Star Citizen: Gefährlich ambitionierte Weltraumsimulation

Special Moritz Salomon
Star Citizen: Gefährlich ambitionierte Weltraumsimulation (1)
Quelle: Cloud Imperium Games

Blut, Schweiß, Tränen und 140 Millionen Crowdfunding-Dollar. Star Citizen hat ernome Ressourcen, aber auch ebenso große Ambitionen.

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die Erwartungen an Star Citizen. Der leitende Entwickler Chris Roberts trägt als Schöpfer der Wing Commander-­Reihe schließlich ­einen großen Namen. Mit Freelancer wollte er seinen Traum von der perfekten Weltraumsimulation wahr machen. Der 2003 erschienene Titel wurde ein herausragender Genre­­-Klassiker, aber lange nicht das Spiel, das Roberts ursprünglich im Sinn hatte - das soll nun Star Citizen werden.
Newtons Gesetze: 
Die Raumschiffe sehen nicht nur hervorragend aus. Eine aufwendige Physik-Engine soll auch für beispiellosen Rea­lismus beim Manövrieren im All sorgen. (PC) Quelle: Cloud Imperium Games Newtons Gesetze: Die Raumschiffe sehen nicht nur hervorragend aus. Eine aufwendige Physik-Engine soll auch für beispiellosen Rea­lismus beim Manövrieren im All sorgen. (PC)

Astronomischer Umfang

Die Liste der geplanten Fea­tures ist uferlos: Eine persistente MMO-Welt, einhundert verschiedene Sternensysteme mit komplett begehbaren Planeten, Rollenspiel-Elemente, Weltraumhandel inklusive dynamischen Preissystems, Piraterie, FPS-Gefechte mit oder ohne Schwerkraft­ und mehr. Kein gewöhnliches Studio würde sich das alles zumuten.

Mit den Ambitionen wächst die Schwierigkeit, alle Features in ein Spiel zu pressen und es frei von Bugs zu halten. Dementsprechend steht der Release-Termin in den Sternen. Über das Jahr 2017 hinweg erwartet uns aber eine Reihe von Updates für die bereits spielbare Alpha-Version. Chris Roberts kündigte an, den Entwicklungsstand komplett offenzulegen und uns regel­­mäßig über Fortschritte auf dem Laufenden zu halten. Einsehbar sind die Infos unter der Adresse robertsspaceindustries.com. Dort finden wir auch eine Roadmap mit den angepeilten Meilensteinen.

Hollywood-Besetzung: 
Gary Oldman als Admiral Ernst Bishop in der Singleplayer-Auskopplung Squadron 42, die 20 Stunden Videomaterial und über 60 Spielmissionen umfassen wird. (PC) Quelle: Cloud Imperium Games Hollywood-Besetzung: Gary Oldman als Admiral Ernst Bishop in der Singleplayer-Auskopplung Squadron 42, die 20 Stunden Videomaterial und über 60 Spielmissionen umfassen wird. (PC) Besonders interessant wird das Update 3.0, bei dem wir erstmals Missionen als Händler, ­Schmuggler, Pirat oder Kopfgeldjäger bestreiten können. Danach werden kontinuierlich neue Features eingeführt, darunter Mineralienabbau auf Asteroiden, ein komplexes Reparatur-System für Schiffe und sogar die Möglichkeit, auf Planeten Landwirtschaft zu betreiben. In Version 4.0, dem letzten bislang angekündigten Update, machen wir uns für den Quantensprung in ein zweites Sternensystem startklar.

Leider muss man damit rechnen, dass diese Features mit gehörigen Verzögerungen erscheinen werden. Auch Squadron 42, die eigenständige Singleplayer-Kampagne der Weltraum-Simulation, hätte eigentlich schon letztes Jahr anspielbar sein sollen und die Star Citizen-Schnipsel, die man in den bisherigen Alpha-Releases zu Gesicht bekommt, sind noch nicht das Blaue vom Himmel, das Chris Roberts fortwährend verspricht. Aber wie heißt das alte Sprichtwort? Der Hype stirbt zuletzt.

Entwickler: Cloud Imperium Games | Hersteller: Cloud Imperium Games

Meinung

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