Komplett aus dem Nichts wischt dieser neue Survival-Titel mit der Konkurrenz den Boden auf

Special Vivien Ziermann
Komplett aus dem Nichts wischt dieser neue Survival-Titel mit der Konkurrenz den Boden auf
Quelle: Bossa Studios

Noch vor seinem Debüt beim Steam Next Fest durfte Redakteurin Vivi einen Blick auf das kommende Survival-Spiel Lost Skies werfen und fühlte sich dabei stark an einen Konkurrenz-Titel erinnert, mit einem wichtigen Unterschied:

Sobald ich alle Tools für den Ressourcenabbau zusammen habe, kann ich mir mithilfe der Werkbank mein eigenes Luftschiff zusammenbauen. Dabei kann ich es mit unterschiedlichen Bauteilen individuell nach meinen Vorlieben gestalten. Immerhin wird das Luftschiff mein Zuhause, also kann ich beim Bau meiner Vorstellungskraft freien Lauf lassen. Um es mir aber nicht zu einfach zu machen, muss ich neben meinen ästhetischen Vorlieben für den Aufbau des Luftschiffs auch dessen Widerstandsfähigkeit, Beweglichkeit und Feuerkraft ausbalancieren. Hier bleibt Lost Skies seinem Prinzip der physikalisch realistischen Mechaniken treu.

Im starken Kontrast dazu stehen die Inselschiffe, mit denen ich in Aloft die Himmelswelt erkunden kann. Die mit Rudern und Segeln ausgestatteten Inseln sind ihrer Handhabung sehr schwerfällig und wenig praktisch. Nicht nur, dass sich die Fortbewegung und die Steuerung der Inseln leider sehr unpraktisch gestalten, wenn ich Pech habe macht sich mein unbemanntes Inselschiff einfach aus dem Staub, wenn ich mal nicht am Steuerrad bin. Dass sich die Inseln, abgesehen davon, dass ich mir darauf ein Häuschen bauen kann, nicht individuell gestalten lassen, muss ich wahrscheinlich nicht extra erwähnen. Wenn ich also die Weiten des Himmels erkunden will, entscheide ich mich dann doch lieber für mein selbst gebautes Luftschiff als eine losgelöste Insel mit Segeln.

Entdeckergeist wird belohnt

Ob mit Luftschiff oder ohne, beim Erforschen finde ich auf jeder Insel wertvolle Ressourcen, Höhlen und Ruinen der vergangenen Zivilisation. Besonders die Ruinen halten immer wieder Überraschungen parat. So muss ich zum Beispiel erst ein Umgebungsrätsel lösen, um einen Generator wieder zum Laufen zu bringen, damit sich eine Barriere oder eine Tür in der Ruine öffnet und ich an die kostbaren Dinge herankomme, die dahinter versteckt sind. Das ist ein Element, das mir bei Aloft gänzlich fehlt. Gerade als Cosy-Game hätte es sich für Aloft angeboten, die Erkundung durch kleine Rätsel ansprechender zu gestalten. Die Rätsel, die ich in Lost Skies bisher entdeckt habe, sind zwar nicht sonderlich anspruchsvoll, doch bilden sie eine gelungene Abwechslung zur reinen Erkundung.

Lost Skies Ruine Quelle: PC Games Mit der in den Ruinen gefundenen Technik der einstigen Zivilisation kann ich mir bessere Ausrüstung und Gegenstände herstellen, die mir dabei helfen, im Spiel voranzukommen oder mein Luftschiff zu verbessern. Oft finde ich in derselben Ruine oder zumindest auf derselben Insel auch alle Ressourcen, die ich für die Herstellung der neuen Ausrüstung benötige. Im Gegensatz zu Aloft, wo ich beinahe nur Deko-Objekte für mein Haus craften kann, wird in Lost Skies größtenteils auf Deko verzichtet. Alles, was ich hier herstelle, hat einen eigenen Nutzen oder ein spezielles Anwendungsgebiet.

Außerdem erforsche ich auf meinen Reisen auch die individuelle Flora und Fauna der einzelnen Inseln. Mit meinem praktischen Prisma kann ich jedes Tier und jede Pflanze scannen, analysieren und zu meinem Kompendium hinzufügen. So habe ich dann alle Arten, ihre Besonderheiten und den Loot, den sie theoretisch abwerfen können, gesammelt auf einen Blick. Aus den tierischen Ressourcen ergibt sich natürlich ein weiterer Aspekt, und zwar das Kochen.

Ähnlich wie bei Aloft muss ich in Lost Skies nicht zwingend Nahrung zu mir nehmen, denn eine Hungeranzeige gibt es nicht. Neben dem Auffüllen meiner Gesundheitsanzeige bringt Nahrung aber entscheidende Vorteile, auf die ich insbesondere in Kämpfen (ja, es gibt Kämpfe in Lost Skies) nicht verzichten möchte. Beispielsweise füllen das richtige Essen für eine bestimmte Dauer meine Ausdauerleiste, sodass ich mir keine Sorgen machen muss, dass mir in einem ungünstigen Moment die Puste ausgeht - die Köstlichkeiten liefern also quasi Buffs.

Kein "Cosy", dafür richtiges Survival

Der größte Unterschied und damit für mich auch der entscheidende Knackpunkt zwischen Aloft und Lost Skies sind die Kämpfe. Natürlich legt Aloft Wert auf den Cosy-Aspekt und verzichtet daher bewusst auf allgegenwärtige Gegner und Bedrohungen. Aber ist nicht genau das der eigentliche Reiz eines Survival-Spiels?

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