Komplett aus dem Nichts wischt dieser neue Survival-Titel mit der Konkurrenz den Boden auf
Special
Noch vor seinem Debüt beim Steam Next Fest durfte Redakteurin Vivi einen Blick auf das kommende Survival-Spiel Lost Skies werfen und fühlte sich dabei stark an einen Konkurrenz-Titel erinnert, mit einem wichtigen Unterschied:
Eine farbenfrohe, offene Welt, in der man einen ganzen Himmel voller schwebender Insel erkunden kann, die ein Überbleibsel früherer Kontinente und Kulturen sind; kommt euch das bekannt vor? Kein Wunder! Vor kurzer Zeit startete Aloft genau mit diesem Szenario auf Steam in den Early Access. Das bunte Werk von Astrolable Interactive wagt den Versuch, das beliebte Survival-Genre mit einem cosy Farming-Simulator zu verbinden und sorgt so für einige entspannte Stunden beim Erkunden der Lüfte.
Allerdings muss sich Aloft jetzt warm anziehen, denn ein direkter Konkurrent ist auf dem Vormarsch. Auch in Lost Skies gibt es eine farbenfrohe, offene Welt mit einem ganzen Himmel voller schwebender Inseln, die es zu erkunden gilt. Im Gegensatz zu Aloft schreibt dieser Survival-Titel Überleben allerdings groß; ein Pluspunkt für alle, die lieber auf den Cosy-Aspekt verzichten möchten. Ich durfte mich für einige Stunden in die Welt von Lost Skies stürzen und kann es kaum erwarten, mich erneut in die Lüfte zu begeben und die Überreste ehemaliger Kontinente zu entdecken. Aber eines nach dem anderen.
Open Sky mit vielen Möglichkeiten
Nachdem ich in der Anfangssequenz erfahren habe, dass die Welt, wie ich sie kannte, von einer KI zerstört wurde und ich eine der letzten Überlebenden der Menschheit bin, wache ich mit meinem selbsterstellten Charakter in dem Wrack einer Arche auf. Zunächst verwirrt, führe ich eine Unterhaltung mit dem Bord-Computer, der mich über meine aktuelle Situation auf- und erste Aufgaben aufklärt. Erster Tagespunkt: Ressourcen sammeln und einen Gleiter bauen.
Sobald ich die Arche verlassen habe und in die hübsch gestaltete Welt von Lost Skies eingetaucht bin, fallen mir direkt viele Parallelen zu der Welt von Aloft auf: Durch eine vergangene Katastrophe wurden ehemalige Kontinente in viele schwebende Inseln zerbrochen, die ich mithilfe eines Gleiters bereisen und erkunden kann. Sogar grafisch weisen beide Titel viele Ähnlichkeiten auf. Allerdings begegnen mir schon auf der ersten Insel jede Menge Tiere, von verschiedenen Vögeln bis hin zu rehartigen Paarhufern, die alle auf mich reagieren, wenn ich ihnen zu nahekomme. Dadurch wirkt die Welt auf Anhieb deutlich belebter und interessanter als die beinahe ausgestorbenen Landschaften in Aloft.
Nachdem ich alle Ressourcen zusammen habe, kann ich mir über den Bord-Computer der Arche meinen ersten Gleiter bauen, mit dem ich die nächstgelegene Insel erreichen kann. Anders als in Aloft kann ich mit dem Gleiter in Lost Skies nicht direkt fliegen, sondern wirklich nur durch die Lüfte gleiten. Hier wurde also auf physikalisch realistischere Fortbewegung gesetzt. Dadurch macht die Reise zu anderen Inseln aber nicht weniger Spaß, im Gegenteil: Neben dem Gleiter stehen mir nämlich noch ein gut gemachtes Klettersystem und ein richtig cooler Greifhaken zur Verfügung, um mich durch die Lüfte und die Landschaften zu manövrieren. Besonders die Möglichkeiten mit dem Greifhaken machen unglaublich viel Spaß und große Lust, immer wieder zu neuen Erkundungen aufzubrechen.
Apropos Erkundungen: Auch die sind deutlich ansprechender und vor allem belohnender gestaltet, als es in Aloft der Fall ist. Auf jeder neuen Insel finde ich andere Tiere und Pflanzen und Ressourcen, die ich wirklich brauche, um im Spiel voranzukommen. Außerdem gibt es überall interessante Höhlen, Ruinen und Wracks zu entdecken, die ebenfalls mit wertvollen Ressourcen bestückt sind.
Bildergalerie
Luftschiff statt Inseln mit Rudern und Segeln
So unterhaltsam die Fortbewegung mit Gleiter und Greifhaken auch sein mag, irgendwann haben die beiden Tools die Grenzen des Möglichen erreicht und die nächste Insel liegt einfach in zu weiter Entfernung - oder durch meine Sammelwut ist mein Inventar mit Ressourcen überfüllt. Für lange Reisen und das Lagern meiner vielen Ressourcen und meiner Ausrüstung brauche ich ein Luftschiff. Das dient gleichzeitig als Transportmittel, Basis und im Falle eines Game Overs als Spawn-Punkt. Und ja, es ist möglich, in Lost Skies zu sterben, und das kann schneller gehen, als man denkt.
