Sport- und Rennspiele im Test: Das hatte das Spielejahr für virtuelle Sportler und Rennfahrer zu bieten
Test
Ein Blockbuster-Spiel jagt das nächste. Da bleibt für einige Titel kaum Zeit, um sie anzuspielen. Wir haben für euch einige Sport- und Rennspiele getestet.
RIDE 5 - Gran Turismo auf zwei Rädern
Schon am 21. August erschien mit Ride 5 der Nachfolger der populären Reihe von Milestone. Seit dem Jahr 2015 bringt das italienische Spielestudio die Motorrad-Simulationen auf den Markt. Vergleichen lässt sich das Rennspiel am ehesten mit der Marke Gran Turismo, mit dem Unterschied, dass wir eben auf zwei Rädern anstatt auf deren vier unterwegs sind.
Im Karrieremodus nehmen wir an unterschiedlichen Wettbewerben teil, um uns neue Bikes zu erspielen. Im Gegensatz zu Moto GP 23 fahren wir größtenteils mit straßenzugelassenen Motorrädern um die Wette. Doch ab einem gewissen Zeitpunkt erhalten wir auch die hochgezüchteten Zweiräder aus dem Hause Kawasaki, Yamaha, BMW und Co.
In Einzelrennen, Zeitrennen und Kopf-an-Kopf-Rennen gegen unsere engsten Widersacher versuchen wir bestmöglich abzuschneiden, um im Rang zu steigen, Credits zu verdienen und schnellere Mopeds zu erhalten.
Quelle: Milestone
Angeheizt werden die Karriereabschnitte von einem Sprecher, der uns vor den Events einen kurzen Überblick bietet. Das baut eine tolle Stimmung auf und sorgt tatsächlich dafür, dass wir uns noch motivierter in die Rennen stürzen.
Die tragen wir auf einer großen Anzahl realer Kurse aus. Da hätten wir beliebte Strecken in Großbritannien wie Snetterton und Oulton Park, klassische italienische Pisten wie Mugello und Monza sowie den legendären Nürburgring - sogar inklusive Nordschleife.
Trotz unterschiedlicher Motorisierung und Gewicht erinnern uns die Motorräder vom Fahrverhalten her an die Moto-GP-Reihe. Was auch nicht groß verwunderlich ist, da die Marke seit Jahren ebenfalls in den Händen von Milestone liegt.
Wie im echten Leben auch gehört einiges dazu, die Biester zu zähmen. Glücklicherweise können wir sämtliche Fahrhilfen aktivieren, um uns den Einstieg zu vereinfachen. Doch bereits nach kurzer Zeit merken wir Fortschritte und schalten die Hilfsmittel nach und nach ab.
Quelle: Milestone
Wir merken allerdings auch anderweitig die Parallelen zum offiziellen Rennspiel der Motorrad-Weltmeisterschaft. Doch diese Parallele ist kein positiver Punkt. Die KI sticht auch in RIDE 5 in Lücken, die nicht existieren und holt uns mehrmals unsanft vom Bike.
Zwar gibt's eine Rückspulfunktion, doch mit der Zeit frustrieren die Aktionen der Bruchpiloten komplett. Es gibt sogar eine Einstellungsmöglichkeit, bei der wir die Fahrer noch aggressiver agieren lassen können, doch davon halten wir uns besser fern. Solange die Konkurrenten uns nicht rigoros abräumen, liefert RIDE 5 einen spaßigen Karrieremodus in vier Akten. (Wertung: 7).
