Einkaufsführer Story-Shooter: Atomic Heart, Ready or Not
Special
Hirnlos ballern könnt ihr woanders, denn diese Shooter legen ihren Fokus auf interessante Settings und spannende Geschichten: Wir stellen euch die zehn besten Story-Shooter vor, die ihr aktuell zocken könnt - offline und im Singleplayer!
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Atomic Heart (PC, PS4, PS5, XBO, XSX)
Quelle: Mundfish
Mit Kräften und aufrüstbaren Waffen kämpft ihr euch durch eine genauso spannende wie schräge Spielwelt.
Mit einem verbrecherischen Regime und seinen Robotern bekommt ihr es auch in Atomic Heart zu tun. Der Shooter von Mundfish lässt euch in eine alternative Sowjetunion der 1960er Jahre eintauchen, die nicht nur vom Kommunismus, sondern auch von schrägen Maschinen und dubiosen Technologien beherrscht wird.
Als Major des Regimes werdet ihr in eine Forschungsanlage geschickt, in der die Roboter Amok laufen. Unterstützt von einem superben Retro-Sci-Fi-Look erzählt das Spiel eine spannende Geschichte, bei der ihr nie wirklich wisst, wem ihr vertrauen könnt und wer eigentlich die Fäden in der Hand hat. Im Vergleich zu einem BioShock sind die satirischen Elemente noch einmal ausgeprägter, was dem faszinierenden Worldbuilding aber keinen Abbruch tut - sofern ihr mit der Hauptfigur etwas anfangen könnt, die jede Szene mit einer Schimpfwortkaskade kommentiert.
Spielerisch werden Elemente aus anderen Story-Shootern wie Half-Life oder BioShock zu einem anspruchsvollen und motivierenden Mix kombiniert. Ihr stürzt euch mit aufrüstbaren Nah- und Fernkampfwaffen in wuchtige Roboter-Gefechte, manipuliert mit Spezialkräften Feinde und Umgebungen und löst zwischendurch viele abwechslungsreiche Rätsel. Die grauen Zellen werden hier ebenso gefordert wie Reaktionsvermögen und Erkundungsdrang.
Zwar ist die kleine Open World kaum der Rede wert, dafür überzeugen die Forschungsanlagen, in denen ihr die meiste Zeit verbringt, umso mehr: Allein die Vorfreude darauf, welches irre Szenario euch als nächstes präsentiert wird, trägt euch problemlos durch die Story.
Dabei bekommt ihr außerdem einen der besten Soundtracks der letzten Jahre auf die Ohren: Ostblock-Oldies kombiniert mit klassischer Musik, Metal und Phonk sind eine Mischung, von der ihr wahrscheinlich gar nicht wusstet, wie sehr sie in eurem Leben bisher gefehlt hat!
Ready or Not (PC, PS5, XSX)
Quelle: VOID Interactive
Ready or Not mag auf den ersten Blick nicht wie ein Shooter mit viel Story wirken, aber wer mit offenen Augen durch die Einsätze läuft, kann voll in die abgründige Welt eintauchen.
Von fantastischen Sci-Fi-Welten verschlägt es uns nun zurück in die Realität, und zwar in einer Intensität und Härte, wie sie nur wenige andere Spiele zeigen. Schauplatz von Ready or Not ist der fiktive US-Sündenpfuhl Los Sueños, und ihr seid der Kommandant eines SWAT-Teams, das losgeschickt wird, um Tatorte zu sichern, Beweise zu sammeln und Kriminelle auszuschalten.
Dabei habt ihr nicht nur die Befehlsgewalt über eure Einheit, sondern auch die Aufgabe, euch an die "Rules of Engagement" zu halten. Gegner erschießt ihr also nur im Notfall und auch erst dann, wenn ihr sicher seid, dass sie sich nicht ergeben werden.
Für die beste Wertung müssen aber alle Geiseln, Teammitglieder und Verbrecher am Leben bleiben, was bei dem realistischen Taktik-Shooter-Gameplay gar nicht so einfach ist. Schon kurzer Feindkontakt kann euch das Leben kosten, deswegen arbeitet ihr euch mit Bedacht und vielen taktischen Gadgets durch die weitläufigen Karten.
Dabei habt ihr immer im Kopf, dass euch ein Fehler gerne mal 20 Minuten und mehr Spielzeit kosten kann, was euch die Gefahr eurer Einsätze zumindest ansatzweise nachempfinden lässt.
Auch Atmosphäre und Story sind nichts für schwache Nerven: Ready or Not erzählt zwar keine klassische, zusammenhängende Geschichte, aber die Einsätze werden dank der immensen Detailverliebtheit und vieler Lore-Schnipsel gelungen miteinander verbunden. Das Spiel zeichnet ein düsteres Bild der amerikanischen Unterwelt, bei dem kein menschlicher Abgrund ausgespart wird, und wer ein Auge fürs Detail mitbringt, kann sich sehr tief in die Lore eingraben.
Auch mit den kleinen Zensuren, die eingebaut werden mussten, um den Release auf Konsole zu ermöglichen, erinnert die Atmosphäre eher an ein Horrorspiel als an eine trockene Polizeisimulation.
Wenn ihr also gerne in finstere Welten eintaucht, euch Hintergrundgeschichten selbst zusammenreimt und euch Taktik-Shooter nicht abschrecken, ist Ready or Not auch für Story-Fans den Kauf wert. Neben dem Solo-Modus mit solider KI-Unterstützung dürft ihr übrigens auch mit bis zu vier Mitstreitern im Online-Koop ran.
