Star Trek Voyager: Across the Unknown - Moral, Fanservice und Fazit

Test Tobias Kirchner
Star Trek Voyager: Across the Unknown - Moral, Fanservice und Fazit
Quelle: Gamexcite

Star Trek Voyager: Across the Unknown im Test: Wie stark sind Moral-Entscheidungen, Kämpfe und Fanservice? Unser ausführliches Fazit.

Unheil kommt auch über uns, wenn wir unsere Ressourcen nicht im Griff haben. Zehn unterschiedliche gibt es, die verschiedenen Zwecken dienen und sich in Zyklen aufbrauchen. Wenn wir beispielsweise die Sektoren erkunden, vergehen diese Zyklen. Besonders wichtig ist Deuterium, womit wir die Energieversorgung der Voyager sichern. Ist der Vorrat erschöpft, schaltet das Schiff in die Notfallversorgung. Die Crew bekommt nur noch Notrationen und viele Einrichtungen sind ohne Strom. In diesem Zustand kann die Zufriedenheit an Bord rasant abnehmen, was im schlimmsten Fall zum Game Over führt. Während der ersten Spielstunden ist uns das häufiger passiert.

Bodenmissionen lassen uns bekannte Ereignisse aus der Serie neu erleben. Wichtig ist es, dass wir zuvor die richtige Crew zusammenstellen. Quelle: PC Games Bodenmissionen lassen uns bekannte Ereignisse aus der Serie neu erleben. Wichtig ist es, dass wir zuvor die richtige Crew zusammenstellen. In der Notversorgung, dem sogenannten Grauen Modus, schalten sich viele Systeme automatisch aus. Was nervt: Haben wir die Versorgung wieder gesichert, müssen wir alles manuell einschalten und die Rationen für die Verpflegung neu zuteilen.

Einmal haben wir uns durch ein Bermudadreieck aus Ressourcenmangel und Hüllenschaden navigiert. Es war nichts mehr zu machen für unsere Voyager, und der Spielstand setzte uns immer wieder in die gleiche aussichtslose Lage zurück. Es blieb also nur der Neustart des Sektors und eine gute Dreiviertelstunde Spielzeit war dahin.

Alarmstufe Rot und alle bleiben sitzen

In dieser Zeit hätten wir lieber eine Folge Voyager geschaut. Hattet ihr bisher nichts mit der Science-Fiction-Saga am Hut, solltet ihr die Serie ebenfalls einschalten. Das lohnt sich nicht nur, weil sie viele großartige Geschichten erzählt. Denn wer bei Seven of Nine, Borg und Spezies 8472 nur Weltraumbahnhof versteht, wird mit dem Spiel eher wenig Spaß haben. Star Trek Voyager: Across the Unknown trumpft auf, wenn ihr fasziniert die Geschichte der Serie neu schreibt. Lasst ihr Tuvix leben? Wie geht ihr mit den Borg um? Erlaubt ihr Dr. Jetrel seine Untersuchungen an Neelix?

Wenn euch all diese Geschehnisse nicht bekannt sind und ihr keine emotionale Bindung zu den Charakteren habt, wird der Funke nur schwer überspringen. Die biedere Inszenierung wird euch jedenfalls nicht überzeugen.

In jedem der zwölf Sektoren müssen wir wichtige Entscheidungen treffen, die maßgeblich das Schicksal der Voyager und der Crew beeinflussen. Quelle: PC Games In jedem der zwölf Sektoren müssen wir wichtige Entscheidungen treffen, die maßgeblich das Schicksal der Voyager und der Crew beeinflussen. Star Trek Voyager: Across the Unknown ist nichts für Lesefaule. Dialoge gibt es viele und vertont sind sie nicht. Dafür gibt es eine gute deutsche Lokalisierung der Texte. Die Auswahl der Animationen ist ebenfalls überschaubar. Während es an Bord der Voyager gerade richtig scheppert und Panik ausbricht, schauen wir in die starren Gesichter der Crew, die in jeder Situation denselben Gesichtsausdruck haben.

Auch die Raumgefechte sorgen nicht für offene Münder. Statisch gleitet die Voyager durchs All und wir warten darauf, dass die Fähigkeiten unserer Helden wieder verfügbar sind. Oft haben wir lieber das automatische Ausknobeln des Kampfgeschehens genutzt, weil sich die Gefechte ohnehin wenig interaktiv anfühlen.

Liebevoll im All

Trotz der zahlreichen Kritikpunkte ist das Spiel ein Fest für Fans der Serie. Die Inszenierung und die wenig packenden Kämpfe machen das knappe Budget des Entwicklerteams deutlich. Jedoch gleichen sie das mit einer liebevollen Umsetzung der Vorlage aus.

Während uns die Gefechte langweilen, schauen wir jedes Mal begeistert zu, wenn die Voyager in den spärlichen Zwischensequenzen über Planeten schwebt, auf einen Borg-Kubus zusteuert, unter Beschuss gerät oder mit authentischen Phaser- und Torpedo-Sounds zurückfeuert. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Sektor belohnt uns das Spiel mit den einzig vertonten Texten. Die originalen deutschen Sprecher von Tuvok und Tom Paris lesen aus ihren Logbüchern vor und fassen die Ereignisse zusammen, bevor wir uns in das nächste Abenteuer stürzen.

Diese Nachricht wollt ihr nicht sehen: Wenn euch die Energie ausgeht, kann die Voyager schon mal in einer galaktischen Sackgasse enden. Quelle: PC Games Diese Nachricht wollt ihr nicht sehen: Wenn euch die Energie ausgeht, kann die Voyager schon mal in einer galaktischen Sackgasse enden. Wir entscheiden über den Umgang mit dem Borg und können die Voyager-Geschichte komplett neu schreiben, wenn wir Tuvix retten. Für treue Anhänger der Serie sind das Gänsehautmomente. Diese drastischen Auswirkungen unserer Entscheidungen steigern den Wiederspielwert des gut 15 Stunden langen Abenteuers. Was für eine Janeway wollen wir beim nächsten Mal sein und wie sieht unsere Crew aus?

Meinung

Wertung zu Star Trek Voyager: Across the Unknown (PC)

Wertung:

7.5 /10
Fazit

Star Trek Voyager: Across the Unknown macht Trekkie-Träume wahr. Die originalgetreue und liebevolle Umsetzung der Serienvorlage gleicht für Fans die mechanischen Schwächen aus.

Star Trek Voyager: Across the Unknown liefert keine packende Inszenierung und der Management-Teil ist nur solide. Jedoch ist Gamexcite eine charmante Interpretation der Geschehnisse aus der Serie gelungen, die verdient ihren Platz unter den besten Videospielumsetzungen des Star-Trek-Universums einnehmen darf.

  1. Seite 1 Management im Delta-Quadranten
  2. Seite 2 Entscheidungen, Fanservice & Fazit
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk