Sport- und Rennspiele im Test: Das hatte das Spielejahr für virtuelle Sportler und Rennfahrer zu bieten

Test Michael Grünwald
Ein Rallye-Auto rast über die Piste und wirbelt Staub auf
Quelle: EA Sports

Ein Blockbuster-Spiel jagt das nächste. Da bleibt für einige Titel kaum Zeit, um sie anzuspielen. Wir haben für euch einige Sport- und Rennspiele getestet.

EA Sports WRC - Ein Rallye-Spiel mit Baukasten

In diesem Jahr gab es neben F1 23, dem offiziellen Spiel zur Formel-1-Weltmeisterschaft, noch ein weiteres Rennspiel aus dem Hause Electronic Arts. Mit EA Sports WRC geht's für uns in der Rallye-WM auf den spektakulärsten Schotter-, Schnee- und Asphaltpisten rund.

Rallyespiele haben bereits eine lange und äußerst erfolgreiche Vergangenheit. Wir denken dabei an Colin McRae Rally 2.0, Dirt Rally, Art of Rally und viele mehr. Für das diesjährige WRC-Spiel übernimmt nun Publisher EA das Zepter.

Im Mittelpunkt steht dabei der Karrieremodus. Dort erstellen wir nicht nur einen Fahrer, sondern gründen sogar ein neues Team. Doch damit nicht genug: Uns steht zur Wahl, in welcher Serie wir beginnen. Kämpfen wir uns einen Weg durch Junior WRC und WRC 2 nach oben in die Königsklasse des Rallyesports oder starten wir direkt in der World Rally Championship durch?

Ein Rallye-Auto rast über eine Schotterpiste Quelle: Electronic Arts Die große Besonderheit dabei ist, dass wir uns entweder ein Fahrzeug kaufen oder selbst zusammenstellen können. Bei der zweiten Variante entscheiden wir, welcher Antriebsstrang, welche Karosserieteile und sogar welche Innenausstattungen in unseren flotten Renner eingebaut werden. Unsere Finanzen müssen wir dabei allerdings stets im Blick behalten, denn Reparaturen und das Verpflichten von Mechanikern zehren an unserem Saisonbudget.

Wir fühlen uns dadurch mit unserem Team mehr verbunden und freuen uns über jede gute Platzierung noch ein wenig mehr. Doch auch Einladungswettbewerbe mit legendären Rallyeautos machen ziemlich viel Laune.

Mit einem Audi Sport Quattro S1 und einem Lancia Delta S4 über so populäre Pisten wie die der Safari-Rallye in Kenia zu brettern, gibt uns ein fantastisches Gefühl. Das liegt in erster Linie daran, dass die verschiedenen Karren ein ausgesprochen gutes Fahrzeughandling besitzen.

Bei 180 Sachen auf einem schmalen Feldweg schießt das Adrenalin selbst vor Rechner und Konsole in den Körper. Jeder Rutscher könnte einen Totalschaden bedeuten. Aufgrund der verschiedenen Untergründe und Witterungsbedingungen müssen wir uns außerdem im Handumdrehen an äußere Einflüsse anpassen. Zu Beginn gab's auf dem PC ein paar technische Schwierigkeiten. Aufgrund von deftigen Rucklern arteten die wilden Kurvenfahrten ordentlich in Frust aus. Doch mittlerweile sind die größten Probleme behoben und der puren Action steht nichts mehr im Weg.

Der Audi Sport Quattro S1 in einer Nahaufnamhe Quelle: Electronic Arts Neben dem Karrieremodus bietet EA Sports WRC noch Multiplayer-Etappen, schnelle Rallyes und sogenannte Moments, in denen wir Szenarien aus der echten WRC-Geschichte nachspielen. Neueinsteiger können sich in der Rallyeschule außerdem langsam an die gewaltigen Challenges herantasten.

Denn trotz aktivierbarer Fahrhilfen und der Möglichkeit, Etappen neu zu starten, bleibt Rallyesport äußerst herausfordernd. Bäume, Mauern und Abgründe sind nur eine Reifenbreite entfernt und trotz Ansagen des Beifahrers, schlagen die Pisten bei klitzekleinen Fahrfehlern hin und wieder erbarmungslos zu. (Wertung: 9).

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