Flop 10 2022 - Die größten Spiele-Todsünden des Jahres 2022
Special 53,99 €
Das Spielejahr 2022 hatte mal wieder so einige Flops und Aufreger zu bieten. Wir lassen die schlechtesten Spiele 2022 nochmal Revue passieren - mit Video!
Platz 4: Straßenmeisterei Simulator - Orange trägt nur die Müllabfuhr
Der deutsche Durchschnitts-Gamer kennt das ungeschriebene Gesetz: Wenn bei einem Simulator im Spielenamen nicht gerade die Worte Landwirtschaft, Flug oder Euro Truck vorne dran stehen, sind die Chancen hoch, dass ihr mit Softwaremüll über den Tisch gezogen werdet. Wer angesichts eines Titels wie "Straßenmeisterei Simulator" spielerischen Hochgenuss erwartet, dem können auch wir vermutlich nicht mehr helfen. Aber vielleicht tröstet euch ja, dass dieses Machwerk unter anderem mit Fördermitteln des Verkehrsministeriums und damit teilweise dank euren Steuergeldern entstanden ist!
Im Designer-Overall eines orangen Asphalt-Cowboys patrouilliert ihr zwischen Borchersdorf und Wehlau, immer auf der Suche nach Schlaglöchern, schiefen Pfosten und schmutzigen Leitplanken. Zuvor will euer lizenziertes Arbeitsgefährt mit wichtiger Ausrüstung beladen werden - einzeln und manuell, versteht sich, denn die Straßenmeisterei ist kein verdammter Ponyhof. Zumindest so lange nicht, bis euch das Spiel gnädigerweise anbietet, den Wagen automatisch vollzuladen.
Quelle: PC Games
Straßenmeisterei Simulator
Dann fahrt ihr mit mieser Fahrphysik und Rasenmäher-Motorensounds zu eurem Einsatzort und verrichtet Arbeit, die nach wenigen Minuten bereits einschläfernd wirkt. Spaß oder Langzeitmotivation sucht ihr vergeblich. Eine kreisrunde Autobahn mit vier Landstraßen ist alles, was ihr bekommt. Und zwar für immer und ewig.
Falls ihr dachtet, ihr könntet einem der fahrerlosen Autos vor die Stoßstange hüpfen: In der Straßenmeisterei ist der Tod kein Ausweg. Und jetzt ladet den Eimer Farbe auf. In Borchersdorf blättert hinten links der Mittelstreifen ab.
Platz 3: Postal 4: No Regerts - So many regerts
Für eine Reihe wie Postal ist ein 30er-Schnitt auf Metacritic vermutlich so etwas wie ein Ritterschlag - schließlich gehören entsetzte Kritiker bei einem Edgelord-Spiel wie Postal 4: No Regerts zum guten Ton
Sieht man sich allerdings an, wofür der Titel mit dem niedrigsten Wertungsschnitt des Jahres zerrissen wurde, kommen Zweifel an dieser Theorie auf. Ein unlustiger, technisch kaputter und vor allem einfach nur langweiliger Nachfolger ist vermutlich nicht im Sinne des Erfinders.
Quelle: PC Games
Postal 4: No Regerts
Statt interessante, neue Ideen zu bieten, verwurstet Postal 4 größtenteils den altehrwürdigen zweiten Teil erneut. Dank dilettantischer Technik wirkt das wie der erste Gehversuch eines Hobby-Entwicklers, der sich selbst für lustiger hält, als er ist. Klar, wenn ihr Kaninchen anzündet, eine Katze als Schalldämpfer missbraucht oder Passanten ins Gesicht pinkelt, kommt kurzzeitig geschmackloser Spaß auf.
Wenn euch das Spiel dafür aber an jeder Ecke mit grauenhaftem Missionsdesign ins Koma langweilt, Mechaniken nicht funktionieren und die meisten Gags totale Rohrkrepierer sind, verpufft die Freude schnell wieder. Der einzige Pluspunkt an Postal 4: Hier ist so schnell die Luft raus, dass ihr auf jeden Fall vor Ablauf der Zwei-Stunden-Grenze den Steam-Refund einreichen könnt.
