Star Fox ist zurück: Positiver Eindruck mit leichten Zweifeln

Special Lukas Bohnau
Star Fox ist zurück: Positiver Eindruck mit leichten Zweifeln
Quelle: Nintendo

Multiplayergefechte, Koop-Action und offene Fragen zur Zukunft der Reihe: Nach 75 Minuten mit Star Fox auf der Nintendo Switch 2 ziehen wir ein erstes Fazit und verraten, warum das Remake trotz eines positiven Ersteindrucks noch nicht alle Zweifel ausräumen kann.

Was zunächst wie eine kleine Spielerei klingt, funktionierte in der Praxis erstaunlich gut. Gerade in den hektischen Gefechten entsteht dadurch ein angenehmes Zusammenspiel. Star Fox wirkt dadurch fast schon zugänglicher als im Singleplayer. Statt gleichzeitig fliegen, ausweichen und zielen zu müssen, könnt ihr euch komplett auf einen Bereich konzentrieren.

Die komplette Kampagne lässt sich im Koop-Modus durchspielen. Für Einsteiger besonders empfehlenswert. Quelle: Nintendo Die komplette Kampagne lässt sich im Koop-Modus durchspielen. Für Einsteiger besonders empfehlenswert. Vor allem Spieler, die normalerweise Schwierigkeiten mit schnellen Rail Shootern haben, werden dadurch deutlich leichter ins Spiel finden. Gleichzeitig bleibt das Chaos der Weltraumschlachten und die Atmosphäre aber erhalten.

Multiplayergefechte: Zwischen Taktik und Dauerfeuer

Neben der Kampagne durften wir beim Preview-Event auch den neuen Battlemodus ausprobieren. Hier treten insgesamt acht Spieler in offenen Arenen gegeneinander an, aufgeteilt in Team Star Fox und Team Star Wolf. Ziel ist es, gegnerische Spieler auszuschalten und dadurch Punkte für das eigene Team zu sammeln.

Statt vorgegebenen Flugrouten bewegt ihr euch frei über das Schlachtfeld, verfolgt Gegner oder versucht selbst, gegnerischem Beschuss zu entkommen. Zusätzlich erscheinen während der Matches immer wieder Item-Boxen, die euch verschiedene Vorteile verschaffen können und für zusätzliche Dynamik sorgen.

In Multiplayer-Schlachten kann es schon mal ziemlich chaotisch werden. Quelle: Nintendo In Multiplayer-Schlachten kann es schon mal ziemlich chaotisch werden. Regelmäßig tauchen außerdem kleine Nebenziele auf. Beispielsweise mussten wir für eine gewisse Zeit einen markierten Bereich kontrollieren. Gelingt es eurem Team, dort die Oberhand zu behalten, gibt es zusätzliche Punkte. Dadurch besteht der Modus nicht nur aus wildem Dauerfeuer, sondern setzt stellenweise auch auf eine gewisse taktische Komponente.

Spaß gemacht hat der Battlemodus in unserer Session definitiv. Gleichzeitig fiel aber auch auf, dass man teilweise extrem schnell abgeschossen wird. Trotz Ausweichrollen und hektischer Flugmanöver ist es oft schwierig, Gegner dauerhaft abzuhängen, sobald man einmal ins Visier geraten ist. Zumindest respawnt man nach einem kurzen Cooldown wieder.

Neben eurem Laser könnt ihr mit dem Arwing auch Bomben verschießen. Die haben eine größere Reichweite, sind aber begrenzt einsetzbar. Quelle: Nintendo Neben eurem Laser könnt ihr mit dem Arwing auch Bomben verschießen. Die haben eine größere Reichweite, sind aber begrenzt einsetzbar.

Fazit und Ausblick

Nach unserer Anspielsession wirkt das Star-Fox-Remake wie eine bewusste Rückbesinnung auf die Stärken von Star Fox 64. Vor allem die Präsentation hinterließ einen positiven Eindruck. Die Missionen fühlen sich jetzt noch dynamischer und lebendiger an als im Original. Vor allem der Koop-Modus funktionierte in unserer Session überraschend gut und könnte sich am Ende als eine der stärksten Neuerungen herausstellen.

Ganz ohne Bedenken ließ uns die Preview allerdings nicht zurück. Schließlich war Star Fox über Jahre hinweg nahezu komplett von der Bildfläche verschwunden. Zudem handelt es sich bei diesem neuen Teil erneut um ein Remake von Star Fox 64 beziehungsweise Lylat Wars. Ein Spiel, das mit Star Fox 64 3D auf dem Nintendo 3DS bereits schon einmal neu aufgelegt wurde. Umso mehr stellt sich die Frage, warum Nintendo nicht stattdessen direkt auf ein komplett neues Abenteuer setzt.

Meinung

Auch grundsätzlich bleibt offen, ob ein klassischer Rail Shooter heute überhaupt noch dieselbe Relevanz entfalten kann wie früher. Das Genre ist deutlich seltener geworden und viele moderne Actionspiele setzen mittlerweile auf offenere Strukturen statt auf kurze, arcadige Missionen. Trotzdem hat die erste Anspielsession durchaus einen vielversprechenden Eindruck bei uns hinterlassen. Ob daraus am Ende aber tatsächlich das große Comeback der Serie entsteht oder ob die Zeit solcher Spiele vielleicht einfach vorbei ist, wird sich erst nach Release zeigen.

  1. Seite 1 So fliegt es sich im Arwing auf der Switch 2
  2. Seite 2 Gemeinsam seid ihr stark!
  3. Seite 3 Positiver Eindruck mit leichten Zweifeln
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