templern solltet ihr Ghosts einsetzen. Ihre EMP-Fähigkeit zerstört nicht nur Schilde, sondern entzieht den Templern auch die psionische Energie.

Terraner vs. Terraner

Der Gegner hat Zugriff auf das gleiche Kriegsarsenal wie ihr, also müsst ihr die feindliche Basis frühzeitig aufklären. Der Bau von Fabriken zu Spielbeginn ist beispielsweise ein Indiz dafür, dass der Feind auf mechanische Einheiten wie Belagerungspanzer und Hellions setzen wird. In diesem Fall könnt ihr mit kostengünstigen Infanterieverbänden einen schnellen Vorstoß unternehmen. Gegen Terraner hat sich der fliegende Raven mit seinen Verteidigungsdrohnen bewährt. Sobald diese platziert sind, fangen sie automatisch feindliche Projektile ab.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Starcraft 2: Einsteiger- und Profitipps - Einleitung
  2. Seite 2 Starcraft 2: Einsteiger- und Profitipps - Grundlagen für Neulinge
  3. Seite 3 Starcraft 2: Einsteiger- und Profitipps - Protoss
  4. Seite 4 Starcraft 2: Einsteiger- und Profitipps - Terraner
  5. Seite 5 Starcraft 2: Einsteiger- und Profitipps - Zerg
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