Wie gut ist Stalker 2? Neues Gameplay wirft Fragen auf - wir habens gespielt, um Antworten zu finden

Special Antonia Dreßler
Wie gut ist Stalker 2? Neues Gameplay wirft Fragen auf - wir habens gespielt, um Antworten zu finden
Quelle: GSC Game World

Die Verschiebungen von Stalker 2 lassen nichts Gutes hoffen - wir haben in den Shooter reingespielt, um den Schleier zu lüften!

Ein radioaktiv verstrahltes Gebiet voller Mutanten, wilden Tieren und Menschen, die einem den Garaus machen wollen? Mit Stalker bewies das ukrainische Studio GSC Game World, das sie ein Händchen für düstere Welten haben und bauten sich eine treue Fanbase auf.

Die bewegte Entwicklungsgeschichte des Nachfolgers Stalker 2 (jetzt kaufen 8,99 € / 59,99 € ) dürften inzwischen alle auf dem Schirm haben, die dem Release entgegenfiebern. Für den Rest hier eine kleine Zusammenfassung: Erstmals wurde Stalker 2 vor 14 Jahren angekündigt. 2012 folgte ein Entwicklungsstopp, weil man sich im Hintergrund bezüglich der Markenrechte nicht einig wurde.

2018 kam es zu einer Neuankündigung der alten Entwickler, bevor wir nach drei weiteren Jahren Funkstille den ersten Trailer zu sehen bekamen. Der schlussendlich angekündigte Release-Termin im Dezember 2022 verschob sich verständlicherweise aufgrund des Angriffskriegs Russlands. Mit neuem Sitz in Prag entwickelt das Studio GSC Game World aber weiter. Nun erwarten wir Stalker 2 am 20. November 2024 und wir konnten uns bei einem neuen Anspieltermin ein aktuelles Bild von der Lage des Spiels machen.

Steine fliegen im Kreis vor einem Höhleneingang Quelle: GSC Game World

Die Eindrücke gehen auseinander

Letztes Jahr, auf der Gamescom 2023, gab es das erste Mal die Möglichkeit, in den düsteren First-Person-Shooter hereinzuspielen. Damals war das präsentierte Material aber noch von einigen Bugs durchsetzt. Unser Kollege Stefan hatte damals mit vergleichsweise dämlicher Gegner-KI zu kämpfen, hatte Probleme in Gesprächen mit NPCs und sprach von einem Erlebnis, das nicht so richtig rund war.

Unser diesjähriges Anspiel-Event hatte diese Probleme nicht. Das lag sicherlich auch daran, dass wir einfach eine andere Stelle zu spielen bekamen. Spannend daran: Sowohl letztes als auch dieses Jahr auf der Gamescom teilte man uns mit, dass es sich um den Anfang des Spiels handeln würde. Ob man den einfach komplett überarbeitet hat, oder einfach verschiedene Infos im Raum stehen, konnten wir nicht abschließend klären, werden es aber hoffentlich im November wissen.

Der Start von Stalker 2

In der aktuellen Stalker-2-Version begrüßt uns nicht etwa ein Hund, der dann einer Anomalie zum Opfer fällt, sondern wir starten mit einer ausladenden Zwischensequenz ins Spiel. In dieser fahren wir mit einem Truck ans Grenzland, das eigentlich abgesperrt ist und Leute aus der verstrahlten Zone heraushalten soll. Ein mehr oder weniger freundlicher Wissenschaftler drückt uns einen Scanner in die Hand und schickt uns in die Todeszone. Dort müssen wir uns mit anderen Leuten treffen, um Koordinaten einzusammeln, die uns sagen, wo wir den Scanner aufstellen sollen.

Handscanner für Strahlung in einem düsteren Gebiet Quelle: GSC Game World Was sich seit letztem Jahr in der NPC-Richtung getan hat, konnten wir leider nicht feststellen. Denn als wir bei unserem Kontakt eintreffen, sind alle potenziellen Komplizen bereits tot. Über Funk bekommen wir dann eine Anleitung, die uns in ein kleines, sehr verstrahltes Feld schickt, in dem wir ein Artefakt einsammeln sollen, um mit diesem dann die benötigten Koordinaten zu erhalten.

Nach ein bisschen Gefummel, das durch ein recht undurchsichtiges Tutorial zustande kommt - und etwas Hilfe von den Entwicklern vor Ort - können wir uns dann glücklicherweise auf den Weg machen.

Überraschungsangriff aus der Dunkelheit

Denken wir zumindest, bis wir zuerst extrem gruselige Geräusche hören und dann einen Schlag von der Seite abbekommen. Bis dahin sind wir in rund zehn Minuten Spielzeit noch keinem lebenden Feind begegnet. Das ist insofern wichtig zu wissen, um den Nervenkitzel zu verstehen, der damit einhergeht, wenn man auf offenem Feld von einem unsichtbaren Mutanten angegriffen wird. Das alles, während man in leuchtendem Strahlenschleim steht, der einen langsam, aber sicher umbringt.

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