Star Wars: Outlaws hat keine typische Ubisoft-Open-World - Vorschau nach fünf Stunden Anspielen

Special Matthias Dammes
Star Wars: Outlaws hat keine typische Ubisoft-Open-World - Vorschau nach fünf Stunden Anspielen
Quelle: PC Games

Auf einem Anspielevent konnten wir fünf Stunden mit Star Wars: Outlaws verbringen und erstmals einen genauen Blick auf die offene Spielwelt werfen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten wir auf dem Summer Game Fest 2024 erstmals Star Wars: Outlaws anspielen. Damals präsentierten uns die Entwickler von Massive Entertainment drei kleine Missionen, die einen kurzen Einblick in gewisse Spielmechaniken erlaubten, aber auch noch vieles offen ließen. Nun nähert sich der Titel mit großen Schritten seiner Veröffentlichung. Schon Anfang Juli wurde das Erreichen des Gold-Status bekannt gegeben. Einem pünktlichen Release Ende August steht also nichts im Weg. Damit wir uns vor dem Test noch einmal ein genaueres Bild vom Unterwelt-Abenteuer machen können, lud uns Ubisoft vor Kurzem ein, im Rahmen eines Vorschau-Events ganze fünf Stunden in der weit entfernten Galaxie zu verbringen. Dabei konnten wir endlich auch erleben, wie die offene Spielwelt in Star Wars: Outlaws funktionieren wird.

Sehr untypisch für Ubisoft

Unsere Anspieldemo fackelt dann auch nicht lange, uns in die weiten Steppen des Mondes Toshara zu entlassen. Protagonistin Kay Vess ist mit ihrem Raumschiff gestrandet und wir sollen uns in die Hauptstadt aufmachen, um Geld und Ersatzteile zu besorgen. Also schwingen wir uns auf unser Speederbike und düsen durch die Landschaft. Die mit gelbem Gras bedeckten Hügel, die fremdartig wirkenden Berge am Horizont und der gewaltige, aufgehende Planet am Himmel erzeugen bereits eine tolle Star-Wars-Stimmung. Leider haben wir noch nicht wirklich Zeit, die Spielwelt zu genießen, da wir von Banditen verfolgt werden. Wir machen uns also direkt auf den Weg zum Missionsziel, um uns in Sicherheit zu bringen.

In der Stadt angekommen, nutzen wir die Ruhe, um erstmals einen Blick auf die Karte zu werfen. Was wir dabei sehen, überrascht uns positiv. Wir sehen eine Darstellung des spielbaren Bereichs von Toshara mit seinen Bergen, Flüssen und Straßen - und das war es. Keine Symbolflut, die uns mit unzähligen Nebenbeschäftigungen erschlägt, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen. Die einzigen Icons auf der Karte sind bisher wir selbst, unser Missionsziel und die Stelle, an der unser Raumschiff abgestürzt ist. Das Gleiche gilt für die Detailkarte der Hauptstadt Mirogana, auf der bis auf den Schiffs- und Speeder-Mechaniker noch nichts Interessantes verzeichnet ist.

Map von Toshara Quelle: PC Games Statt alles direkt auf dem Silbertablett präsentiert zu bekommen, soll das eigenständige Erkunden im Mittelpunkt stehen. So tauchen auf unserem Kompass am oberen Bildschirmrand kleine Fragezeichen auf, wenn wir uns auf wenige Meter einem interessanten Ort nähern. Auf der Karte wird uns dieser Ort trotzdem nicht angezeigt, sodass wir selbstständig nach einem Weg suchen. Manchmal macht uns auch unser Begleiter Nix auf etwas Spannendes in der Umgebung aufmerksam und führt uns an den entsprechenden Ort.

Am immersivsten fanden wir es aber, wenn wir in gefundenen Notizen oder im Gespräch mit auf den ersten Blick unscheinbaren NPCs nützliche Hinweise zu Orten erhalten, die wir uns vielleicht näher anschauen sollten. Gelegentlich reicht es auch aus, wenn wir nur die Gespräche anderer Personen belauschen, um etwas Lukratives zu erfahren. Nicht unsere Schuld, dass die Leute so laut reden, dass wir sie hören können, während wir vollkommen unschuldig an einer Bar lehnen. Haben wir eine solche Information eingesammelt, erscheint der entsprechende Point of Interest dann auch auf unserer Karte und lässt sich aktiv tracken.

Event in der offenen Spielwelt, wo Sturmtruppen gegen Piraten kämpfen. Quelle: PC Games

Hohe Einsätze am Sabacc-Tisch

Ebenso sind uns auch mehrfach zufällige Ereignisse begegnet, während wir die Karte erkundet haben. So hören wir plötzlich über den imperialen Funk von einem Piratenlager mit gestohlenen Waren, das sich ganz in unserer Nähe befindet. Als wir dort eintreffen, sind die Piraten bereits in einen Kampf mit den eintreffenden Sturmtruppen verwickelt. Wir nutzen das Chaos einfach, um uns die Beute zu schnappen und schnell wieder zu verschwinden. So macht das Gaunerleben Spaß.

Die zu entdeckenden Aktivitäten beschränken sich jedoch nicht nur auf Schätze und feindliche Camps. Wir trafen per Zufall zum Beispiel auch einen NPC, der uns zu einem Rennen auf unserem Speederbike herausforderte. In der Stadt haben wir zudem verschiedene Minispiele zum Zeitvertreib entdeckt. Wir konnten auf das Star-Wars-Equivalent von Pferderennen wetten und an einem Spielautomaten in einem simplen Weltraum-Shooter um den Highscore ballern.

Kay sitzt mit drei anderen Spielern am Sabacc-Tisch. Quelle: PC Games Am meisten gefallen hat uns allerdings Sabacc. Dabei handelt es sich um ein Kartenspiel, an dem wir ähnlich dem Pokern in Red Dead Redemption 2 an verschiedenen Stellen des Spiels teilnehmen können. Fans des Universums kennen das Spiel als jenes, bei dem Han Solo den Millennium Falken von Lando Calrissian gewonnen hat. Unser Raumschiff können wir in Star Wars: Outlaws (jetzt kaufen 69,99 € / 62,99 € ) zwar nicht als Einsatz setzen, aber ein paar Credits können dabei durchaus den Besitzer wechseln.

Das Spiel selbst wirkt auf den ersten Blick zwar etwas kompliziert, hat aber recht leicht zu verstehende Regeln. Ähnlich dem Blackjack hat der Spieler zwei Karten auf der Hand. Statt 21 zu erreichen, ist es jedoch unser Ziel, ein Kartenpaar mit so niedrigen Werten wie möglich auf der Hand zu haben. Hinzu kommen Sonderaktionen und wir können sogar Nix einsetzen, um unserem Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Eine sehr spaßige Abwechslung zum restlichen Gauner-Alltag, bei der wir uns schon sehr viel Zeit verbringen sehen.

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