American Arcadia auf der Gamescom: Zweimal Gameplay zum Preis von einem

Special Antonia Dreßler 53,99 €
American Arcadia auf der Gamescom: Zweimal Gameplay zum Preis von einem
Quelle: Raw Fury

Die Insel, die Truman Show und eine große Portion 70er-Jahre-Flair: Das sind die Zutaten, aus denen American Arcadia gemacht ist. Tolle Ideen, interessantes Rätseldesign und immersive Übergänge zwischen beiden spielbaren Charakteren machen den Titel überraschend rund.

Protagonist Trevors Leben ist eine einzige Lüge: Ohne es zu wissen, strahlt man seinen kompletten Alltag als Reality-Show im Fernsehen aus. Das ist die Prämisse von American Acadia. Wieso ausgerechnet wir als langweiliger Büroangestellter der Star dieser Show sind? Keine Ahnung! Aber das kann man sich bei der klaren Inspiration der Geschichte, nämlich dem Filmklassiker The Truman Show, ja auch schon fragen. Immerhin ist das Ausmaß der TV-Überwachung in Falle des Spiels deutlich größer. Nicht nur wir wissen nicht über unsere ungeahnte Promi-Präsenz Bescheid. Nein, wir sind Teil einer ganzen Stadt voller Individuen, die ihrem Leben nachgehen, ohne zu wissen, dass sie im Fernsehen sind.

Doch das scheinbar idyllische Leben der Überwachungsopfer währt nicht ewig: Sobald die Bewohner ihren Zweck erfüllt haben oder nicht mehr nützlich sind - heißt, wenn ihretwegen die Quote nachlässt - gewinnen die Bewohner des isolierten Ökosystems eine vermeintliche Traumreise. In Wahrheit erhalten sie lediglich ein One-Way-Ticket direkt unter die Erde.

American Arcadia auf der Gamescom: Zweimal Gameplay zum Preis von einem (3) Quelle: Raw Fury American Arcadia auf der Gamescom: Zweimal Gameplay zum Preis von einem (3) Diese drastische Art der Kündigung des Angestelltenverhältnisses zeigt: Das ist eine gehörig überzeichnete Realität, in der wir uns befinden. Das zeigt schon der stilvoll umgesetzte Widerspruch zwischen der künstlichen Innenwelt des unter einer riesigen Kuppel angesiedelten diabolischen Studios und der Außenwelt: Innen ist die Welt in den wilden 70er-Jahren stehen geblieben.

Fette Brillen, Schlaghosen, bunte Farben, große Frisuren - hier wird jedes Klischee erfüllt. Außerhalb dieser (schein-)heilen Welt hingegen herrscht Science-Fiction vor, mit sterilen Flächen und viel Grau in Grau.

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Jeder hat sein Päckchen zu tragen

Wir übernehmen nicht nur die Kontrolle über den armen Trevor, der eigentlich einfach nur sein kleines, langweiliges Leben leben will, sondern schlüpfen zwischendurch auch immer wieder in die Rolle von Angela, die dafür sorgen möchte, dass dieses einfache Leben nicht auf einmal einfach vorbei ist. Trevors Einschaltquoten sinken nämlich, und daher soll er wegrationalisiert werden.
Angelas Motivation, Trevor helfen zu wollen, wurde in der von uns gespielten Demo noch nicht aufgedeckt, vermutlich handelt sie aber aus moralischen Beweggründen heraus. Fürs Gameplay ist es aber auch erst einmal egal, warum sie tut, was sie tut.
American Arcadia auf der Gamescom: Zweimal Gameplay zum Preis von einem (2) Quelle: Raw Fury American Arcadia auf der Gamescom: Zweimal Gameplay zum Preis von einem (2)

Sie dient auf jeden Fall dazu, das zweigeteilte Spielprinzip des Abenteuers zu ermöglichen: sie draußen in der Science-Fiction-Welt, Trevor gefangen in seiner Realität und der Gefahr ausgesetzt, über den Quoten-Jordan geschickt zu werden. Von außerhalb des Studios steht sie dem unfreiwilligen Showstar bei, indem sie innerhalb der Stadt Rampen, Kräne und sonstige Filmsets bewegt und so Wege freimacht oder versperrt.

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