Star Wars KotOR: Wirklich noch immer gut oder einfach nur verklärt? Wir finden es raus!

Special Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Star Wars KotOR: Wirklich noch immer gut oder einfach nur verklärt? Wir finden es raus!
Quelle: Bioware / Medienagentur plassma

Mit Knights of the Old Republic schuf Bioware 2003 einen Meilenstein des Rollenspiel-Genres. Doch wie ist es, den Titel 2024 das erste Mal zu spielen? Wir wagen den Versuch!

Nun folgt die nächste Hauptmission, die die Handlung von KotOR endgültig vorantreibt: Es gilt, mit meiner Gruppe eine alte Ruine zu untersuchen, in der ich in knackigen Kämpfen Droiden ausschalten und an Computerterminals gefundene Datapads einlegen muss, um diverse Fragen zu beantworten, für die ich zuvor etwas Lesearbeit geleistet habe.

Lohn der Mühe ist die erste Sternenkarte des Spiels, ein uraltes Rakata-Artefakt, hinter dem auch Malak und Revan her waren und von dem es noch vier weitere Exemplare geben soll. Wer alle fünf Sternenkarten besitzt, soll in der Lage sein, den Weg zur sagenumwobenen Sternenschmiede zu finden - einer gewaltigen Raumstation, in der ganze Raumflotten, Kampfdroiden und Waffen erschaffen werden können.

Der Jedi-Rat beauftragt mich nun, auch die anderen Sternenkarten und damit die Sternenschmiede zu finden und zu zerstören, um den Frieden in der Galaxis zu bewahren. Mit Juhani als neuem Gruppenmitglied geht es zurück auf die Ebon Hawk und das Abenteuer nimmt seinen Lauf ...

Eine fantastische Reise quer durch die Galaxis

Was folgt, ist eine Odyssee durch die Welt von KotOR. Am Bordcomputer der Ebon Hawk kann ich nun frei wählen, wohin ich als Nächstes fliegen möchte. Um den Rahmen dieses Artikels nicht völlig zu sprengen, fasse ich im Folgenden zusammen meine Erlebnisse und kann auch nicht jede (Neben-)Quest im Detail beschreiben.

Zuerst fliege ich auf den Wüstenplaneten Tatooine, wo ich unter anderem durch die hübsch gestaltete Stadt Anchorhead spaziere, es mit Jawas und Sandleuten zu tun bekomme, Geschäfte mit der zwielichtigen Czerka-Organisation mache und einen imposanten Krayt-Drachen erlege.

Kampf mit Lichtschwertern Quelle: Bioware / Medienagentur plassma Mein Tatooine-Highlight ist die Begegnung und Rekrutierung des Droiden HK-47, den ich bei einem Händler für schlappe 5000 Credits kaufe. HK-47 bringt mich mit seinem trockenen Humor und seinen frechen Sprüchen immer wieder zum Lachen. Was für ein genialer NPC!

Mit der zweiten Sternenkarte im Gepäck reise ich auf den Meeresplaneten Manaan, wo mich einerseits eine nervenaufreibende Mission in eine Sith-Basis führt, in der ich zahlreiche Kämpfe gegen Sith-Wachen und Roboter bestehen muss, um die Daten eines republikanischen Droiden zu bergen.

Andererseits gibt es auf Manaan aber auch eine Unterwassermission in den Tiefen des Ozeans, bei der ich in einem Taucheranzug über den Meeresgrund stapfe. Hier werde ich zum ersten Mal aus dem Flow gerissen, denn das ohnehin schon gemächliche Lauftempo meines Charakters wird hier noch weiter gedrosselt und die Lauferei zieht sich gefühlt endlos in die Länge!

Dafür spielt Bioware auch hier wieder gekonnt mit meinen Emotionen: Vergifte ich einen firaxanischen Hai, um den Weg zur nächsten Sternenkarte freizumachen und nehme dafür in Kauf, das Ökosystem des Ozeans zu zerstören?

Oder nehme ich lieber den - deutlich komplizierteren - Umweg und sprenge einen Kolto-Sammler, den ich aber erst umständlich umprogrammieren muss? Klare Sache, ich bleibe auf dem hellen Pfad und ergattere schließlich auch die nächste Sternenkarte.

Weiter geht es nach Kashyyyk, der Heimatwelt der Wookiees und meines Begleiters Zaalbar, die mich allerdings nicht wirklich fesseln kann: Waren die Umgebungen der vorherigen Planeten schon recht linear gestaltet, so wirkt Kashyyyk wie ein einziger Schlauchlevel und "glänzt" obendrein mit braun-grauen Farbtönen.

Immerhin sind die Quests wieder unterhaltsam inszeniert: Unter anderem besiege ich ein riesiges Exemplar der spinnenartigen Kinrath, befreie den gefangenen Zaalbar und führe ein Volk aus der Sklaverei, bevor ich die vierte Sternenkarte erbeute. Außerdem lerne ich den schrulligen Jedi-Veteranen Jolee kennen, der sich meiner Gruppe anschließt. Jetzt fehlt mir nur noch eine Sternenkarte auf dem Sith-Planeten Korriban!

Klassenauswahl Quelle: Bioware / Medienagentur plassma

Romanze mit Bastila und eine krasse Enthüllung

Vorher muss ich aber noch von meiner Romanze mit Bastila erzählen, die sich im Laufe des Spiels entwickelt hat. Neben meinen Abenteuern flirte ich nämlich immer wieder mit Bastila, die offensichtlich auf mich steht, aber noch gegen ihre Gefühle ankämpft. Jedi und Jedi, das geht doch nicht! Von wegen: Ich schaffe es, sie zu umgarnen, indem ich in Dialogen immer die romantischste Variante wähle und sie regelrecht bezirze.

Zudem helfe ich auf Tatooine Bastilas Mutter, die ich in der dortigen Cantina treffe und die mir den Auftrag gibt, die Leiches ihres Mannes und sein Holocron zu finden, was mir auch gelingt. Im letzten Drittel des Spiels ist es dann so weit und der Flirt endet in einem leidenschaftlichen Kuss.

Doch dann hat Bastila erst einmal genug und besteht darauf, dass wir erst Malak aufhalten und die Sternenschmiede finden müssen, bevor wir uns unserer Beziehung widmen können. Nun gut, dann weiter!

Doch bevor ich Kurs auf Korriban nehmen kann, muss ich eine dramatische Rettungsmission auf der Leviathan durchführen, einem riesigen, verwinkelten Raumschiff, auf dem meine gesamte Crew vom bösen Admiral Karath und seinen Gefolgsleuten gefangen gehalten wird.

Pod-Rennen Quelle: Bioware / Medienagentur plassma Dummerweise halten die Sith Letares, Bastila und Carth gemeinsam fest, sodass ich mich hier einen anderen Gefährten aussuchen muss, um eine Rettungsaktion zu starten. Ich bin unsicher, mit wem ich das Ganze angehen soll. Ein kurzer Blick ins Netz verrät mir, dass Juhani die beste Wahl ist.

Und obwohl die folgenden Kämpfe gegen jede Menge Sith-Soldaten und Droiden wirklich hart sind, gelingt es mir, das gefangene Trio zu befreien. Nach einem kurzen, aber atmosphärischen Weltraumspaziergang im Raumanzug kommt es schließlich zum Showdown gegen Admiral Karath sowie einige dunkle Jedi und Sith-Trooper.

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