Soulslikes sind Mainstream - Zeit für einen wichtigen Schritt!

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Soulslikes sind Mainstream - Zeit für einen wichtigen Schritt!
Quelle: Bandai Namco Entertainment

Soulslikes im Dark-Fantasy-Stil gibt es mittlerweile zur Genüge. Das Genre braucht neue Settings und originelles Gameplay, um sich weiterzuentwickeln.

In diesem Fall wäre es sogar eine Option, über verschiedene spielbare Charaktere nachzudenken. Anstelle der Klassen, die normalerweise zu Beginn des Spiels zur Verfügung stehen, hättet ihr dann die Wahl zwischen Elben, Orks und Zauberern, wie es in Titeln anderer Genres häufiger vorkommt. Das bedeutet einerseits zwar einen deutlich höheren Aufwand für die Entwickler, weil sie die Spielwelt und die Gegner auf verschiedene Wesen anpassen müssen, andererseits wäre dadurch taktisches Geschick gefragt.

Konkret könnte das in einem Bosskampf so aussehen: Ein Zwerg ist aufgrund seiner Größe schwieriger zu treffen, dafür bewegt er sich langsamer und hat eine geringere Reichweite. Elben sind flink und wendig, verursachen aber weniger Schaden. Zauberer verbrauchen Mana und bleiben auf Distanz, können ohne die nötigen Ressourcen und den Abstand allerdings nur wenig ausrichten. Es wären also nicht nur das Lernen der Angriffsmuster und Statusanfälligkeiten wichtig für den Sieg, sondern auch die Wahl der richtigen Strategie für den eigenen Charakter wäre von Belang.

Potenziell ließen sich dadurch sogar unterschiedliche Schwierigkeitsgrade einbauen, etwa wenn eine Art mehr Vorteile in den Kämpfen hat als andere. Die Frage nach einem leichteren Spielmodus wird aber generell heiß diskutiert und wäre eine einschneidende Entscheidung.

Die Phantomdiebe der Seelen

Bleiben wir noch etwas bei solchen Gedankenspielen. Eine weitere spannende Variante wäre das Design eines JRPGs, allerdings mit souls-typischem Gameplay. Und wir meinen kein Final Fantasy XVI, das sich vermutlich gut als klassisches Soulslike anbieten würde, sondern ein quietschbuntes, Anime-lastiges JRPG wie Persona 5 oder Tales of Arise.

Eine Nahaufnahme der Bossgegnerin namens Alice Quelle: Atlus/Sega Persona 5 Strikers Prinzipiell hat das 2019 erschienene Code Vein bereits den Versuch gewagt, Anime in den Souls-Stil zu integrieren. Das geschieht aber größtenteils durch das Charakterdesign und fällt in den anderen Bereichen flach.

Die generelle Atmosphäre bleibt gewohnt düster, schlägt allerdings eher eine dystopische als fantastische Richtung ein. Deshalb wünschen wir uns einmal das genaue Gegenteil und eine richtig klischeehafte Umsetzung!

Stellt euch dazu mal Persona 5 Strikers vor, das anstatt auf rundenbasierte Kämpfe auf Warrior-Gameplay setzt. Die einzelnen Dungeons ließen sich durch einige Änderungen mit Abkürzungen und Verzweigungen versehen.

Außerdem könnten die Checkpoints als Leuchtfeuer fungieren, zu denen man nach dem Tod zurückgesetzt wird und an denen die Heilmittel wieder aufgeladen werden. Abgefahren gestaltet sind die Bosskämpfe in dem Spiel ohnehin, deshalb wäre der Wechsel zum Soulslike-Gameplay durchaus denkbar.

Die vermutliche größte Hürde wären die Personas und wie sie sinnvoll ins Kampfsystem integriert werden könnten. Im Vergleich zu Persona 5 (Royal) haben es die Entwickler von Strikers bereits geschafft, ihren Einsatz auf action-lastiges Combat zu übertragen. Mit etwas Kreativität findet sich bestimmt eine Lösung, die zu abwechslungsreichem Gameplay führt.

Dadurch wäre das fiktive Spiel eine innovative Mischung aus Soulslike und Lebenssimulation, die stark auf eine direkt erzählte Geschichte setzt. Das hat in der Vergangenheit bereits Steelrising getan, in dem euch eine deutlich präsentere Handlung erwartet, als es bei vielen anderen Vertretern der Fall ist. Ungewöhnlich, aber nicht unmöglich!

Rogue, Metroid und Castlevania lassen grüßen

Unsere Ideen interpretieren das Genre der Soulslike lose und ob sie überhaupt sinnvoll umsetzbar wären, müssten erfahrene Entwickler aus der Spielebranche beurteilen.

Wichtig ist in erster Linie, dass sich die Studios trauen, etwas Neues auszuprobieren. Da aber alle Titel, die nicht von From Software selbst stammen, ohnehin ihren eigenen Weg gehen müssen, spricht prinzipiell nichts gegen eine kreative Herangehensweise.

Wie viele typische Souls-Elemente dann noch im fertigen Produkt landen, ist stark vom gewählten Setting und der Vision der Verantwortlichen abhängig.

Die bisher größten Wagnisse finden wir im Indie-Bereich, sei es als Krabbe, Krähe, Käfer oder Ratte - die kleinen Studios lassen sich nicht von den großen Vorbildern einschränken, sondern einfach inspirieren.

Die Spielfigur ist mit einem großen Schwert zu sehen. Quelle: Bandai Namco Entertainment Code Vein So enorm wie das Genre in den letzten Jahren gewachsen ist, werden wir in der Zukunft mit Sicherheit einige Veränderungen miterleben. Vielleicht verläuft die Entwicklung sogar auf eine ähnliche Weise wie bei den Roguelikes, die nicht (mehr) im direkten Vergleich mit dem wegweisenden Spiel namens Rogue aus den 80ern stehen.

Egal, ob es schlussendlich an einem unverbrauchten Setting liegt, Open-World-Soulslikes im Stil von Elden Ring auf den Markt kommen oder sich mehr Titel als Action-Rollenspiele verstehen und lediglich einige der Mechaniken übernehmen: Der Erfolg von From Software wird die Entwicklung ähnlicher Spiele weiter anheizen. Wir sind gespannt, was uns alles in den nächsten Jahren erwartet.

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