Star Wars: Die Trilogie von Regisseur Rian Johnson wurde aus folgendem Grund abgeblasen

News Tobias Tengler-Boehm
Star Wars: Die Trilogie von Regisseur Rian Johnson wurde aus folgendem Grund abgeblasen
Quelle: Disney/Lucasfilm

Regisseur Rian Johnson nennt den Grund, wieso seine Star Wars-Trilogie nie Wirklichkeit wurde.

"Und dann kam Knives Out" - der britische Filmemacher Rian Johnson erklärt in einem Interview offen und ehrlich, wieso aus seiner geplanten Star Wars-Trilogie nichts wurde. Die Erklärung offenbart einen Blick auf eine Reihe von Fehlern, die sich Lucasfilm in den letzten Jahren leistete.

Star Wars: Was wurde aus dieser angekündigten Trilogie?

Im Jahr 2017 erschien mit Die letzten Jedi der zweite von drei Filmen der sogenannten Sequel-Trilogie im Kino. Der Film wurde äußerst gemischt aufgenommen. Das Comeback von Star Wars krankte an der Konzeptionierung, die vorsah, dass ursprünglich jeder Teil von einem anderen Filmemacher unabhängig geschrieben, entwickelt und produziert werden sollte.

Obwohl J.J. Abrams nach dem Auftakt auch noch das Finale der Trilogie übernahm, war die inhaltlich völlig konfuse Rückkehr von Luke Skywalker, Han Solo und Leia Organa nicht mehr zu retten. Die letzten Jedi wirkt gefühlt bis heute wie ein Fremdkörper der Sequels, dennoch ließ es sich Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy damals nicht nehmen, eine komplette Star Wars-Trilogie von Rian Johnson anzukündigen.

Diese Filme werden jedoch niemals erscheinen. Der oftmals als "Episode 10" bezeichnete Film mit Rey Skywalker sowie ein potenzieller Star Wars-Blockbuster über den ersten Jedi-Orden scheinen ebenfalls Lichtjahre von einer handfesten Umsetzung entfernt. Auch diese Produktionen wurden bereits vor Jahren offiziell angekündigt, was sich im Nachhinein als strategische Fehler von Lucasfilm herausstellte.

Star Wars: Diese Trilogie wird nie erscheinen

Wie Filmemacher Rian John klarstellt, wurden für die im Nachhinein betrachtet viel zu vorschnell angekündigte neue Star Wars-Trilogie lediglich lose Ideen durch den Raum geworfen. Dieses Brainstorming zwischen Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy und Rian Johnson führte nicht einmal zu einem handfesten Konzept. "Da kam nicht wirklich etwas bei rum" gibt der Filmemacher gegenüber dem Rolling Stone Magazin freimütig zu. "Ich habe nicht mal [die Handlung] skizziert oder irgendetwas Handfestes entwickelt". Und dann kam der riesige Erfolg von Knives Out dazwischen.

Der Murder-Mystery-Thriller mit Ex-Bond Daniel Craig bescherte dem Filmemacher einen mehr als lukrativen Deal mit Netflix, weitere Filme der Reihe für den Streaming-Giganten zu drehen. Da scheint aktuell keine Zeit für die von George Lucas erschaffene Sternensaga zu sein. Somit entpuppt sich die inzwischen abgesagte Trilogie von Rian Johnson als Luftnummer und reiht sich in eine irgendwie fast schon beeindruckende Reihe von Star Wars-Kinofilmen ein, die zwar offiziell angekündigt wurden, aber aktuell im Nirvana einer weit, weit entfernten Galaxis verschollen sind.

Es wird interessant zu sehen, inwiefern Lucasfilm aus diesen Fehlern in Zukunft lernt. Mit angekündigten Filmen, die (wahrscheinlich) nie des Projektorenlicht der großen Leinwand sehen werden, tut man sich bei den Fans sicherlich keinen Gefallen. So beschädigt man die Marke Star Wars eher, als werbewirksam Aufmerksamkeit zu erregen.

Quelle: SFF Gazette

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