Stardew Valley als Horrorspiel: Diese düstere Farming-Sim ist schockierend gut
Special
Das düstere Farming-Erlebnis Welcome to Elderfield kombiniert Stardew Valley mit Horror - und das funktioniert erstaunlich gut.
Danach heißt es warten, bis die Pflanzen Früchte tragen, und natürlich regelmäßig gießen, damit nichts vertrocknet. Praktischerweise bekomme ich eine Benachrichtigung, sobald meine Pflanzen Wasser brauchen oder ausgewachsen sind. Da ich in Elderfield ja nicht auf der Farm lebe, spare ich mir so unnötige Laufwege, wenn ich den Status meiner Pflanzen überprüfen will.
Doch sobald meine Pflanzen Früchte tragen, ist Vorsicht geboten. Denn nicht alle Früchte sind freundlich gesinnt. Natürlich gibt es Vertreter wie Weizen, der sich ganz normal ernten lässt. Aber einige der Feldfrüchte entwickeln ein Eigenleben und wandern, sobald sie reif sind, auf der Farm umher und greifen mich an, sobald ich ihnen zu nahekomme.
Auch habe ich eines Tages riesige Beine auf meiner Farm umherwandern sehen. Wozu sie gehören? Ich habe es nicht herausgefunden. Woher sie kamen? Da bin ich ebenfalls nicht sicher. Möglicherweise war das meine Strafe, weil ich die mir auferlegten Steuern nicht zahlen konnte. Sicher ist nur, dass eine Begegnung mit diesem Wesen tödlich ist. Diesem Kampf sollte ich also besser aus dem Weg gehen.
Immer auf der Hut
Apropos Kampf: In Elderfield sollte ich stets auf der Hut sein und niemals ohne Waffen und Heilgegenstände aus dem Haus oder schlafen gehen. Ja, richtig gelesen, auch während ich schlafe, bin ich nicht sicher. Jede Nacht gehen verschiedene Monde auf, die unterschiedliche Auswirkungen auf die Welt in Elderfield haben.
Ob ich die Nacht heil überstehe oder im Schlaf angegriffen oder verflucht werde, wird per Zufallsprinzip entschieden. Ist das Glück auf meiner Seite, habe ich einen erholsamen Nachtschlaf. Wenn nicht, dann wiegen die Folgen unter Umständen sehr schwer.
Ohnehin lauern in Elderfield überall Gefahren. Neben entlaufenen Feldfrüchten lauern auch gefährliche Ratten und Cornstalker auf der Farm, bereit, mir an den Kragen zu gehen. Am gefährlichsten ist allerdings ein Abstecher in die Mall. Dort warten Shopper darauf, sich mit mir anzulegen, und diese sind manchmal merkwürdig mutiert und haben Tentakel statt Köpfe.
Quelle: PC Games
Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab. Ähnlich wie bei Pokémon öffnet sich während eines Konflikts ein Fenster, in dem der Gegner erscheint. Pro Runde habe ich eine festgelegte Anzahl an Aktionspunkten, die ich mit Bedacht einsetzen muss, um den Kampf für mich zu entscheiden.
Dabei gibt es neben dem Heilen und einem Standard-Nahkampfangriff die Möglichkeit, ein Ritual, eine Fähigkeit oder eine Rüstungsaktion zu wählen. Habe ich einen Kampf gewonnen, gibt es manchmal die Möglichkeit, die Überreste meines Gegners nach Loot zu durchsuchen, manchmal ist die Leiche aber auch zu beschädigt dafür. Die Ausbeute, die ich von erledigten Gegnern sammeln kann, hängt dabei ebenfalls vom Zufallsprinzip ab und wird vom Spiel gewürfelt.
Nachts sind alle Katzen grau
Um das düstere Setting, in das das Spiel eingebettet ist, abzurunden, lacht in Elderfield nie so richtig die Sonne. Vielmehr scheint die ganze Stadt in ein stetiges Abendrot getaucht zu sein, bis es schließlich Nacht wird. Kein Wunder, dass die Bewohner der Stadt alle skurril oder depressiv sind. Ohnehin begegnen mir auf meinen Wegen durch die Stadt die merkwürdigsten Erscheinungen.
Von ständig traurig guckenden Menschen über sprechende Skelette bis hin zu Kindern in merkwürdigen Halloween-Kostümen, sofern es denn Kostüme sind, treffe ich auf allerlei Merkwürdigkeiten. Mein direkter Nachbar beispielsweise ist eine sprechende Katze, die sogar Briefe verfassen kann, und das scheint für alle völlig normal zu sein.
